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Nachricht vom 30.09.2014    

Neuer Anlauf für die Restgebäude der Germania-Brauerei

Es ist ein weiterer Anlauf, aus dem maroden Gelände und dem denkmalgeschützten Gebäude der einstigen Germania-Brauerei in Wissen, dessen Grundsteinlegung 1875 erfolgte, etwas Neues entstehen zu lassen. Erlebnisgastronomie im alten Sudhaus, ein Hotel und weitere attraktive Gastronomiebereiche sollen entstehen. 2016 soll die Eröffnung gefeiert werden.

Denkmalgeschützt ist das Sudhaus der Germania-Brauerei in Wissen, jetzt gibt es neue Pläne für Gastronomie und ein Hotel. Fotos: AK-Kurier

Wissen. Die Rumpfgebäude der ehemaligen Germania-Brauerei gelten schon lange als Schandfleck in Wissen. Nun gibt es eine Investorengruppe mit viel Heimatgefühl und auch konkrete Pläne. So soll aus dem denkmalgeschützten Sudhaus Räumlichkeiten für eine Erlebnisgastronomie entstehen, des Weiteren ein Hotel mit 80 Betten, ein Biergarten und insgesamt ein attraktives Ensemble.

Brauhaus und Hotel sowie Gastronomiebetrieb – eine Idee und die Planungen stellten gemeinsam Franz-Rudolf Sanktjohanser und Ulrich Schmalz vor. Die Eröffnung ist für 2016 anvisiert. „Dann wird der Kreis Altenkirchen 200 Jahre alt, das soll in der Mitte des Kreis auch gefeiert werden“, so Sanktjohanser.

Es ist nicht der erste Plan, der für das Gelände der einstigen Brauerei vorgestellt wurde. Aber jetzt ist scheinbar sehr konkret, es ist der dritte Anlauf, dort etwas Neues entstehen zu lassen. Ulrich Schmalz fungierte auch hier als Mittler und Moderator und brachte die richtigen Leute zusammen. Treibende Kraft war und ist ohne Zweifel Franz-Rudolf Sanktjohanser, der seine Heimatstadt sehr schätzt und liebt. Er wurde aktiv und aus einer idealistischen Haltung heraus fand sich eine vierköpfige Investorengruppe, die beschloss nun aktiv zu werden. Denn das Gelände birgt Potential, nicht nur die alte Industriekulisse mit der erhaltenswerten Architektur, auch die Nähe zum Kulturwerk, Regio-Bahnhof und Straßenanbindung an die B 62.

Es gibt nun eine große deutsche Brauerei die Interesse hat, der Name bei der öffentlichen Vorstellung der Pläne wurde nicht genannt, ebenso wenig wollte die Investorengruppe genannt werden. Die Suche nach einem Betreiber ist ebenfalls bereits Erfolgsversprechend. „Da ist einer in der engeren Auswahl, es gibt großes Interesse“, berichtete Sanktjohanser. Die Bewerbungen werden entsprechend geprüft, denn Hotel und Gastronomie sollen in einer Hand liegen.

Natürlich ist für die Brauerei und die Investoren ganz klar: Sie machen das Projekt nur dann, wenn der Steg (Fußgängerbrücke zum Kulturwerk) kommt und zwar zügig. Diese Verknüpfung mit dem Kulturwerk macht ja auch Sinn, denn dann könnte das Kulturwerk auch als Tagungsort mit Hotelanbindung genutzt werden. Ebenso könnte der Betrieb, der dann entsteht das Catering im Kulturwerk leisten.
Von rund 5,5 Millionen Euro Investitionssumme geht Sanktjohanser aus. Die Pläne seien weit fortgeschrieben, auch die Gespräche mit dem Eigentümer, der Familie Theis verliefen positiv. Der Rewe-Theis Markt, damals schon so geplant und stabil gebaut, das aufgestockt werden kann, wird dann entsprechend einen Teil der neuen Anlage tragen. Das Brauhaus soll einmal rund 250 Sitzplätze bieten, ein Saal ist vorgesehen und ein Biergarten, der im Winter als Eisfläche zum Schlittschuhlaufen einlädt. Der alte Flaschenkeller soll abgerissen werden.
Aber jeder Investor und jeder Betreiber brauche Sicherheit und ein Pächter auch die Chancen, die Miete zu zahlen. Dafür brauche es jetzt auch die Unterstützung aller zuständigen Gremien, sei es die Politik und die Verwaltung. „Denn Wissen hat Potential und rundum ein großes Einzugsgebiet, Bahnanschluss und Bundestraße sind wichtige Faktoren“, stellte Sanktjohanser heraus.
Nicht zuletzt ist Kulturwerk zu einem überregional bekannten Magneten geworden, Bahnhof, das neue Altstadtumfeld und vieles mehr habe sich zum Positiven verändert. Das geplante Brauhaus könnte ein Tüpfelchen auf dem i werden. (hws)



