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Nachricht vom 16.07.2014    

Bauernpräsident reagiert auf Film über „Ferkelfabriken“

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau Leo Blum äußert sich entsetzt über Missstände in einigen schweinehaltenden Unternehmen in Deutschland. Er befürwortet die Initiative Tierwohl: „Das Wohl der Tiere ist Grundlage bäuerlichen Handelns“. Die von der ARD dargestellten Missstände seien ein Skandal.

So gut haben es nur wenige Ferkel: Frei laufend und ohne Stress an der Mutter saugend. Foto: Wikipedia (Scott Bauer, USDA)

Region. Damit relativiert Blum seine vor Ausstrahlung der Sendung gemachten Aussagen, Missstände in der bäuerlichen Landwirtschaft würden bereits geahndet
(hier unser Bericht dazu).

In einer am Montag (14.7.) von der ARD ausgestrahlten Reportage war zu sehen, wie Jungferkel auf tierverachtende Weise getötet wurden. „Das hat nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun“, erklärte Blum jetzt. Er forderte die Behörden auf, diesen Missständen juristisch konsequent Einhalt zu gebieten. Züchterische Entwicklungen, die zu mehr Ferkeln führten, als eine Sau ernähren könne, seien „problematisch“.




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Der Bauernpräsident sieht aber auch die Handelsketten in der Pflicht. Häufig fehle der ethische Anspruch. Menschen mit billigen Lebensmitteln in die Verkaufsräume zu locken sei „unmoralisch“.

Tierschutz und Tierwohl gehörten ganz oben auf die Agenda, betont Leo Blum. Die Initiative Tierwohl sei daher zu forcieren und erfolgreich umzusetzen. Tierquälerisches Verhalten schlage schließlich negativ auf die ganze Branche zurück. Tierquälerei habe in keinem Lebensabschnitt eines Tieres etwas zu suchen.

Blum hätte sich aber im Beitrag der ARD auch einen Hinweis auf das gute und vorbildliche Verhalten vieler Betriebe in Deutschland gewünscht. Die seiner Meinung nach „einseitige Darstellung“ hinterlasse den Eindruck, dass tierquälerisches Verhalten flächendeckend die Regel sei. Das sei eindeutig nicht so.


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