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Nachricht vom 07.08.2008    

Drei erlebnisreiche Tage in Molzhain

Drei erlebnisreiche Tage erlebten 96 Kinder aus Weyerbusch und Umgebung in der Jugendfreizeitstätte in Molzhain. Ihnen wurde mit Fahrten in den Tierpark Niederfischbach, zur Grube Bindweide, ins Kino nach Hachenburg und in den Basaltpark bei Bad Marienberg ein tolles Programm geboten.

Staudammprojekt

Weyerbusch. Der Förderverein der Bürgermeister-Raiffeisen-Grundschule Weyerbusch hatte die Jungen und Mädchen des ersten bis vierten Schuljahres zu drei tollen Erlebnistagen eingeladen. Im Vorfeld hatte der Förderverein bereits viel Unterstützung für seine Aktion von der Geschäftswelt bekommen. Auch vier Ortgemeinden - Birnbach, Hasselbach, Kircheib und Oberirsen - unterstützten den Förderverein. Startpunkt war für 96 Kinder und 30 Betreuer der Sammelpunkt Birnbacher Grillhütte. Um die Kindergruppen und Altersklassen besser auseinander halten zu können, hatten die Organisatoren sich der farblichen Unterscheidung bedient. Sponsoren hatten Kappen, T-Shirts und Schlechtwetteranzüge in den Farben Rot, Grün und Blau gestiftet. So hatten die Betreuer keine Probleme, ihre Schützlinge jederzeit zu finden und die Kinder ihrerseits die Möglichkeit, auf einen Blick zu erkennen, wo ihre Leute sich aufhielten. Damit die Sache noch deutlicher für die Betreuer und Kinder wurde, hatten auch alle ihren Vornamen auf den T-Shirts stehen. Einen sozialen Anstrich hatten die "Ferien-Aktions-Tage" auch noch dahingehend erhalten, dass Kinder, die nicht in den Urlaub fahren konnten, hier kostenfrei mitmachen durften, andere, die sich das finanziell leisten konnten, trugen ihre Kosten selber. Ein System, das die Fördervereinsleitung befürwortete und das wunderbar funktionierte.
Nach einem großen Verabschiedungs-Zeremoniell düsten die "Abenteurer" in Richtung Molzhain, wo sie nach den ersten Aktionen am Abend in der Jugendfreizeitstätte ihr Quartier bezogen. Klasse fanden es die Jungen und Mädchen, in diesen großen Zelthäusern zu wohnen. Als idealen Erholungsplatz empfanden alle Teilnehmer diese Einrichtung. Hier wird fast alles geboten: Klettergerüste, Torwand, Bolzplatz, Spielplatz, Korbball, Rolltonne, Schwebebalken und vieles mehr, genug, um ständig etwas Anderes machen zu können. Auch die Räumlichkeiten für Wohnen, Küche und Sanitäreinrichtungen waren vortrefflich.
Die erste Erlebnisaktion führte in den Tierpark Niederfischbach, wo es nicht nur im weitflächigen Gelände eine Menge heimischer Tierarten gab, die gestreichelt und gefüttert werden konnten, es gab auch Exoten wie die Wisente, Emus und Lama. Ein großer Spielplatz diente den Kindern, die noch nach dem Rundgang überschüssige Energie verbrauchen mussten, als Aktionsplatz. Ein tolles Erlebnis bot sich den Jungen und Mädchen in der dortigen Falknerei. Milan, Falke, Habicht, Bussard und Adler zeigten ihre Qualitäten und Flugkünste, rauschten dicht über die Kinderköpfe dahin um sich an gewohnter Stelle einen Beobachtungsposten zu suchen.
Im Basaltpark Bad Marienberg gab es ebenso interessante Dinge zu sehen. Die dicken Basaltstangen, Baumaterial das in alle Welt geliefert wurde und wird, so auch zum Deichbau an die Nordseeküste. Der Basaltbruch und die Be- und Verarbeitungsstätten wie auch die vielen Informationstafeln gaben Auskunft über die Geschichte des Basaltvorkommens. In einem Fragespiel wurden die Kinder gefordert ihre neuen Erkenntnisse zu dokumentieren. Parallel dazu erfuhren die Kinder auch etwas über die dortige Vogelwelt.
Einen etwas ruhigeren Tag verlebten die Weyerbuscher im Hachenburger Kino. Ein ganzes Kino wurde nur von den Weyerbuschern belegt. Angetan waren die Kinobetreiber von der Gruppe: Die verließ das Kino ,wie sie es betreten hatte. Kein Krümel Popkorn, Chips oder Papier bedeckte den Boden. Den Abschluss einer unvergesslichen Erlebnisaktion lieferte die Welt unter Tage. Die Weyerbuscher Schulkinder besuchten das Besucherbergwerk die Grube Bindweide. Im Haupthaus wurde erzählt, um was es sich hier handelt und dort wartete auch schon die Grubenbahn. Eingekleidet in gelbe Schutzjacken und versehen mit Schutzhelmen fuhr man in den Stollen, der gut 90 Meter unter Tage liegt, ein. Dort unter Tage sahen und erlebten die Kinder und ihre Betreuer, wie vor über 100 Jahren die Menschen arbeiten mussten. An einem Gerät demonstrierte der Steiger, wie laut der Presslufthammer war. In welchem Dämmerlicht gearbeitet wurde, sahen die Kinder, als das Licht ausgeschaltet wurde und nur noch die wenigen Steigerlampen brannten. Vor Dem Grubenhaus standen als Denkmal ein riesiges Förderrad und eine alte Lorenbahn. Den Weg zum Besucherbergwerk und zurück hatten die Kinder in einer kleinen Wanderung absolviert. So schmeckten am Abend das Stockbrot und die Stockwurst noch mal so gut. Den Nachmittag verbrachten die Kinder bei strahlendem Sonnenschein auf dem gesamten Freizeitgelände. Am Abend gab es noch eine Überraschung, als Lehrer Harald Lauterbach mit seiner Gitarre erschien und am Lagerfeuer Lieder anstimmte. Nach drei Tagen Abenteuer und großen Erlebnissen warteten die Eltern bereits an der Birnbacher Grillhütte auf ihre Sprösslinge. Die beiden Fördervereinsvorsitzenden Matthias Hopp und Michael Brenner bedankten sich zum Abschluss der dritten und wieder gelungenen Aktion ganz besonders bei den Eltern, die als Betreuer Mitverantwortung übernommen hatten. Auch bei den Eltern, deren Kinder schon nicht mehr in Weyerbusch zur Schule gehen. Ein herzliches Dankeschön galt den die Sponsoren, ohne die solche eine große Aktion nicht zu finanzieren gewesen wäre. Die Organisatoren wünschten sich in dem Zusammenhang auch eine größere Mitgliederzahl, denn nur knapp 60 Prozent der Eltern seinen Mitglieder im Förderverein. Dabei betrage der Jahresbeitrag gerade mal 12 Euro, umgerechnet gerade einen Euro pro Monat, also für jeden erschwinglich. (wwa)
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Am kleinen Bach entstand ein neuer Staudamm. Fotos: Team Wachow


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