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Nachricht vom 26.10.2014    

Wissener Feuerwehr probte Ernstfall im Azurit-Seniorenzentrum

Eine schwierige Lage in der engen Wohnbebauung von Birken-Honigsessen hat das Azurit-Seniorenzentrum wenn ein Ernstfall eintritt. Nur eine Straße und nur eine Zufahrt. Anlass für den Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Wissen, eine Übung durchzuführen. Damit lernen Einsatzkräfte das Terrain und natürlich auch das Gebäude besser kennen.

Beginn der Übung am Azurit-Seniorenzentrum Birken-Honigsessen. Fotos: Dietmar Kuchheuser

Birken-Honigsessen. Eine Übung der Wissener Feuerwehr unter der Leitung von Wehrführer
Stefan Deipenbrock fand am Samstag, 25. Oktober im Azurit-Seniorenzentrum in
Birken-Honigsessen statt. Dort galt es, eine Person aus einem brennenden, stark verrauchten Zimmer zu retten, und weitere Personen aus dem Seniorenheim zu evakuieren.

Durch die traurigen Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit im Krankenhaus Wissen wollte
man für mögliche Ernstfälle gerüstet sein und simulierte einen Zimmerbrand im Seniorenheim, der nachts ausbrach. Da das Heim nachts nur mit zwei Pflegekräften besetzt ist, wie Einrichtungsleiterin Christine Weishaupt berichtete, sei es schwierig einen Brand schnell zu bemerken und schnellstens die nötigen Maßnahmen zu ergreifen.

Im Seniorenzentrum hat man für das Jahr 2014 das Thema Sicherheit aufgegriffen, wo auch die Mitarbeiter auf einen eventuellen Ernstfall vorbereitet werden. So nahm man zum Thema Brandsicherheit an einer Übung mit Feuerlöschern teil, in der dem Personal der Umgang mit Bränden in Theorie und Praxis näher gebracht wurde.

Der Löschzug 1 der Feuerwehr Wissen war an diesem Nachmittag mit 35 Einsatzkräften vor Ort, um diese Übung durchzuführen. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde, Roman Rüth erläuterte, dass die Feuerwehr von allen Einrichtungen mit Brandmeldeanlagen Alarm- und Einsatzpläne erstellt hat, um ein schnelles Handeln im Ernstfall zu gewährleisten. Es existieren derzeit rund 20 solcher Pläne, die auch im Einsatzleitfahrzeug vor Ort sind.

Wichtig, so Roman Rüth, sei bei der Übung im Seniorenzentrum in erster Linie, das Gebäude und die Umgebung der Einrichtung kennenzulernen, da die Platzverhältnisse sehr beengt sind. Zum Seniorenzentrum führt eine verhältnismäßig schmale Einfahrt,die Straße ist für Rettungsmaßnahmen mittels Drehleiter zu weit von der Einrichtung entfernt, sodass es auch wichtig sei, den beengten Raum optimal auszunutzen. Im Ernstfall sind nicht
nur die Feuerwehr, sondern auch die Rettungskräfte des DRK vor Ort. Eine besondere
Schwierigkeit stellt sich noch, da die Senioreneinrichtung in Birken-Honigsessen nur von der Straße aus erreichbar ist. Hinter dem Gebäude befindet sich ein Hang, der es den Rettungskräften unmöglich macht, ins Gebäude zu gelangen.

Das Seniorenzentrum verfügt über eine Löschwassereinspeisung an der Außenseite des Gebäudes. Durch diese Einspeisung wird das Wasser direkt auf die Etagen gepumpt. Auf den Fluren befinden sich Anschlüsse für die Wasserschläuche der Feuerwehr, was eine Arbeitserleichterung darstellt und viel Zeit spart, so Wehrführer Stefan Deipenbrock.

Ebenso befinden sich unter den Matratzen der Betten Brandmatten. Diese Brandmatten sind mit Tragegriffen versehen, sodass eine schnelle Personenrettung gewährleistet sein soll. Vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Eine solche Übung werde auch zum Anlass genommen, die Alarmpläne zu überprüfen und zu
optimieren, so Roman Rüth. Ferner sei es sehr wichtig, dass das Personal den Rettungskräften genaue Infos zur Notsituation gebe, um schnellstmöglich handeln zu können.

Mit dem Ablauf der Übung, die eine knappe Stunde dauerte und vom Personal des Seniorenheims, sowie dem Leiter der DRK-Rettungswache Wissen, Toni Leidig, beobachtet wurde, war man sehr zufrieden. Bleibt nur zu hoffen, dass der Ernstfall nie eintritt. (dik)


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