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Nachricht vom 06.07.2014    

Besonderes Kunstprojekt an der MDR plus vorgestellt

Im Rahmen der Erweiterung des Gebäudes der ehemaligen Hauptschule Wissen zur Unterbringung der Marion-Dönhoff-Realschule plus (MDR plus) hatte der Landkreis Altenkirchen einen Wettbewerb zur „Kunst am Bau“ durchgeführt. Nun wurde das fertiggestellte Kunstwerk, die Arbeit des Künstlers Matthias Lehmann aus Meißen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Stellten das Projekt "Kunst am Bau vor, von links: Schulleiter Edmund Mink, Oliver Weber, Kreisverwaltung, Landrat Michael Lieber und das Künstlerehepaar Lehmann. Fotos: Manfred Hundhausen

Wissen. Im Lichthof des Neubaus der Marion-Dönhoff Realschule plus in der Pirzenthaler Straße in Wissen wurde von dem Künstler Matthias Lehmann aus Meißen/Sachsen in Zusammenarbeit mit seiner Gattin Susanne Jakob-Lehmann ein Kunstobjekt der besonderen Art geschaffen.
Auf den ersten Moment scheint den Betrachter ein Wirrwarr von Buchstaben zu verwirren.
Bei näherem hinschauen können aber Worte wie „Toleranz“, „Respekt“, „Würde“, „Courage“, und „Verständnis“ erkannt werden, die sich räumlich und gleichfarbig über den insgesamt 120 farbigen Buchstaben hervorheben. Auf der linken Seite des Kunstwerks mit etwas Abstand erkennt man die beiden Buchstaben „MB“, die Initialen von Marion Dönhoff, die zeitlebens mit Buchstaben und Worten hantiert hat. Bei verhangenen Regentagen und im Winter werfen die Buchstaben einen Schatten und projizieren so die Silhouette von Marion Dönhoff an die weiße Wand.

Dazu passt ein Satz von Alice Schwarzer in ihrer Biographie über Marion Dönhoff: “Das ist vielleicht das Charakteristischste für ihr Leben; das Licht und Schatten immer wieder so dicht beieinander liegen“.

Mit der Gestaltung der handgefertigten Buchstaben aus nicht brennbaren Kalziumsilikatplatten an der 14 Meter hohen Wand hatte der Künstler mit seiner Gattin nach einiger Vorbereitungszeit im heimischen Atelier vor einer Woche die Installation begonnen und das vollendete Projekt am Samstag, 5. Juli vorgestellt.

Lehmann war als Sieger eines vom Kreis Altenkirchen ausgeschriebenen Wettbewerbs hervorgegangen für den sich 27 Künstler beworben hatten, von denen sechs ausgewählte Teilnehmer konkrete Vorschläge einreichen durften. Das Kunstwerk sollte im Innenbereich des Neubaus platziert werden und einen Bezug zur Namenspatronin herstellen. Dies ist dem Künstlerehepaar in hervorragender Weise gelungen.



Ein sechsköpfiges aus Gremium aus Vertretern der Schule, des Auslobers sowie der beiden rheinland-pfälzischen Kunstverbände hatte sich für Lehmann entschieden.
„Die gesamte Umsetzung der Kunst am Bau hat 29.000 Euro gekostet und wird vom Land gefördert“, so Landrat Michael Lieber, der sichtlich freudig überrascht und angetan von dem Kunstwerk war.
„Das war das i-Tüpfelchen in diesem Abschnitt der Baumaßnahme“, bemerkte Oliver Weber vom Gebäudemanagement der Kreisverwaltung Altenkirchen.

Auch Schulleiter Edmund Mink zeigte sich erfreut vom fertigen Kunstwerk und hofft das dies ein Anreiz für die Schüler sei, enthaltene Worte zu erkennen und aus dem „Buchstabensalat“ neue Worte zu kreieren. „Das Durcheinander der Farben und Buchstaben soll auch für die zusammengesetzte Schülerzahl aus unterschiedlichen Kulturen und Familien stehen und für das gleiche Ziel, gemeinsam zu leben und zu lernen“, so Mink.
Nur mit Verständigung untereinander und gegenseitigem Respekt und Toleranz führe dies zum Erfolg. Das Kunstwerk ist ein Lichtblick der „Kunst am Bau“. (PHW)


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