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Nachricht vom 29.06.2014    

Sprachkompetenz fördern - Integration stärken

Die Katholische Kindertagesstätte St. Jakobus Altenkirchen ist im Qualifizierungsprogramm "verbal*pädquis" und somit eine von 400 Schwerpunkt-Kitas, die das Thema Sprachkompetenz und Integration besonders in den Mittelpunkt rücken. Das Kita-Team absolvierte Fortbildungen und erhielt jetzt das Qualitäts-Zertifikat.

Umgestaltet wurden auch die Bücherecken in der Kita. Foto: pr

Altenkirchen. Bundesweit nehmen ca. 400 Schwerpunkt-Kitas an dem Qualifizierungsprogramm "verbal* pädquis" teil. Möglich macht dieses Programm die Offensive "Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas, Sprache und Integration", gefördert durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Wissenschaftlich wird die Qualifizierung durch das Deutsches Jugendinstitut der Uni Bamberg, der Freien Universität Berlin sowie der PädQuis gGmbH begleitet.

An zehn Fortbildungstagen trafen sich die Sprachexpertinnen und die Einrichtungsleitungen mit der Referentin Siglinde Czenkusch (Kursleiterin verbal* pädquis) um die Qualität der alltagsintegrierten Sprachförderung nachhaltig zu erhöhen.
In der Katholischen Kindertagesstätte St. Jakobus Altenkirchen nahmen die Sprachexpertin Jessica Limbach und die Kita-Leitung Brigitte Müller an den Arbeitskreisen in Koblenz teil. In regelmäßigen „Qualitätsrunden“ mit dem gesamten Kita-Team findet weiterhin durch die Mitarbeiterinnen eine fachlich zielgerichtete Begleitung statt.

Für eine sprachfördernde Arbeit ist es von großer Bedeutung, dass sich alle pädagogischen Fachkräfte für die Sprachbildung verantwortlich fühlen und konkrete Verhaltensstrategien erwerben.
Zusätzlich wurde die Sprachförderexpertin Jessica Limbach durch intensives Videocoaching darin geschult, das eigene Sprachverhalten zu reflektieren. Ziel ist es, die Kommunikation so zu gestalten, dass die Kinder zum Sprechen angeregt werden, dass sie durch eine reichhaltige Sprache ein gutes Sprachniveau erreichen und dass die kindlichen Äußerungen zuverlässig aufgegriffen und erweitert werden. Diese Methode der Kommunikationsschulung wird vom Gesamtteam eingeübt. So kann jede Alltagssituation mit dem Kind genutzt werden, um die Schlüsselkompetenz Sprache zu stärken.



Im Laufe der Fortbildung fanden viele Veränderungen in der Kita statt: Die Bücherecken wurden ergänzt und umgestaltet, Rollenspiele wurden wieder bewusster durchgeführt, die Mehrsprachigkeit wurde zum Thema für eine wertschätzende Integration. Routinesituationen wie die Mahlzeiten und Pflegesituationen wurden auf ihre sprachförderlichen Potentiale angeschaut und verändert. Die Einbindung der Eltern wurde verstärkt.

Für die Kinder ist eine gute Kommunikationsfähigkeit die wichtigste Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg sowie die gesellschaftliche Integration – ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit.


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