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Nachricht vom 01.07.2008    

Arbeitslosenquote weiter gesunken

Im Bezirk Neuwied der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeistlosen erstmals seit 1995 unter 9000 gesunken. Damit beträgt die Arbeitslosenquote 5,5 Prozent - im Kreis Altenkirchen sind es nur noch 5 Prozent. Wermutstropfen: Eine erhebliche Anzahl von jungen Menschen hat noch keine Ausbildungsstelle. Dies geht aus dem neuesten Arbeitsmarktbericht hervor, der am Dienstagvormittag veröffentlicht wurde.

Region. Die Zahl der Arbeitslosen ist erneut gesunken und liegt erstmals seit 1995 unter 9000. Das Unterschreiten dieser Marke war von der Arbeitsagentur erst für den Herbst erwartet worden und ist daher zum jetzigen Zeitpunkt umso erfreulicher. Im Vergleich zu Mai ging die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um 256 auf 8986 zurück und lag damit um rund 1900 oder 17,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote ist von 5,7 Prozent im Mai auf 5,5 Prozent gefallen, im Juni 2007 betrug sie noch 6,7 Prozent. Die Agentur für Arbeit betreut aktuell 3243 arbeitslose Frauen und Männer, 100 weniger als im Juni und 800 weniger als im Vorjahr. Der stärkere Rückgang ist
diesmal bei den Arbeitsgemeinschaften Grundsicherung für Arbeitsuchende (ARGEn)
eingetreten. Sie kümmern sich um 5743 erwerbsfähige Menschen, das sind
155 weniger als im Mai und rund 1100 oder 16,3 Prozent weniger als im Juni 2007. Damit werden weiterhin rund 64 Prozent aller Arbeitslosen in der Region von
den Jobcentern betreut.
2250 Personen, ein Viertel aller Arbeitslosen, sind älter als 50 Jahre. Auch sie profitieren immer stärker von der guten konjunkturellen Lage und dem Fachkräftebedarf der Betriebe. Gegenüber dem Vorjahr hat sich ihre Zahl um mehr als 500 verringert, mit minus 18,7 Prozent ein etwas stärkerer Rückgang als bei allen Arbeitslosen. Für eine ungeförderte Beschäftigung haben die Betriebe und Verwaltungen im Juni mehr als 500 offene Arbeitsplätze neu gemeldet, 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Bedarf besteht weiterhin auf Facharbeiterebene im gewerblichtechnischen
Bereich und im Pflegebereich. Insgesamt stehen aktuell 928 Arbeitsplätze
für eine ungeförderte Beschäftigung zur Verfügung.
Vor dem Hintergrund des steigenden Fachkräftebedarfs und dem jetzt einsetzenden
Rückgang der Schülerzahlen bietet die Agentur für Arbeit Neuwied interessante
Förderkonditionen für die Weiterbildung von älteren und gering qualifizierten
Beschäftigten im Unternehmen an. "Viele bewährte Mitarbeiter sind ungelernt, ohne verwertbaren Berufsabschluss oder ihre Kenntnisse sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Sie kennen aber das Unternehmen, die Produkte und die Kunden gut und auf sie ist unbedingt Verlass", so Volker Mendel, Leiter des Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur. "Kleine und mittlere Unternehmen, die entwicklungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, sollten jetzt handeln und die Kompetenz ihrer Arbeitskräfte auf den neuesten Stand bringen", ermuntert Mendel. Die Arbeitsagentur beteiligt sich an den Kosten der Weiterbildung, wenn Unternehmen noch in diesem Jahr mit den Qualifizierungsmaßnahmen beginnen.
Über Einzelheiten informiert der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter
der Hotline 0 1801 66 44 66 * erreichbar (3,9 Cent je Minute aus dem Festnetz
der Deutschen Telekom, aus Mobilfunknetzen gelten abweichende Preise).
Die Arbeitslosigkeit ist auch im Kreis Altenkirchen erneut gesunken. Im Vergleich zu Mai ging die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen um rund 100 auf 3447 zurück und lag damit um rund 1200 oder 26 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote ist von 5,1 Prozent im Mai auf 5,0 Prozent gefallen und liegt damit deutlich unter der im Landkreis Neuwied mit 6,0. Die niedrigste Arbeitslosenquote im Kreis hat der Bezirk Betzdorf mit 4,3 Prozent. Die Agentur für Arbeit betreut aktuell 1310 arbeitslose Frauen und Männer, 66 weniger
als im Juni und rund 550 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitsgemeinschaft
Grundsicherung für Arbeitsuchende (ARGE) kümmert sich um 2137 erwerbsfähige
Menschen, das sind 39 weniger als im Mai und 650 oder 23 Prozent weniger als
im Juni 2007. Damit werden 62 Prozent aller Arbeitslosen in der Region von den
Jobcentern betreut. Knapp 860 Personen, ein Viertel aller Arbeitslosen, sind älter als 50 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr hat sich ihre Zahl um 350 verringert,
mit minus 29 Prozent ein etwas stärkerer Rückgang als bei allen Arbeitslosen.
Für eine ungeförderte Beschäftigung haben die Betriebe und Verwaltungen im Juni
162 offene Arbeitsplätze neu gemeldet, 8,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Bedarf besteht weiterhin auf Facharbeiterebene im gewerblich-technischen Bereich
und im Pflegebereich. Insgesamt stehen aktuell 263 Arbeitsplätze für eine
ungeförderte Beschäftigung zur Verfügung.
Im Juni haben sich noch viele junge Menschen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle an die Arbeitsagentur gewandt. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ist seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober 2007 auf rund 2400
(Neuwied: 1400, Altenkirchen: 1000) gestiegen. Auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder sonstigen Alternative sind im Kreis Neuwied noch 550 und im
Kreis Altenkirchen noch 333 junge Frauen und Männer. Für eine betriebliche Ausbildung wurden der Arbeitsagentur bisher 1427 Stellen gemeldet (Neuwied: 1036,
Altenkirchen: 391), rund 10 Prozent weniger als vor einem Jahr. Um möglichst allen
gemeldeten Bewerbern eine Ausbildung ermöglichen zu können, hat die Arbeitsagentur
das Angebot für eine Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen
deutlich erhöht: Im Vergleich zum Vorjahr stehen mit 373 Plätzen in beiden
Landkreisen fast dreimal so viele Plätze zur Verfügung. Unbesetzt sind derzeit
noch rund 300 Stellen (Neuwied: 194, Altenkirchen: 113).
Bis zum Ende des Jahres wird die Agentur für Arbeit Neuwied noch einige Ausbildungsplatzbörsen organisieren, damit so viele ausbildungswillige Jugendliche wie möglich die Chance auf einen geglückten Berufsstart erhalten.



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