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Nachricht vom 13.12.2014    

Bürgermeister Josef Zolk übergibt Amt an Ottmar Fuchs

Nach 15 Jahren an der Spitze der Verbandsgemeindeverwaltung Flammersfeld übergab Josef Zolk nun am Freitag, 12. Dezember, den Staffelstab an seinen Amtsnachfolger Ottmar Fuchs, der künftig als Bürgermeister der Verbandsgemeinde die dortigen Geschicke maßgeblich beeinflussen wird. Anlässlich der Verabschiedung Josef Zolks und der Amtseinführung von Ottmar Fuchs kamen rund 300 geladene Gäste, darunter auch Rheinland-Pfalz Innenminister Roger Lewentz in der Raiffeisenhalle in Güllesheim zu einem feierliche Festakt zusammen.

Josef Zolk (rechts) übergibt die Schlüssel des Rathauses an seinen Amtsnachfolger Ottmar Fuchs. Foto: Eva Klein

Flammersfeld/Güllesheim. Durch das Programm des Abends führten Martina Beer, Mitarbeiterin im Fachbereich für Wirtschaftsförderung und Tourismus, sowie Horhausens Ortsbürgermeister Thomas Schmidt und sie hatten gut zu tun, denn neben den Auftritten des Chores der Lebenshilfe und des MGV Horhausen, sowie des Westerwald-Orchesters, hatten sich zahlreiche Redner angekündigt. Nachdem die Kinder der Kindertagesstätten “Burgmäuse“ in Krunkel und “Schatzkiste“ in Rott dem scheidenden und neuen Bürgermeister mit einem Lied bunte Luftballons, beschriftet mit guten Wünschen für die Zukunft, überreicht hatten, wandte sich Roger Lewentz (MdL), gerade von der Innenministerkonferenz in Köln ankommend, an die Anwesenden.

Der Vorsitzende der SPD Rheinland-Pfalz lobte die berufliche Karriere Zolks, die nach einem Studium der Politikwissenschaften und der Germanistik ihn für viele Jahre in die Erwachsenenbildung zog und deren Krönung die Wahl zum Verbandsgemeinde Bürgermeister im Jahr 1999 war. „In meinem Amt darf ich viele Amtsträger verabschieden, aber nicht immer kommen so viele Menschen und möchten an dieser Verabschiedung so aktiv teilnehmen. Dies zeigt, dass Sie ihre Arbeit unter dem Strich gut gemacht haben. Als erster ur-gewählter Bürgermeister dieser Verbandsgemeinde wurden Sie bei der ersten Wahl mit 65 Prozent gewählt, bei Ihrer Wiederwahl waren es 71 Prozent, wobei bei dieser die Arbeit bewertet wird“, so Lewentz. Der Innenminister kam nicht mit leeren Händen, sondern hatte zwei Bewilligungsbescheide in Höhe von 168.000 Euro im Gepäck, die er an die Ortsbürgermeister von Flammersfeld und Horhausen übergeben konnte.

Josef Zolk vereidigte – wie es die Statuten vorsehen – innerhalb einer Ratssitzung seinen Amtsnachfolger Ottmar Fuchs und führte ihn in das Amt ein. Im Anschluss erhielt Rolf Schmidt-Markoski, 1. Beigeordneter der VG Flammersfeld, das Wort und nutzte dieses, um den Gästen einen Rückblick auf die geleistete Arbeit Josef Zolks zu gewähren und ihn in den Ruhestand zu verabschieden. Die Schließung des Freibades in Oberlahr betitelte Schmidt-Markoski hierbei als schwerste Entscheidung seiner Amtszeit. Auch Landrat Michael Lieber betonte die Vielzahl an Projekten, Bauwerken und Veranstaltungen, die durch den scheidenden Bürgermeister geprägt wurden. „Die kommunale Familie lebt von der Einigkeit und das Gesicht einer Gemeinde wird maßgeblich durch ihre Bürgermeister bestimmt“, erläuterte der Landrat des Kreises Altenkirchen.



Die Rede des VG-Bürgermeisters von Hamm, Rainer Buttstett, der stellvertretend für alle Bürgermeister der Verbandsgemeinden sprach, sorgte für allgemeine Heiterkeit, denn Buttstett persiflierte auf erheiternde Art und Weise die Amtszeit Zolks und verlieh auch der Wahl von Ottmar Fuchs mit einem zwinkernden Auge eine humoristische Linie. „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen, die mehr oder weniger zum Verzehr bereit schon fast auf dem Tisch eines anderen Kandidaten lag“, so Buttstett. Ihm schlossen sich am Rednerpult Dirk Fischer, Personalratsvorsitzender, die Leiterin der Grundschule Flammersfeld, Jutta Flammersfeld, Pfarrer Clemens Feldhoff für die Kirchen, sowie für die Feuerwehr Wehrleiter Rainer Schuster und der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisen-Gesellschaft, Dr. Eckhard Ott, an.

Letzterer hatte eine freudige Nachricht für Josef Zolk im Gepäck, denn der Vorschlag der Genossenschafts-Idee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, für die Aufnahme in das immaterielle Weltkulturerbe der Unesco hat es an erster Stelle bei den deutschen Vorschlägen in die erste Auswahlrunde geschafft, ein Projekt, welches maßgeblich von Josef Zolk in die Wege geleitet worden war.

Ottmar Fuchs wünschte sich in seiner Ansprache, dass „auch in der Zukunft eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Rathausmitarbeitern, den Entscheidungsgremien, sowie den Vereinen und Verbänden herrscht“. Nun gelte es,die vorhandenen Potentiale der Verbandsgemeinde weiter auszubauen, besonders im Hinblick auf das Industriegebiet Willrother Berg, sowie das Gewerbegebiet Oberlahr. Im Anschluss wurden bei einem kleinen Imbiss und kühlen Getränken, serviert von den Landfrauen, noch in gemütlicher Runde verweilt. (Eva Klein)


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