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Nachricht vom 03.08.2014    

Frau starb bei Brand im Antonius-Krankenhaus Wissen

Aktualisiert: Am Sonntag, 3. August, gegen 8 Uhr gab es Großalarm in Wissen: Brandausbruch im Antonius-Krankenhaus. Eine 53-jährige Frau kam ums Leben, zwei weitere Personen konnten über die Drehleiter gerettet werden, weitere Personen konnten rechtzeitig das Gebäude verlassen. Das psychiatrische Fachkrankenhaus hatte im Juni 2013 bereits nach einem Brand im gleichen Trakt ein Todesopfer zu beklagen. Eine erste Stellungnahme der Klinikleitung liegt vor.

Personen aus dem Seitentrakt des Antonius-Krankenhauses wurden mit der Drehleiter gerettet. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Wissen. Am Sonntagmorgen, 3. August, 8 Uhr beherrschte schrilles Sirenengeheul die Stadt. Im Antonius-Krankenhaus Wissen, im Seitentrakt brannte es in einem Zimmer. Zwar wurden vom Pflegepersonal direkt Löschversuche durchgeführt, allerdings ohne Erfolg.

Eine 53-jährige Frau kam ums Leben, zwei Personen wurden mit der Drehleiter von den Wehrleuten gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Zu weiteren Verletzten gibt es derzeit noch keine Angaben.

Für die Wehren aus der VG Wissen und den umliegenden Verbandsgemeinden und das DRK gab es Großalarm. Vor Ort waren rund 122 Einsatzkräfte der Wehren, rund 50 DRK-Helfer mit Notärzten waren vor Ort. Der Rettungshubschrauber, welcher vorsorglich angefordert wurde, kam nicht zum Einsatz.

Das Feuer war schnell gelöscht und unter Kontrolle, die Rettung der Menschen erfolgte über die Drehleiter aus dem Obergeschoss des Seitentraktes. Dort befindet sich auch die geschlossene psychiatrische Fachabteilung.
Dort brach der Brand aber nicht aus, sondern ein Stockwerk tiefer. Die Patientin war freiwillig zur Behandlung in der Klinik und nicht in der geschlossenen Abteilung. Es gab dann für die suchenden Einsatzkräfte schnell die Gewissheit: die Frau kam ums Leben.

Eine erste Stellungnahme der Klinikleitung zum Unglück gab Klinikleiter Mike Dörnbach. Vor Ort auch Klinikdirektor Karl Gessmann. Dörnbach: "Wir sind alle geschockt und tief traurig über das was hier heute morgen geschehen ist. Uns fehlen die Worte, und so geht auch unseren Mitarbeitern", sagte Dörnbach.

Entgegen anders lautenden Gerüchten und Meldungen war die 53-Jährige freiwillig in psychiatrischer Behandlung und auch nicht fixiert. "Es ist tragisch und für alle unfassbar, aber wir tun alles um zur Aufklärung beizutragen", stellte Dörnbach deutlich heraus.
Und noch etwas stellt Dörnbach richtig: Es wurden keine Mitarbeiter verletzt. Im letzten Jahr war sei das anders gewesen, damals war ein Pfleger beim Rettungsversuch schwer verletzt worden.
Der Schock sitzt wahrlich tief, bei allen Menschen die mit dem Krankenhaus verbunden sind, aber ganz besonders bei den Mitarbeitern und Angestellten der Einrichtung. Eine Wiederholung der Tragödie vom Juni 2013 hatte niemand für möglich gehalten. Ein besonderer Dank gilt allen jenen Angestellten, die wahrlich schnell und umsichtig reagierten.



Brandermittler und die Staatsanwaltschaft Koblenz sind im Einsatz im Krankenhaus. In dem überwiegenden Teil der Klinik läuft der normale Betrieb weiter, da er nicht von dem Brand betroffen ist.

Die Patienten konnten schnell nach dem Alarm evakuiert und im nahen DRK Haus, wo sich auch die Rettungswache befindet, untergebracht und betreut werden.

Bürgermeister Michael Wagener war kurz nach 8 Uhr an der Einsatzstelle und machte sich ein Bild vom Geschehen. Auch die ersten Angehörigen von Patienten trafen ein, dramatische Momente gab es für alle zu bewältigen.

Natürlich ist die Erinnerung an das Brandgeschehen vom 9. Juni 2013 noch lebendig, bei Einsatzkräften, Nachbarn des Krankenhauses und beim Personal. Damals gab es auch eine tote Frau, einen schwer verletzten Pfleger und vier verletzte Personen.

Es wird weiterhin aktualisiert und nachberichtet, sobald die offiziellen Stellungnahmen vorliegen. (hws)


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