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Nachricht vom 10.10.2014    

Feierliche zweite Amtseinführung von Bernd Brato in Betzdorf

Die Stadthalle Betzdorf war Schauplatz der festlichen Ratssitzung mit vielen Gästen aus Anlass der erneuten Amtseinführung von Bürgermeister Bernd Brato. Es gab den Rückblick auf die Amtszeit und viele Wünsche für die nun beginnende zweite Zeit als Verwaltungschef. Brato selbst sieht Betzdorf auf einem guten Weg.

Bürgermeister Bernd Brato (links) bekam vom ersten Beigeordneten Bernd Rödder seine Urkunde zur zweiten Amtseinführung überreicht. Foto: anna

Betzdorf. Mit einer stattlichen, oder nahezu sozialistischen Mehrheit von über 80 Prozent sei Bürgermeister Bernd Brato am 25. Mai wieder zum Bürgermeister gewählt worden, berichtete Bernd Rödder, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Betzdorf, in seiner Rede zur Amtseinführung des Rathauschefs.

Entsprechend diesem Wahlergebnis gestaltete sich dann auch die erneute Amtseinführung Bratos mit Musik und vielen Gästen. Rödder begrüßte im Saal der Stadthalle die Besucher zur dritten offiziellen Ratssitzung nach der Wahl vom 25. Mai, die nur den einen Tagesordnungspunkt der Amtseinführung beinhalte. Namentlich grüßte der Beigeordnete die Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach und Thorsten Wehner, Landrat Michael Lieber, sowie Vertreter der beiden Religionsgemeinschaften, die Bürgermeister des Kreises Altenkirchen beziehungsweise deren Beigeordnete, die Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde, die Beigeordneten, die Mitarbeiter der Verwaltung, den Wehrleiter und die Wehrführer der VG, Vertreter der Wirtschaft, die Schulleiter und noch einige mehr.

Ein besonderer Gruß galt aber der Familie des Bürgermeisters, seiner Frau Susanne, sowie den Kindern Larissa, Moritz und Niklas. In den vergangenen knapp acht Jahren sei es gelungen, einen nahtlosen Übergang von der „Ära Lieber“ in die „Ära Brato“ zu schaffen, so Rödder. Dabei spielte das Wort „gemeinsam“ eine große Rolle, denn gemeinsam werde in Betzdorf gestaltet, entwickelt und der Ort zukunftssicher gemacht. Dies alles gemeinsam mit den Menschen, den Vereinen und den Mitgliedern von Rat und Mitarbeitern der Verwaltung.
Der Beigeordnete erinnerte an die Einrichtung der Regionalen Entwicklungsgesellschaft Betzdorf, die Revitalisierung des Lampertz-Geländes und die Verwirklichung des Breitbandprojektes und er gab sich überzeugt, dass Brato auch weiterhin daran arbeiten werde, seine Heimatstadt so zu gestalten, dass sie im Wettbewerb der Städte und Gemeinden bestehen könne.

Landrat Lieber meinte, das Amt des Bürgermeisters und auch des Landrates, gehörte zu den schönsten Ämtern im Land, denn es berge viel Gestaltungsmöglichkeit. Um erfolgreich zu sein, dürfe diese Arbeit aber nicht von Misstrauen geprägt, sondern müsse tolerant und offen gelebt werden. Als Ratsvorsitzender und Verwaltungschef bedürfe dies einer klugen Menschenführung, dass all dies in Betzdorf der Fall sei, habe das Wahlergebnis vom 25. Mai bestätigt.
Als Vertreter der Fraktionen sprach Joachim Renfordt ein Grußwort und auch er hatte, wie alle Redner des Abends nur lobende Worte für Brato. Bei dessen Amtsantritt vor acht Jahren habe dieser von einem „offenen Rathaus, mit offenen Türen und Fenstern“ gesprochen und genauso handhabe der Bürgermeister seine Amtsführung, um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger zu hören. Brato habe den Mut gehabt in Betzdorf neue Wege zu gehen.

Bürgermeisterkollege Rainer Buttstedt sprach für die Bürgermeister des Kreises und drückte seine Worte im Fachjargon der Fußballer aus. Brato habe immer fair gespielt und die Mitspieler und Gegner beachtet. Niemand werde von ihm gefoult und er sei stets an der Weiterentwicklung der Stadt interessiert.

Im Namen der vier kleinen, zur Verbandsgemeinde zählenden Ortsgemeinden, sprach Michael Wäschenbach und fügte den Vorreden hinzu, dass Brato sich durch die Fähigkeit zur Veränderung auszeichne. Die Verbandsgemeinde sei ein großes Gemeinschaftswerk und er hoffte auch für die Zukunft auf ein Miteinander auf Augenhöhe, sowie gleichberechtigte Zusammenarbeit.
Im Namen des Personalrates der Veraltung trat Anja Schäfer ans Mikrophon. Sie berichtete davon, dass die rund 150 Mitarbeiter relativ schnell nach Bratos Einzug in das Rathaus dessen Vorzüge kennengelernt hätten und man zu einem Team zusammengewachsen sei. Brato habe sich als verlässlicher und fairer Vorgesetzter erwiesen, sie wünschte auch für die zweite Amtszeit ein weiterhin gutes Miteinander.

