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Nachricht vom 01.09.2014    

Schulanfänger müssen auf Straßenverkehr vorbereitet werden

Kurz vor Schulbeginn erinnert die Unfallkasse Rheinland-Pfalz an die Schulanfänger, die in Kürze unterwegs sind und intensiv auf den Straßenverkehr vorbereitet werden müssen. Denn die Zahlen sprechen für sich.

Foto: DGUV

Region. 69.054 Unfälle an Kitas und Schulen wurden der Unfallkasse Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr gemeldet. Dabei endeten zwei von insgesamt 5.261 Wegeunfällen in der Schülerunfallversicherung (SUV) tödlich. Neben Wegeunfällen ist als weiterer eindeutiger Unfallschwerpunkt der Sportunterricht in allgemeinbildenden Schulen zu identifizieren. Im Zusammenhang mit diesem Unterrichtsfach Sport ereigneten sich rund 40 Prozent aller Unfälle.

Die Unfallzahlen spiegeln sich in den Leistungen für Rehabilitation und Entschädigung wider. 2013 brachte die Unfallkasse in der SUV 4. 865.836 Euro für die Entschädigung von Versicherten auf. Dazu zählen etwa lebenslange Rentenzahlungen an Versicherte, die als Schüler bei einem Unfall schwerstverletzt wurden und seitdem dauerhaft beeinträchtigt sind. So beziehen 844 Versicherte aus der Schülerunfallversicherung laufende Rente (Stand 31.07.2014). Insgesamt 16.523.634 Euro flossen in die Rehabilitation von Kindern, Schülern und Studierenden. Darunter fallen z. B. Kosten für ärztliche Versorgung und Heilbehandlungen, Fahrtkosten zur Schule und Nachhilfe.

„Zwar gingen die Unfälle in der Schülerunfallversicherung im Vorjahresvergleich um 4,2 Prozent zurück, dennoch: Jedes verletzte Kind ist eines zu viel. Daher appellieren wir zum Schulbeginn an alle Verkehrsteilnehmer: In Kürze sind wieder junge Schulanfänger unterwegs. die auch in Straßenverkehr unerfahren und auf Unterstützung angewiesen sind“, betont Manfred Breitbach, stellvertretender Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

„Die Unfallkasse setzt sich gezielt dafür ein, Unfälle mit Kindern zu reduzieren, Leid, Schmerzen und Schäden zu vermeiden“, betont der stellvertretende Geschäftsführer der Unfallkasse. Daher habe man eine Reihe von Präventionsmaßnahmen mit Blick auf mehr Sicherheit im Straßenverkehr auf den Weg gebracht. „Dazu zählt auch das Projekt, Sicher zur Schule‘, bei dem wir Hand in Hand mit Partnern wie der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz zusammen arbeiten“, so Breitbach. Diese Aktion unterstützt Kita-Beschäftigte, Eltern und Kinder beim frühzeitigen Verkehrssicherheitstraining.

„Eltern sollten ihren Kindern beim Schulwegtraining erklären, was im Straßenverkehr zu beachten ist. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert“, unterstreicht Andreas Opfermann-Hauch, Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Rheinland-Pfalz.

Folgende Tipps gibt Andreas Opfermann-Hauch, Experte der Landesverkehrswacht, für den Schulanfang:

„Erstklässler gehören aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Kinder im Grundschulalter nehmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie können Gefahren nicht richtig beurteilen und haben Schwierigkeiten, Entfernungen und Geschwindigkeiten einzuschätzen und lassen sich noch leicht im Straßenverkehr ablenken.

•Ermitteln Sie den sichersten Weg zur Schule. Das ist nicht immer der kürzeste, aber mit Sicherheit der beste Weg.

•Gehen Sie den Schulweg mehrfach gemeinsam mit Ihrem Kind.

•Besprechen Sie dabei die Gefahrenpunkte auf dem Weg und erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Straße möglichst an gesicherten Stellen überqueren soll, also an Ampeln oder Zebrastreifen.

•Üben Sie mit ihm, wie es sich an ungesicherten Stellen richtig verhält.

•Rollentausch: Lassen Sie sich von Ihrem Kind zur Schule führen. Dabei soll es Ihnen erklären, was es sieht und was es deshalb tun möchte.

•Begleiten Sie Ihr Kind am Anfang auf dem Schulweg und prüfen Sie nach einer gewissen Zeit, ob es den empfohlenen Weg benutzt und ob es noch aufmerksam ist und Ihre Ratschläge beherzigt.

•Wenn Ihr Kind mit dem Schulbus oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, üben Sie auch hier das richtige Verhalten – an der Bushaltestelle, beim Ein- und Aussteigen und auch im Bus selbst.

•Eltern haben eine Vorbildfunktion! Bei Rot über die Straße laufen, weil die Zeit drängt, darf nicht sein. Ihr Kind kann es Ihnen nachmachen.

•Besser ist, den Tag harmonisch und ohne Eile zu beginnen. Emotionaler Stress oder Zeitdruck wirken sich negativ auf die Aufmerksamkeit eines Kindes aus, auch im Straßenverkehr.

•Stichwort „Eltern-Taxi“: Zu Fuß zur Schule zu gehen ist am gesündesten und trägt dazu bei, dass Kinder selbstständig werden.

•Appell an die Autofahrer: Nehmen Sie Rücksicht und fahren Sie in Schulgebieten besonders vorsichtig.“

Weitere Infos auch unter www.ukrlp.de.



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