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Nachricht vom 27.10.2014    

Mubea Daaden weltweit unterwegs

Muhr und Bender KG, kurz Mubea Tellerfedern GmbH, war Ziel eines Informationsbesuches von Landrat Michael Lieber und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises. Begelitet vom Bürgermeister Wolfgang Schneider und Ortsbürgermeister Walter Strunk gab es einen Einblick in das Unternehmen.

Helmut Simon, Geschäftsführer Mubea GmbH, Ortsbürgermeister Walter Strunk, Landrat Michael Lieber, Oliver Schrei, Geschäftsführer WFG, Winfried Stork, Chief Legal Officer Muhr und Bender KG und Bürgermeister Wolfgang Schneider (von links). Foto: KV

Daaden. Helmut Simon, Geschäftsführer von Mubea Tellerfedern GmbH, und Winfried Stork, Chief Legal Officer der Muhr und Bender KG, empfingen die Besuchergruppe um Landrat Michael Lieber mit einem interessanten Vortrag über die Firmenentwicklung. Anschließend erfolgte ein gemeinsamer Betriebsrundgang.

Die Muhr und Bender KG (Mubea) ist ein seit 1916 inhabergeführtes Familienunternehmen mit dem Hauptsitz in Attendorn. Der Betrieb ist vor allem als innovativer Leichtbauspezialist für hochbeanspruchbare Federkomponenten bekannt und versteht sich als weltweiter Partner der Automobilindustrie. Im Jahr 1960 wurde das Werk in Daaden im Landkreis Altenkirchen gegründet, welches 2001 um das nur fünf Kilometer entfernte Werk in Weitefeld erweitert wurde.
Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 10.000 Mitarbeiter in 28 Produktions-, Vertriebs- und Entwicklungsstandorten, in West- und Osteuropa, Asien und in Nord- und Südamerika. Hiervon sind 812 Mitarbeiter in den Produktionsbetrieben Daaden, auf einer Produktionsfäche von circa 27.000 Quadratmetern und Weitefeld mit einer Fläche von circa 10.000 Quadratmetern, angestellt.

„Der Betrieb hat sich in vorbildlicher Art und Weise entwickelt. Besonders stolz kann Mubea auf ihr hohes Ansehen als Ausbildungsbetrieb sein", so Landrat Michael Lieber. Dem kann der Chief Legal Officer Winfried Stork nur zustimmen: „Mit einer eigenen Lehrwerkstatt war es uns möglich insgesamt 482 Facharbeiter auszubilden, von denen 250 weiterhin in unserem Betrieb beschäftigt sind. Und durch unsere traditionellen Kooperationen mit den Universitäten Siegen und Aachen haben wir zurzeit rund 60 Dualstudierende“.
2014 sind 50 Auszubildende in zwölf unterschiedlichen Bereichen im Unternehmen tätig. Mubea besitzt neben einer eigenen Lehrwerkstatt auch ein eigenes Kaltwalzwerk und einen eigenen Werkzeugbau. Des Weiteren kommt der Betrieb mit beachtlich ausgerüsteten Laboratorien seinen Kunden mit allen Testanfragen entgegen.

Zu 95 Prozent gehören die weltweiten Automobilhersteller zu den Abnehmern von Mubea. Zu den drei großen Produktbereichen gehören die Federn (Tellerfedern, Achsfedern etc.), danach die Walzen und mit dem Tochterunternehmen Carbo Tech in Salzburg, carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK). Die Tellerfedern wurden bisher ausschließlich in Daaden produziert, während viele andere Produkte bereits auch in den vielen weiteren Produktionsstandorten auf der ganzen Welt hergestellt werden können.

Ab dem Jahr 2015 wird eine Tellerfedernproduktion im Mubea Werk in China in Betrieb genommen werden. Geschäftsführer Helmut Simon: „Mubea produziert lokal, dort wo das Produkt auch anschließend verkauft wird“. Vor allem auf Leichtbau, Reibungs- und Bauraumreduktion hat sich das Unternehmen spezialisiert.
Unter dem Motto “best 10“, arbeitet das Unternehmen mit all seinen Mitarbeitern strategisch auf das Ziel hin unter den besten Zehn weltweit zu sein.

„Seit der Unternehmensgründung 1960 in Daaden erweist sich das Unternehmen als zuverlässiger und stabiler Arbeitgeber“, so Ortsbürgermeister Walter Strunk. Den Gesamtumsatz schafft Mubea alle fünf bis sechs Jahre zu verdoppeln. 2014 beläuft sich der Umsatz auf die stolze Summe von etwa 1,6 Milliarden Euro, auch weil die Muhr und Bender KG ein mittelständisches Familienunternehmen ist und somit eine hohe Flexibilität und kurze Entscheidungswege gewährleistet. „In den letzten Jahren gab es keine Einbrüche, sodass es uns möglich war alleine 2013 Investitionen in Höhe von mehr als 10 Millionen Euro zu tätigen“, führt Geschäftsführer Helmut Simon weiter aus. Auch die reibungslose Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Kreis würde laut Cief Legal Officer Winfried Stork dazu beitragen. Dem pflichtet Bürgermeister Wolfgang Schneider bei: „Mubea ist ein starkes und hochmodernes Unternehmen hier in unserer Region an den Standorten Daaden und Weitefeld, auf das wir stolz sind“.

Ein Wermutstropfen seien die sehr hohen Energiekosten in Deutschland. Angesprochen auf logistische Probleme antwortete Stork: „Logistisch gibt es kein Problem. Die Distanz zur Autobahn ist noch ertragbar. Jedoch befindet sich die L 286 in keinem guten Zustand“. Eine Verbesserung der Landesstrasse liegt auch Bürgermeister Schneider und dem Landrat am Herzen.


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