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Nachricht vom 05.10.2014    

Friedensfahne in Koblenz gehisst

Die ersten Etappen hat Hermann Reeh vom Weltladen erfolgreich gemeistert. Am Deutschen Eck hisste er die Friedensfahne, ebenso in Bonn am Denkmal der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner

Vor dem Standbild von Kaiser Wilhelm am Deutschen Eck in Koblenz hisste Hermann Reeh die Friedensfahne.

Betzdorf. 250 Kilometer möchte Hermann Reeh vom Weltladen Betzdorf mit dem Fahrrad zurücklegen, um ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt zu setzen und Spenden für die Opfer von Krieg und Gewalt zu sammeln. Die ersten beiden Teilstrecken von insgesamt 224 Kilometern hat Reeh schon zurückgelegt.

Am Deutschen Eck mit dem Denkmal von Kaiser Wilhelm I. verteilte Hermann Reeh Handzettel mit Informationen zu Wilhelm I. und einem Antikriegsgedicht von Matthias Claudius mit dem Titel „Kriegslied“. „Die meisten Menschen am Deutschen Eck reagierten interessiert und zustimmend“, so Reeh, „allerdings wussten nur wenige, wessen Standbild auf dem Sockel steht.“ Ein Friedensdenkmal am Deutschen Eck sei angemessener, meint Hermann Reeh. Bei soviel Besuchern aus aller Welt würde ein Bekenntnis zum Frieden unserer heutigen Sehnsucht eher Ausdruck verleihen als der kriegerische Wilhelm, glaubt Reeh.

Von Koblenz ging es vorbei am Friedensmuseum „Remagener Brücke“ nach Bonn zum Bertha-von-Suttner-Platz. Bertha Freifrau von Suttner (1843 – 1914), die Begründerin der deutschen, österreichischen und ungarischen Friedensgesellschaft kämpfte genauso leidenschaftlich gegen den Antisemitismus und die Unterdrückung der Frauen, wie sie für den Frieden und die internationale Verständigung Partei ergriff. Ihr Roman „Die Waffen nieder!“ (1889) wurde zum Bestseller, verschaffte ihr Weltruhm und gewann weite Kreise für die Friedensbewegung.
Ihrer Initiative ist es zu verdanken, dass der Friedensnobelpreis gestiftet wurde, den sie 1905 als erste weibliche Preisträgerin erhielt. „Für Bertha von Suttner trifft die Aussage zu „Mut ist, Waffen mit Worten zu bekämpfen“, ist Reeh überzeugt.




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In Bonn wurde Hermann Reeh von seinen Enkelinnen Lilja und Juna begleitet, die dort wohnen. „Um unseren Enkelinnen und Enkeln eine friedliche Zukunft zu sichern, müssen wir die Forderungen von Bertha von Suttner zum Leitbild der Politik machen“, folgert Hermann Reeh. Inzwischen hat Hermann Reeh das Ziel der 2. Etappe Nideggen im Rurtal erreicht.


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