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Nachricht vom 24.06.2014    

Jugendcamp der Evangelischen Kirche

Alle vier Jahre gibt es in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein „Jugendcamp“. In diesem Jahr in Siegburg, und rund 3000 Jugendliche nahmen teil, Viele davon aus dem Kirchenkreis Altenkirchen. Es gab ein breitgefächertes Programm und viele interessante Begegnungen.

Der Rollstuhl-Parcour beim Jugendcamp in Siegburg brachte für die heimischen Camp-Teilnehmer nicht nur Kontakte zu behinderten Jugendlichen, sondern machte auch deutlich, wie schwierig es unter anderem ist, mit dem Rolli – wie hier simuliert – eine Bordsteinkante zu überwinden. Foto: Kirsten Galla

Kreis Altenkirchen/Siegburg. Alle vier Jahre gibt es in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein „Jugendcamp“.
Begonnen hat alles vor 20 Jahren – 1994 - in Altenkirchen. Alles noch ein bisschen improvisierter und kleiner. Die älteren Betreuer haben immer noch eine heftige Erinnerung an das „Schlammfestival“ in Altenkirchen. Massiver Dauerregen hatte damals die Organisatoren des ersten rheinischen Jugendcamps überhaupt vor gewaltige Herausforderungen gestellt.

Diesmal kam das Jugendcamp bei akzeptablen Wetterbedingungen nach Siegburg und damit wieder relativ nahe an den Kirchenkreis heran. Rund 3.000 Jugendliche aus der gesamten Evangelischen Kirche im Rheinland nahmen an dem viertägigen Treffen (Fronleichnam bis Sonntag) teil. Darunter auch etliche aus der hiesigen Region. Die meisten Gruppen mit ihren Pfarrern oder Betreuern aus dem Kirchenkreis Altenkirchen kamen tageweise vorbei, andere – wie eine Konfirmandengruppe aus Birnbach – verbrachten die gesamte Zeit des „kleinen Kirchentages“ in Siegburg.

Rund 400 Aktionen und Angebote warteten dort auf die jungen Besucher des bislang größten Jugendcamps im Rheinland.
Als „anregend, aber auch teils anstrengend“ erlebten die heimischen Jugendliche die Tage im Jugendcamp. Untergebracht war die 20-köpfige Gruppe mit ihren Betreuern (Jugendleiter Olaf Otworowski und Pfarrerin Kirsten Galla) in einer Turnhalle knapp zwei Kilometer entfernt von Stadtmitte und Veranstaltungsorten. Randerlebnis dabei: Ebenfalls in dieser Turnhalle war eine Konfirmandengruppe aus dem Saarland untergebracht, die vom neuen Gemeindepfarrer – dem ehemaligen Birnbacher Gemeindepfarrer – Hans-Jörg Ott begleitet wurde.

Start des Jugendcamps war ein Open-Air-Eröffnungsgottesdienst bei dem Präses Manfred Rekowski und Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer eine Dialogpredigt zum Thema „Engel“ hielten. Den Abschluss am Sonntag bildete ebenfalls ein Gottesdienst im Freien.
Dazwischen lagen ein „Abend der Begegnung“ und viele unterschiedlichste Programmangebote. Erleben konnten die Mädchen und Jungen eine große Bandbreite von Aktionen, Ausstellungen, Musik inklusive Straßenmusik, aber auch Graffiti- oder Tanzworkshops und vieles mehr.
Begegnungen untereinander, aber auch mit Menschen aus anderen Ländern und Menschen mit Behinderung gehörten selbstverständlich hinzu.



„Sich auf eine besondere Atmosphäre einzulassen“ gehörte dann auch für die Birnbacher Konfirmanden mit zur „Herausforderung Jugendcamp“. Nicht alle Angebote konnten stattfinden oder entsprachen dann doch nicht der Erwartung, die sie geweckt hatten. Zudem trübte manch langer Fußweg, der umsonst zurück gelegt wurde, auch schon mal die Begeisterung."

Andere Programmangebote – etwa rund um „Inklusion“ – waren wiederum so anregend, dass etwa der Rolliparcour oder der „Dunkelraum“ gleich mehrfach zur Anlaufstelle wurde. Auch Minigolf unter Schwarzlicht oder sportliche Möglichkeiten wurde gerne genutzt.

Spannend empfanden die Konfis auch die Teilnahme an einem Workshop zu Integration. Ohne Einsatz von Sprache mussten sie dabei Regelwerke „erfragen“ und entsprechend agieren. Gut nachvollziehbar wurde so für sie die Situation mancher Flüchtlinge, die sich ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Umfeld „gesetzeskonform“ bewegen müssen.

Ziemlich müde und vollgepackt mit vielerlei Eindrücken kehrten die Jugendlichen in ihre Heimatgemeinde zurück. Dort sollen sich die Jugendlichen – so der Wunsch der Veranstalter – in ihre Gemeinden einbringen. Sie sollen zeigen, "dass Kirche nicht alt, sondern vielfältig und mitten in der Gesellschaft ist".
"Wenn es uns nicht gäbe, gäbe es die Kirche in 20 bis 30 Jahren auch nicht mehr“, verdeutlichte eine Teilnehmerin die Rolle der Jugend für künftiges Kirchen-Leben. (PES)


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