Brato selbst bedankte sich zu Beginn seiner Rede bei den Wählern für den ihm entgegengebrachten Vertrauensvorschuss und bei der Stadtkapelle unter der Leitung von Sascha Becher, für die musikalische Umrahmung der Feierstunde. Einen besonders großen Dank sprach er seiner Familie aus. „Ich bin stolz auf Euch. Ihr seid mein Herz“, bekundete der Familienmensch und sagte wie wichtig ihm besonders der Rückhalt und die Unterstützung durch seine Frau Susanne sei.

Der Bürgermeister selbst richtete in seiner Rede den Blick nach vorn in die Zukunft, auf die Aufgaben die anstehen. Hier gelte es besonders die Finanzen im Blick zu behalten, aber auch die Schulstandorte und das Feuerwehrwesen, sowie die geänderte Gesellschaft und die dadurch geänderten Bedürfnisse der Menschen. Gesundheit und alles was damit zusammenhänge wären ein Thema der Zukunft und Brato berichtete vom geplanten Ärztezentrum in Scheuerfeld.
Sein ganz persönliches Steckenpferd ist jedoch der Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Hier gelte es nun die Unternehmen mit Glasfaserkabel direkt zu versorgen. Bisher habe man in das Breitbandprojekt 2,2 Millionen Euro investiert, doch Brato ist sich sicher, dass dies jetzt schon bedeutend mehr Wert habe und man somit einen Schatz vergraben habe. Brato sieht Betzdorf in Zukunft auf dem digitalen Weg als „smart City“ und möchte „Hotspots“ im gesamten Stadtgebiet aufbauen. Den dazu benötigten Sachverstand möchte er aus der freien Wirtschaft in die Verwaltung holen. Der Bürgermeister möchte nach den Grundsätzen freier Unternehmen die Zukunft von Betzdorf gestalten. (anna)


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Kommentare zu: Feierliche zweite Amtseinführung von Bernd Brato in Betzdorf

4 Kommentare
Ich bin nicht aus Betzdorf, habe aber diesen Bericht und die Kommentare gelesen.
Donnerwetter, da hat aber jemand gehörig Geltungsbedürfnis. Meine Güte, hier geht es um die Amtseinführung eines Bürgermeisters eines Provinzstädtchens! Das ist schon sehr dick aufgetragen. Ich kenne weder den Herrn Brato, noch den Herrn Lieber. Aber sehe ich den Vergleich der beiden Amtsübernahmen, muss ich doch Frau Denkhage zustimmen, dass die Einführung in die zweite Amtszeit des Landrates wesentlich sympathischer vonstatten ging; vor allem aber kostenneutral und nicht zu Lasten des Steuerzahlers. So sollte und muss es sein, wenn jemand in der Politik wirklich beim Bürger ankommen will. Was da in Betzdorf ablief ist schon sehr dick aufgetragen. Mich ärgert derartige Geldverschwendung sehr. Das musste weiß Gott nicht sein.
#4 von Wilfried Klein, am 18.10.2014 um 07:18 Uhr
Liebe Sylvia, lieber Herr Schneider, ich stimme ebenfalls mit Ihnen überein. Wie man es macht, hat Landrat Lieber beispielhaft gezeigt: Im Rahmen der ohnehin terminierten Kreistagssitzung wurde er in seine zweite Amtszeit eingeführt - ohne Glanz und Gloria! Das zeigt: Es geht doch ...
#3 von Marga Denkhage, am 14.10.2014 um 12:27 Uhr
Liebe Sylvia, ich stimme Ihnen voll und ganz zu und halte Ihre Einstellung auch für die richtige. Eine Amtseinführung kann im kleinen Kreis stattfinden. Mich stört es nur, dass wir als Steuerzahler auch zur Kasse gebeten werden, da es ja eine offizielle Ratssitzung war. Die Aufwandsentschädigungen stammen nämlich aus dem Steuersäckel, Das ist zwar legitim, aber nicht die feine Art. Meine Meinung! Ich will Herrn Brato aber nicht pauschal anprangern. Er hat diese Art der Amtseinführung nun mal gewählt und damit, so sage ich einmal: Basta!
#2 von W. Schneider, am 14.10.2014 um 07:47 Uhr
Glückwunsch... aber: muss das immer so pompös sein? Das kostet doch alles Geld. Gerdae in Betzdorf wo es an allen Enden kneift hätte ich es vom Bürgermeister, der doch so bürgernah sein möchte,schon erwartet, dass er diese Amtshandlung im kleinen Rahmen stattfinden lässt. Das wäre ein tolles Zeichen gewesen. Eine Ruhebank hier oder ein Baum oder Zuschüsse für die Jugend, die Senioren oder die Vereine, das wäre ein gutes und wirklich bürgerfreundliches Zeichen gewesen. Davon hätten alle was gehabt. Ich fand die Sache arg übertrieben. So sollte Herr Brato möglichst nicht weitermachen. Ich will nicht mißverstanden werden. Jeder kann machen und sein Geld ausgeben wofür er will. Trotzdem bleibe ich dabei, dass diese Form der Wiederamtseinführung nicht sein musste.
#1 von Sylvia T., am 10.10.2014 um 17:24 Uhr

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