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Nachricht vom 01.07.2008    

Gleisarbeiten sind voll im Plan

Es handelt sich um eine der derzeit größten Baustellen der Deutschen Bahn AG in der gesamten Republik. Und die Zahlen sind in der Tat eindrucksvoll: 17 Kilometer Gleise, 34.000 Tonnen Schotter, 14.000 Schwellen und 15.000 Tonnen Erdmaterial werden zwischen Betzdorf und Siegen ausgetauscht beziehungsweise erneuert. Die Bauarbeiten haben am 21. Juni begonnen und dauern noch bis zum 3. August.

bahnbau

Brachbach. "Wir sind voll im Plan", berichtete Péter Lemle, Bauleiter der federführenden Firma Falkenhahn aus Kreuztal, am Montag im Baubüro in Niederschelderhütte. Und das ist wichtig für die Beteiligten, denn die Großbaustelle der Deutschen Bahn AG zwischen Betzdorf und Siegen muss mit Ende der Sommerferien Geschichte sein. Der zweite Bauabschnitt - nach dem Abschnitt Wisssen-Scheuerfeld in den Osterferien - weist eine hervorstechende Besonderheit auf: Es werden keine Großmaschinen eingesetzt. Dies hat, so Lemle, technische Gründe, weil an einigen Engstellen Fels im Wege ist.
Verbunden mit den umfangreichen Erdbewegungen sind natürlich auch Lärmbelästigungen für die Anwohner. Wer will, kann in der Zeit, in der die Arbeiten nahe seiner Wohnung stattfinden, in ein Hotel umziehen. Die Bahn zahlt Übernachtung und Frühstück. Dieses Angebot, so der Konzern-Bevollmächtigte Reiner Latsch, sei im ersten Bauabschnitt aber kaum genutzt worden. Gravierend sind natürlich die Auswirkungen auf den den Fahrplan. Es werden in der ganzen Zeit Busse eingesetzt, was zu einer Verzögerung im aktuellen Fahrplan von etwa 50 Minuten sorgt. Dafür können sich die Bahnkunden freuen, wenn der nächste Fahrplan aufgelegt wird. Dann, so Latsch, werde die Bahn auf der Siegstrecke schneller sein, werden doch einige Langsamfahrstellen verschwinden. Bis auf zwei: Eine in Niederhövels, wo es einen Hangrutsch gibt, und eine in Niederschelden am dortigen Bahnübergang. Diese Langsamfahrstellen sollen aber auch noch angegangen werden. Einschneidend sind auch die Auswirkungen auf den Güterfernverkehr. Die Züge, die beispielsweise von den norddeutschen Häfen über die Siegstrecke in Richtung Süden fahren, mussten auf andere Strecken verteilt werden, ein logistischer Kraftakt, der anderthalb Jahre an intensiven Vorbereitungen in Anspruch nahm.
Gearbeitet wird auf der Strecke bei Tag und Nacht. Bis auf die Nachtstunden sind permanent 50 Mitarbeiter der beteiligten Firmen auf den jeweiligen Baustellen. Im Einsatz sind überwiegend "Zwei-Wege-Bagger". Was die Kosten für die gesamte Baumaßnahme betrifft, so wollte keiner der anwesenden Bahn-Veranstwortlichen etwas Konkretes äußern. Es ist von 15 Millionen Euro die Rede.
Reinhard Jung, Mitglied des Verkehrausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags, der eine Gruppe von Mitgliedern der Zweckverbandes Personen-Nahverkehr Westfalen Süd und eine ganze Schar von Medienvertretern auf der Besichtigungs-Tour am Montag begleitete, sagte, er sei froh, dass die Bahn etwas für die Attraktivität der Siegtalstrecke tue. Als besonders positiv hob er heraus, dass eine Siegerländer Firma federführend bei den Arbeiten ist.
Ein großer Teil des Schotters wird recycled und wiederverwandt. Vor Ort befindet sich ein Labor, das das Erdmaterial auf Kontaminationen untersucht. In Betzdorf wird das Material dann aufgearbeitet und anschließend wieder verbaut.
(rs)
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Weitere Informationen gibt es unter www.bahn.de/bauarbeiten oder beim BahnBau-Telefon unter der Rufnummer (0800 5 99 66 55 (kostenlos Tag und Nacht).
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Arbeiten im Gewerbegebiet in Brachbach: Die "Stopfmaschine" konnte aber nicht besichtigt werden, da sie sich im Eiserfelder Tunnel befand. Fotos: Reinhard Schmidt


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