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Nachricht vom 09.10.2014 - 17:46 Uhr    

Gegen den Pflegenotstand: Altenpflege ist mehr als Beruf

Zur Umsetzung einer Kampagne der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz hatte der DRK-Kreisverband Altenkirchen am Donnerstag, 9. Oktober, Pflegedienste aus den Verbandsgemeinden Altenkirchen/Flammersfeld, Politiker und Personen, die beruflich und sozial mit der Altenpflege verbunden sind, sowie die Presse an ihren Stand auf dem Wochenmarkt in Altenkirchen eingeladen.

Die Teilnehmer der Kampagne auf dem Altenkirchener Wochenmarkt, sie warben für die Berufe der Altenpflegen, denn der Pflegenotstand geht auch am Kreis Altenkirchen nicht vorbei. Fotos: Manfred Hundhausen

Altenkirchen. Während des Markttreibens in Altenkirchen warteten Angestellte des DRK mit einer ungewöhnlichen Kampagne auf. Sie legten 50-Cent Münzen mit einem zusätzlichen Aufkleber in der Fußgängerzone aus, um mit dieser Aktion für Gesprächsstoff und Aufmerksamkeit für eines der wichtigsten Themen der heutigen Zeit, nämlich die Pflege alter und kranker Menschen zu sorgen.

„Es geht bei dieser Kampagne nicht darum nur den Pflegedienst des DRK in den Vordergrund zu stellen oder zu bewerben, sondern einzig und allein darum, junge Menschen für das Berufsbild des Altenpflegers zu begeistern und das Image der Pflegeberufe in der Bevölkerung zu verbessern“, erläuterte MdL Dr. Peter Enders, anwesend in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie des rheinland-pfälzischen Landtages.

Neben Dr. Peter Enders, waren als Gesprächspartner gekommen:
Joachim Brenner, Referatsleiter der Sozialverwaltung der Kreisverwaltung, Heinz Düber, 1. Beigeordneter der VG Altenkirchen, stellvertretend für Bürgermeister Hejo Höfer, Andreas Artelt, Leiter des DRK-Seniorenheimes Altenkirchen, Birgit Pfeiffer, Pflegestützpunkt der Verbandsgemeinden Altenkirchen/Flammersfeld, Alfons Lang, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Altenkirchen, Anne Schneider, Leiterin des Sozialen Service im DRK-Kreisverband (Fachbereich Altenpflege). Weitere Pflegedienste aus den Verbandsgemeinden Altenkirchen/Flammersfeld waren ebenfalls zu diesem Termin eingeladen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass für mehr Wertschätzung in der Pflege geworben und auf die schönen und interessanten Seiten der Pflegeberufe aufmerksam gemacht werden sollte. Eines der größten Hindernisse, junge Menschen für einen Pflegeberuf zu begeistern bestehe in der nicht angemessenen niedrigen Entlohnung.
Auf die demographische Entwicklung und den daraus resultierenden Pflegebedarf im Kreis Altenkirchen wies Joachim Brenner noch einmal mit einigen statistischen Zahlen hin.

Bernhard Alsen von der Berufsbildenden Schule (BBS) appellierte an den Politiker Enders, sich im Landtag nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die ausbildenden Institutionen einzusetzen. Es bestehe ein großer Mangel an qualitativ guten Ausbildern.

Altenpflege ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Je mehr ältere Menschen es gibt, desto größer wird die Bedeutung dieses Berufes. Deswegen ist es besonders wichtig die richtigen Nachwuchskräfte für diesen anspruchsvollen Beruf zu finden. Daran ließen die Teilnehmer keinen Zweifel.

Wer in die Altenpflege möchte, sollte bestenfalls eine 3-jährige Ausbildung machen, in der alle notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden. Am besten man probiert es einmal mit einem Praktikum aus, um festzustellen welche Vorteile dieser Beruf bietet. Weitere Informationen, Tipps und Adressen für Interessierte unter www.pflegesignal.de (PHW)



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