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Nachricht vom 23.06.2014 - 08:07 Uhr    

Schüleraustausch im Zeichen des Sports

Das Kopernikus-Gymnasium Wissen ist federführend beim Modellprojekt "Sportbetonter Schüleraustausch" mit polnischen Partnerschulen. Schüleraustausch mit Polen gibt es schon lange, dieses Modellprojekt steht aber ganz im Zeichen des Sports. Es wird von den polnischen und deutschen Schulbehörden begleitet.

Die Leiterinnen und Leiter des Modellprojektes aus Wissen, Landau und den polnischen Partnerschulen. Fotos: pr

Wissen. Die Idee eines themenorientierten Schüleraustausches aus den Reihen der Kultuspolitiker griff der Schulsportreferent der ADD Koblenz, Stefan Kölsch, zusammen mit seinen rheinland-pfälzischen Kollegen sowie den polnischen Vertretern der Partnerregion Oppeln auf.

Erste Treffen mündeten in einer konzertierten Suche beider Seiten nach geeigneten Partnerschulen, die über schon bestehende Schüleraustauschprogramme mit der Partnerregion verfügten und sich zudem auf sportlicher Ebene ausgezeichnet hatten. Die Wahl fiel neben dem Otto-Hahn-Gymnasium Landau auf das Kopernikus-Gymnasium Wissen, wo der stellvertretende Schulleiter, Thomas Heck, in den letzten drei Jahren äußerst erfolgreich mit den jüngsten Wettkampfmannschaften am Schulwettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" in den Sportarten Fußball und Leichtathletik teilgenommen hatte.

Zusammen mit seiner Sportfachkollegin Bianca Biniarz gelang es in kürzester Zeit eine größere Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler zu begeistern. Aus Kapazitätsgründen konnten nur 15 Schülerinnen und Schüler jeder Schule teilnehmen, wobei die Klassenstufen 7 (Hinbegegnung) und 8 (Rückbegegnung) angesprochen waren. Das Hauptziel sollte das gemeinsame Sporttreiben sein, so dass sich die an der Planung Beteiligten darauf einigten, diese Austauschform nicht mit der Unterbringung in Familien, sondern mit der Unterbringung an einem dritten Ort (Turnerheim Annweiler - Hinbegegnung und Ferienanlage Peters in Turawa - Rückbegegnung) als Gesamtgruppe abzurunden.

Das Gemeinschaftserlebnis sowie der Teambuilding-Gedanke hatten dabei erste Priorität. Dazu fanden die Teilnehmer in zehn Zufallsgruppen mit je drei polnischen und drei deutschen Schülern zusammen Zudem sollte nicht der sonst vorherrschende Wettkampfgedanke im Vordergrund stehen, sondern das Auseinandersetzen mit Sportarten, die für alle gleich (un)bekannt waren und dadurch allen Teilnehmern eine gemeinsame und vor allem gleich geartete Ausgangsbasis bot.

Standen bei der Begegnung im letzten Jahr Orientierungslauf, Sportklettern, Parcour, Jonglage und Akrobatik im Mittelpunkt des organisierten Sporttreibens, so waren beim jetzigen Rückbesuch in Oppeln bei den beiden Gymnasien, Publiczne Gimasium nr 2 in Strzelce Opolskie und Zespół Szkół Miejskich nr 1 w Kędzierzynie-Koźlu, Gruppenwettkämpfe im Stationenbetrieb zu durchlaufen. Die Palette reichte dabei von den klassischen Ballsportarten über Bowling, Pistolen- und Luftgewehrschießen, Zumba bis hin zum Kanufahren und Fischen.

Die herrliche Lage am Turawasee mit seinem weitläufigen Sandstrand und das wirklich ausgezeichnete Wetter sorgten für ein einmalige Stimmung, die sich im unkomplizierten und sehr vertrauensvollen Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander niederschlug. Auch das Verhältnis zu den Begleitpersonen, sei es von den Behörden aber vor allem von den Schulen, entpuppte sich als sehr vertrauensvoll.

Stand im letzten Jahr der Besuch des Hambacher Schlosses mit einem Europa-Workshop auf dem Programm, so stand jetzt der Besuch der Dinosaurier-Ausgrabungsstätte Jura-Park mit Führung auf der außersportlichen Tagesordnung. Überall schlug der Gruppe eine großzügige Gastfreundlichkeit entgegen. So gehörten verschiedene Empfänge bei den jeweiligen Bürgermeistern sowie den Schulleitungen mit zum Pflichtprogramm. Abgerundet wurde dieser offizielle Teil durch den Besuch der Kuratorin in der Ferienanlage zur gemeinsamen Evaluation. Von allen Seiten wurde die Sinnhaftigkeit und der große Erfolg dieser Maßnahme betont und eine Fortführung gewünscht.

Der stellvertretende Schulleiter des Koopernikus-Gymnasiums Wissen, Thomas Heck, machte im Sinne der Schülerinnen und Schüler noch einmal deutlich, dass dieser außerunterrichtliche Teil des schulischen Bildungsauftrages nicht unerheblich zur Persönlichkeitsentfaltung derselben beiträgt und sich nur positiv auf die Schulgemeinschaft sowie das Schulleben auswirkt.



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