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Nachricht vom 29.09.2014    

Auf den Spuren von Miss Marple-Darstellerin Margaret Rutherford

Auf den Spuren der legendären Miss Marple-Darstellerin Margaret Rutherford an den Originalschauplätzen der berühmten Filme wandelte eine Reisegruppe aus Deutschland und Österreich. Geführt wurde die Gruppe von Klaus Rödder aus Mittelhof-Steckenstein, ein anerkannter Kenner und Rutherford-Fachmann.

Als Reiseleiter führte Klaus Rödder (Mitte) die Teilnehmer zu den Originalschauplätzen der berühmten Miss Marple-Filme. Fotos: pr

Eine geführte Tour der besonderen Art erlebten zehn Teilnehmer am Wochenende vom 19. bis 21. September in England. Der Steckensteiner Klaus Rödder schrieb bereits 2009 die erste deutschsprachige Biographie über die Miss Marple Darstellerin Margaret Rutherford (1892-1972) und mit Unterstützung des TUI Partners Trinko aus Molln/Österreich verwirklichte er sich jetzt einen Traum.

Organisiert wurde eine geführte Miss Marple Tour zu den Originalschauplätzen der vier Filme im Nordwesten Londons in den Grafschaften Buckinghamshire, Hertfordshire und Berkshire mit Rödder als Reiseleiter und Rutherford-Fachmann.

Insgesamt zehn Hardcore-Fans, unter anderem auch der Krimiautor Robert C. Marley, fanden sich zu diesem sehr familiär gestalteten Treffen zusammen. Alle nächtigten im Kings Arms Hotel in Amersham/Buckinghamshire, welches schon als Kulisse für den Marple Film „Der Wachsblumenstrauß“ (1963) diente. Das Hotel stammt teilweise noch aus dem 15. Jahrhundert und war auch ein Drehort im Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ mit dem britischen Schauspieler Hugh Grant in der Hauptrolle.

Empfangen wurden die Gäste aus Deutschland und Österreich mit Cupcakes auf denen das essbare Konterfei von Miss Marple platziert war. Danach wurde eine kleine Wanderung durch die Ortschaft Amersham unternommen um erste Eindrücke zu sammeln. Und gleich befanden sich die Mitreisenden mitten in einem der vier Miss Marple Filmen. Der Torbogen durch den die Hobbydetektivin mit dem Rad fährt, die Polizeistation und das Kuratorium "Kap der guten Hoffnung - Stiftung zur Besserung der Jugend" aus dem Film „Mörder Ahoi“ konnten bestaunt werden.

Klaus Rödder führte die eingefleischten Fans zu den nahezu unveränderten Original-Drehorten und lies die Mitreisenden somit eine Zeitreise von über 50 Jahren in die Vergangenheit erleben. Unter anderem besuchte die Reisegruppe auch das Grab von Edgar Wallace, dem britischen Krimiautor, der mit 123 Kriminalgeschichten, die in 44 Sprachen übersetzt wurden und von denen 38 Filme unter deutscher Regie in den 60er und 70er Jahren gedreht wurden, den Menschen das Fürchten lehrte.

Der ganztägige Busausflug führte die Gruppe dann weiter über Denham, einem kleinen Ort, der scheinbar im 18. Jahrhundert stehengeblieben ist, und in dem das in allen vier Marple-Filmen zu sehende Wohnhaus der Miss Marple steht, weiter nach Sarratt zum Lokal „The Boot“, welches als „Hangman’s Rest“ in dem Marple-Film „Vier Frauen und ein Mord“ für die Eingangsszene Pate stand. Dort hat die Gruppe zu Mittag gegessen und danach das Grab ihres Idols Margaret Rutherford aufgesucht. Dieses befindet sich in der Stadt Gerrards Cross in Buckinghamshire.

An allen Original-Schauplätzen, die entsprechenden Häuser sind allesamt in privatem Besitz, wurde die kleine deutschsprachige Gruppe äußerst freundlich empfangen und niemand der Besitzer verweigerte ihnen das Fotografieren. Es fanden sich auch noch Zeitzeugen ein, die Anekdoten rund um die Dreharbeiten vor über 50 Jahren zum Besten geben konnten. Aber auch staunende Blicke warteten auf die Teilnehmer, als Passanten, die nichts von den Filmen wussten, plötzlich ihren Ort auf den von Klaus Rödder so liebevoll vorbereiteten „Vorher – Nachher“ Fotovergleich erkannten.

Beim gemütlichen 5-Uhr-Tee in Gerrards Cross händigte Klaus Rödders Freund Uwe Groll Tassen an die Teilnehmer aus. Diese waren mit Fotos der bereisten Schauplätze bedruckt, welche allesamt das fiktive Örtchen Milchester darstellen und als krönenden Abschluss gab es dann noch die „Milchester Gazette“ (die Zeitung existierte nur in den Filmen) druckfrisch vom Wochenende.
Die Begeisterung und der Dank der Gruppe an Klaus Rödder und Uwe Groll schlug sich in anhaltenden Beifall nieder. Auf der Rückfahrt zum Hotel hielt der Bus noch kurz an dem kleinen Bungalow, in dem Margaret Rutherford zuletzt wohnte und in dem auch ihr Ehemann Stringer Davis, der neben ihr in den vier Filmen als Mister Stringer brillierte, 1973 verstarb.
Am Abend saß man noch lange gemütlich bei einem Bier zusammen und lies den Tag Revue passieren. Aus der bunt zusammen gewürfelten Truppe entstanden Freundschaften, die sicherlich auch nach der Tour weiter ihren Gesprächsstoff um die schrullige, alte Schnüffeltante Miss Marple, alias Margaret Rutherford, finden.

Eine 20-minütige Fotoshow ist auf der Fanpage von Klaus Rödder www.margaretrutherford.com unter dem link „1. Geführte Tour“ zu sehen. Aufgrund des großen Erfolges dieser Tour ist geplant, im kommenden Jahr erneut auf Miss Marple‘s Spuren zu wandeln.

Klaus Rödder lädt zudem Interessenten ein, sein kleines privates Museum rund um Miss Marple zu besuchen, welches er liebevoll in Steckenstein eingerichtet hat, und in dem unter anderem ein Original Drehbuch zu „16 Uhr 50 ab Paddington“ , die Büste sowie Autogramme und unzählige Filmprogramme, Zeitungsausschnitte und Fotos der, 1967 von Königin Elizabeth II. geadelten Schauspielerin zu bestaunen sind. Eine vorherige Kontaktaufnahme für eine Terminvereinbarung über die Homepage ist erforderlich.


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Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
     


Kommentare zu: Auf den Spuren von Miss Marple-Darstellerin Margaret Rutherford

2 Kommentare
Wir durften bei dieser ersten Tour dabeisein und ja: wir haben wirkliche Freunde gefunden. Das sich 10 fremde Leute so super von Anfang an verstehen ist einzigartig!!! Wir haben 3 Tage lang gestaunt, gelacht und viiiiiiieeeeeel erfahren. Klaus und sein Mr. Stringer Uwe sind wunderbare Menschen!!! Vielen Dank für ein unvergessliches Erlebnis!!!!
#2 von Jutta und Bert, am 01.10.2014 um 08:22 Uhr
Dieser Bericht macht Appetit auf mehr. Sehr schön geschrieben.
#1 von Michael Riepe, am 30.09.2014 um 17:42 Uhr

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