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Nachricht vom 25.05.2014    

Islam-Ausstellung soll informieren und Vorurteile abbauen

Zeitgleich mit dem Besuch des türkischen Ministerpräsidenten in Köln, der dort für ein zweigeteiltes Echo sorgte, wurde in Betzdorf eine Islam-Ausstellung in der Betzdorfer Stadthalle eröffnet. Veranstalter ist die Ahmadiyya Muslim Gemeinde Betzdorf. Noch bis zum 27. Mai ist die Informationsausstellung zu sehen.

Offizielle Eröffnung der Islam-Ausstellung in Betzdorf, Anees Mohammed (Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde in Olpe), Landrat Michael Lieber, Imman Usman Naveed, Bürgermeister Bernd Brato, Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landtagsabgeordneter Michael Wächenbach, der Betzdorfer Ahmadiyya-Beauftragte für interreligiösen Dialog Anser Iqbal (von links). Fotos: Daniel Pirker

Betzdorf. Sie zählt nur 57 Mitglieder und deckt den gesamten Kreis Altenkirchen und das Siegerland ab und ist drauf und dran, sich mit kluger PR und geschickter Organisation als feste Größe des örtlichen Islam zu etablieren: die Ahmadiyya Muslim Gemeinde Betzdorf.

Dies beweist die Gemeinde momentan mit einer Islamausstellung, die bis zum 27. Mai noch in der Betzdorfer Stadthalle besucht werden kann. Jetzt fand die Eröffnung unter Beisein der regionalen Politprominenz und weiterer öffentlicher Vertreter statt. Als symbolischen Akt schnitt Bürgermeister Bernd Brato das rote Band durch.

Zuvor hatten er und Vertreter der muslimischen Gemeinde Ansprachen gehalten. Brato betonte, wie wichtig es sei, sich mit den Inhalten des Islams zu beschäftigen, um zu erkennen, welche friedliche und soziale Kraft ihm inne wohne. Er lobte insgesamt die Arbeit der Religionsgemeinschaft: „Sie treten dafür ein, dass Sie und Ihre Gemeinde, den Islam friedvoll präsentieren.“ Der Bürgermeister stellte auch klar, dass die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in der Gesellschaft angekommen sei. Das hätten deren Mitglieder zum Beispiel auch bei ihrer Neujahrsreinigungsaktion oder dem Pflanzen des Friedensbaums bewiesen.

Der junge stellvertretende Vorsitzende der Gemeinde und Beauftragte für interreligiösen Dialog Anser Iqbal hatte zuvor die Anwesenden mit dem islamischen Friedensgruß „Assalamo alaikum“ Willkommen geheißen. Die friedliche Ausrichtung des Islam, so die Ahmadiyya-Interpretation, stand auch im Fokus des Grußwortes von Imman Usman Naveed aus Mannheim, der den örtlichen Imman der Gemeinde vertrat. Der Gedanke der Versöhnung zwischen den Religionen sei die Richtschnur der Bewegung, wie Naveed den Gründer Hazrat Mirza Ghulam Ahmad zitierte.

So sei ein Ziel der Ausstellung, Vorurteile zu beseitigen, die wegen „mancher Extremisten“ entstanden seien. Folglich informieren verschiedene Plakatwände in der Stadthalle über den Reform-Ansatz, auf dem die Gemeinde beruht.
Darüber informierten sich die Besucher der Eröffnung im Anschluss dann auch ausgiebig und kamen dabei untereinander ins Gespräch. Darunter auch Landrat Michael Lieber, Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die Landtagsabgeordneten Anna Neuhof und Michael Wäschenbach oder Vertreter der Polizei.

Zwei Schulklassen des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums haben sich bereits zur Besichtigung der Ausstellung angekündet, auch viele andere Schulen der Region hätte man eingeladen, sagte der Beauftragte für interreligiösen Dialog Iqbal im Gespräch mit dem AK-Kurier. (ddp)


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Kommentare zu: Islam-Ausstellung soll informieren und Vorurteile abbauen

2 Kommentare
Ich hoffe ,dass das sonst wie Herr Sempf sagt. ich kenne aber keine Religionsgruppe (islamisch) mit der Demokratie konform sind!
#2 von Hikmet Köse, am 30.05.2014 um 06:26 Uhr
Die Ahmadiyya ist eine islamische Sondergemeinschaft, die in den 1880er Jahren in Indien gegründet wurde.
Vonseiten der meisten anderen Muslime wird die Ahmadiyya-Lehre dagegen als Häresie betrachtet und abgelehnt In islamischen Ländern wird die religiöse Gemeinde und deren Aktivitäten entsprechend bekämpft, was zu Beschränkungen und Verfolgung in diesen Ländern führte.
Positiv ist das sich diese Gemeinschaft demokratiefreundlich und integrationswillig zeigt.
Wir sollten sie also achten und unterstützen .
Klar ist aber auch das diese Gruppe keine Ausstellung über den Islam machen kann.
Erschreckend das in den Kommentare der Politiker sowenig zwischen dem Islam und den Ahmadiyya unterschieden wird.
Der traditionelle Islam - und das ist die große Mehrheit der Muslime – ist leider eine intolerante Ideologie , die mit westlichem freiem Denken nicht viel am Hut hat.
Wo die Scharia gilt ist die Demokratie am Ende.

#1 von Willi Sempf , am 25.05.2014 um 13:38 Uhr

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