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Nachricht vom 24.11.2014    

IGS Horhausen ausgezeichnet

Das Engagement der Schülerinnen und Schüler der IGS Horhausen wurde jetzt belohnt. Sie darf nun den Titel: "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" tragen. Es gab eine Feierstunde für dieses Ereignis, gewürdigt wurden die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler.

Dr. Una Patzke (links), Landeskoordinatorin, verlieh der Horhausener Schule den Titel: "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Dabei lobte sie das Engagement der IGS mit ihren Schülerinnen und Schülern. Foto: Petra Schmidt-Markoski

Horhausen. Die IGS Horhausen ist jetzt auch "offiziell" eine "Schule ohne Rassismus – eine Schule mit Courage". Im Rahmen einer Feierstunde in der IGS verlieh Dr. Una Patzke, Landeskoordinatorin des Projektes bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Mainz, der Horhausener Schule den Titel.
"Die Auszeichnung ist auch eine Selbstverpflichtung für die Schule", unterstrich Dr. Una Patzke während der Verleihung.

Es handelt sich um ein Projekt von und für Schülerinnen und Schülern. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 1500 Schulen an, die von rund einer Million Schülerinnen und Schülern besucht werden. Die IGS Horhausen ist die 80. Schule in Rheinland-Pfalz, die die Auszeichnung erhalten hat.

Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in vielfältiger Art und Weise und an den verschiedensten Orten gibt es täglich. "Kulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt prägen unsere Gesellschaft immer stärker. Im Grundgesetz ist festgelegt, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache oder seiner religiösen und politischen Anschauung benachteiligt werden darf. Dennoch begegnen uns Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in vielfältiger Art und Weise und an den verschiedensten Orten. Daher ist es wichtig, dass junge Menschen sich so früh wie möglich mit diesem Problem auseinandersetzen", so Dr. Una Patzke anlässlich der Übergabe der Urkunde.
Weiter betonte sie: "Das Projekt 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' hat ein überzeugendes Konzept: Schüler übernehmen Verantwortung, führen Projekte zur Überwindung von Rassismus, Intoleranz und Gewalt durch und entwickeln dadurch genau diejenigen Aktivitäten, die wir brauchen, um diese Erscheinungen auf Dauer zu überwinden."

Würdige Feierstunde für ein außerordentliches Ereignis
Norbert Schmalen, Direktor der IGS, eröffnete die Feierstunde und betonte nach der Begrüßung, dass es ihm ein Anliegen sei, die Schüler zu kritischen Bürgern zu erziehen, bei denen rassistisches Gedankengut keine Chance hat.
„Dafür müssen wir alle zusammen achtsam sein und schon den Anfängen wehren,“ so Schmalen. Weiter machte er deutlich, dass das Projekt aus der Schülerschaft kommt. Schließlich dankte der Direktor den Schülerinnen und Schülern sowie Silke Schneider (Projektlehrerin) und Tobias Buddendiek (Projektlehrer) für ihre hervorragende Arbeit.

Schülerinnen und Schüler der 7.-10.Klasse hatten sich drei Tage lang intensiv mit dem Thema Rassismus beschäftigt. Vorab mussten allerdings 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer an der IGS per Unterschrift versichern, dass sie dieses Projekt unterstützen. Zunächst wurde gemeinsam erarbeitet, welche Formen von Rassismus (von Antisemitismus bis zu Homophobie) es gibt und was man dagegen unternehmen könnte. Hierzu wurden Plakate erstellt. Gegen Ende der Projekttage wurde die Gruppe aufgeteilt.
Einige Schüler bemühten sich um eine Patenschaft von Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Sie schrieben einen Brief, der das Projekt und das Anliegen vorstellte. Die Politikerin sagte darauf ihre Patenschaft zu. Die zweite Patenschaft übernahm Bürgermeister Josef Zolk. Andere Schüler erstellten Videobotschaften gegen Rassismus und ermunterten andere Schüler und Pädagogen, auch eine Videobotschaft zu verfassen. Diese wurden dann zusammen mit den Plakaten am letzten Tag präsentiert.

Schülerinnen der neunten und zehnten Klasse erklärten, warum sie Rassismus nicht einfach hinnehmen möchten. „Wir finden fremdenfeindliche und diskriminierende Sprüche nicht in Ordnung und möchten auf das Thema aufmerksam machen“, sagte Neuntklässlerin Natalie Giesen. Die Zehntklässlerinnen Deborah Richter, Jennifer Pötter und Janina Klöckner erklärten, dass sie sich für Gleichberechtigung einsetzen und dass es nicht leicht ist, Erklärungen für Rassismus zu finden, es aber viele Gründe gibt, die gegen Rassismus sprechen.
Schulpate und Bürgermeister Josef Zolk begrüßte den Mut der Schüler, Nein zu Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit zu sagen. „Ich möchte Sie ermuntern, couragiert zu sein, sich Rassismus entgegenzustellen und eine eigene Meinung zu vertreten“, sagte Zolk auch im Sinne von Schulpatin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die nicht anwesend sein konnte.

Die musikalischen Beiträge rundeten das Programm der Feierstunde ab. Am Ende dankte Projektlehrer Buddendiek, auch im Namen seiner Kollegin Silke Schneider, allen Beteiligten, besonders den engagierten Schülerinnen und Schülern. "Wir finden es wichtig, dass sich die Schüler für Toleranz einsetzen", unterstrich Buddendiek in seinen Dankesworten. (smh)


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