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Kommentare zu: Neuer Anlauf für die Restgebäude der Germania-Brauerei

6 Kommentare

Klingt wirklich gut. Meiner Meinung nach ist das alte Gebäude absolut erhaltenswert. Erlebnisgastronomie kann ich mir dort sehr gut vorstellen. Bleibt nur abzuwarten, ob das wirklich was gibt. Die Chancen stehen ja nicht schlecht, schließlich scheint es eine rein private Initiative zu sein.
#6 von Markus Bläser, am 03.10.2014 um 08:01 Uhr
ich finde es klasse das sich mit der wiederbelebung des Areals der Germania Brauerei beschäftigt wird und ein Stück Tradition nicht einfach dem Erdboden gleichgemacht werden soll. Wer wissen will wie so ein Hotel aussehen kann der sollte sich mal die Homepage des Hotels Volksschule in Hamburg anschauen. Sowas würde nicht nur in Hamburg einladen.
#5 von Heiko Kahn, am 01.10.2014 um 15:48 Uhr
Das alte Brauereigebäude spaltet die "Nation" Wissen. Einerseits ein Schandfleck für die Stadt und andererseits ein historisches und erhaltenswertes Gebäude! Ich finde die Idee, die hier angepriesen wird lobenswert und ich denke mal auch realisierbar. Wissen darf sich aber hierfür nicht noch mehr, als ohnehin schon geschehen, verschulden. Zukunftsschmiede Wissen muss jetzt in der Gegenwart beginnen und nicht warten, bis die Zukunft irgendwann Vergangenheit ist.
#4 von Klaus Rödder, am 01.10.2014 um 14:05 Uhr
"Das geplante Brauhaus könnte ein Tüpfelchen auf dem i werden."

--> Finde ich auch. Es hat sich die letzten Jahre viel getan. Man darf sich auf den Lorbeeren aber nicht ausruhen.
#3 von Lea, am 01.10.2014 um 14:05 Uhr
Ich bin sehr froh, dass man sich offenbar durchgerungen hat, dieses Brauereigebäude zu erhalten. Wissen macht das richtig. Hoffentlich geht nicht zuviel von dem alten Flair verloren. Den Begriff Erlebnisgastronomie habe ich schon mal gelesen. Ich meine in Betzdorf. Aber erklingt richtig gut und spannend. Freue mich, wenn es endlich soweit ist.

#2 von C. Oberender, am 01.10.2014 um 08:22 Uhr
Die Ideen der beiden Herren, U. Schmalz u. F.-R. Sanktjohanser hören sich gut und voller Optimismus an. Mitte der 80er Jahre wurde über eine Erlebnis Gastronomie in der alten Germania Brauerei gesprochen. Ebenfalls in den letzen Jahren über die Umwandlung der Rathausstraße in eine Fußgängerzone. Leider blieb es bei der Planung.Das Gelände der ehemaligen “Germania Brauerei“ wird wieder thematisiert. Es soll in eine Erlebnisgastronomie mit Hotelbetrieb umfunktioniert werden.Der Fußgängerübergang vom Bahnhof zum Kulturwerk ist hier ein Muss um das Projekt zum Ziel zubringen.Weitere Aktivitäten der Beiden, "Wissens Neue Mitte". Hier sollten Sie transparent werden um die finanziellen Kräfte von weiteren Wissener Investoren zu bündeln, damit es nicht nur bei der Planung bleibt und die Kosten davon galoppieren.
Projekt Zukunft Wissen hat begonnen. Hoffen wir nun das alle geplanten Projekte realisiert werden.
Zitat: Es gibt keine Zufälle. Es fällt einem das Zu was fällig ist.


#1 von Franz-Josef Link, am 01.10.2014 um 08:21 Uhr

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