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Nachricht vom 13.10.2014    

Elfen, Feen und Trolle im Kreis-Bergbaumuseum

Abtauchen in die Welt der Sagen, Mythen und der Fantasiewelten der Literatur und der Filme konnte Besucher der Ausstellung "Sagenhaftes Schaubergwerk" in Herdorf-Sassenroth. Das Kreis-Bergbaumuseum hatte mit den Figuren der Künstlerin Silke Janas-Schlösser zur besonderen Ausstellung eingeladen und die Besucher ließen sich verzaubern.

Silke Janas-Schlösser und Marius Schlösser hatten eine zauberhafte Welt ins Bergbaumuseum des Kreises gebracht. Fotos: anna

Herdorf-Sassenroth. Das Kreis Bergbaumuseum war am Wochenende, 11/12. Oktober, ein Anlaufpunkt für alle Fans der Märchen, Sagen und Mythen sowie der Fantasy-Literatur oder der Filme. Silke Janas-Schlösser zeigte dort zum vierten Mal ihre Elfen, Trolle sowie sonstige Vertreter des "kleinen Volkes" und verwandelte das Museum so in ein „Sagenhaftes Schaubergwerk“.

Die Ausstellung sei immer etwas ganz Besonderes erklärte Museumsleiter Achim Heinz und werde daher auch stets nur für zwei Tage gezeigt. Die Bergleute früherer Zeiten hätten durchaus an die reale Existenz von Berggeistern, Trollen und anderen Wesen geglaubt, daher habe diese Ausstellung auch durchaus einen Bezug zum Bergbaumuseum.

Sonntagnachmittag, als die letzten Besucher im Aufbruch waren zog Heinz ein positives Fazit aus der Veranstaltung und war mit der Besucherresonanz sehr zufrieden. War die hauptberufliche Puppenkünstlerin Silke Janas-Schlösser vor vier Jahren noch alleine in Sassenroth, so hatte sie diesmal ihren Sohn Marius Schlösser mitgebracht. Der junge Mann ist ebenfalls ein Anhänger der Fantasie-Figuren und bringt diese wunderschön zu Papier.

Marius Schlösser studierte Kunst und Design und unterrichtet dies heute. Seine Zeichnungen zeigen aufwendig gestaltete Figuren mit filigran gemusterten Rüstungen oder in wallende Stoffe gehüllte Charaktere. Er hatte eine kleine Auswahl seiner Werke mitgebracht. Seine Mutter hatte neben ihren mehr als 100 Figuren auch hübsch gestaltete Fotobücher dabei, worin ihre kleinen Märchenwelten zu bestaunen waren.

Im Schaubergwerk selbst stand ein lebensgroßer Mann mit weißem Haar und langem Bart, der an den Zauberer Gandalf aus "Herr der Ringe" erinnerte. Eine alte Hexe erweckte den Eindruck als sei sie gerade dem Märchen von Hänsel und Gretel entschlüpft. Einige lustige Trolle hatten sich auch in den dunklen Gängen verteilt und schauten die Besucher teils genau so neugierig an wie diese sie. Es waren nette Vertreter ihrer Art, mit dicken Nasen und teils lustig blitzenden Augen. Auch der große rote Drache war nicht beängstigend, er erschien immer mal wieder aus dem Berg heraus als Projektion auf einer Leinwand.



Sogar ein ganzes Elfen-Schloss hatte im Bergwerk Platz gefunden. Im oberen Stockwerk des Bergbaumuseums waren noch viele weitere märchenhafte Gestalten in Vitrinen untergebracht. Zauberhafte Elfen und Feen, kleine und große Trolle und sogar Weihnachtstrolle in einer Winterlandschaft. Die kleinen Leute bewohnten hübsche kleine Puppenstuben oder zauberhafte teils windschiefe Häuschen. Je länger man die einzelnen Szenerien betrachtete, desto mehr Einzelheiten fielen einem auf. Liebevoll und aufwendig waren die zahlreichen Details gestaltet und angeordnet.

Ganz bestimmt haben sich nicht nur einige Kinder in diese friedlichen Märchenwelten hinein gewünscht. Die Ideen zu ihren Figuren holt die Künstlerin sich in Filmen und Büchern. Am Anfang stehen immer eine Skizze und einige Stichworte. Danach werden Kopf, Hände mit Unterarmen und Füße mit Unterschenkeln aus einer Kunststoffmodelliermasse geformt. Der Körper besteht aus einem biegsamen Drahtgeflecht, so dass die kleinen Gestalten beweglich sind. Die Kleidung der Figuren sind ebenfalls Entwürfe der Künstlerin.
Der so gestaltete Prototyp geht dann in die Manufaktur von Sonja Hartmann (Fa. Heart & Soul / Team Creatif) dort werden die Unikate dann vervielfältigt, denn Silke Janas-Schlösser hat Kunden in aller Welt die ihre Märchenwesen erwerben.

Den Rahmen der Sonderausstellung im Kreis Bergbaumuseum nutzte Museumsleiter Achim Heinz dazu, aus seinem Roman „Tagesbrüche“ zu lesen, etwa 20 Interessierte tauchten mit ihm ein die die Geschichte rund um den Bergbau und das Leben von Menschen zweier unterschiedlicher Epochen. (anna)


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