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Nachricht vom 28.12.2014    

Jahresrückblick aus der Sicht von Super-Kabarettisten

Der kabarettistische Jahresrückblick mit Volkmar Staub und Florian Schroeder war einmal wieder ein „comedyantisches“ Highlight im Kulturwerk Wissen. Die beiden, seit Bestehen des Kulturwerkes in jedem Jahr auf der Bühne präsent, nahmen das Jahr 2014 mit ihrem eigenen satirischen Blickwinkel am Samstag, 27. Dezember unter die Lupe.

Volkmar Staub und Florian Schroeder ließen in unnachahmlicher Art und Weise das Jahr 2014 Revue passieren. Fotos: Manfred Hundhausen

Wissen. Schroeder und Staub präsentierten wieder einmal in ihrer unnachahmlichen Art das Jahr 2014 in schrägen Szenen, Parodien, Texten und Liedern. Wie in jedem Jahr lieferten Parteien und Politiker bis auf den letzten Tag ja genug Stoff für die Satiriker und Kabarettisten.

Comedy auf höchstem Niveau, nichts für Leser von Büchern des Dieter Bohlen, wurde dem Publikum im Kulturwerk Wissen geboten. Worte der Primitivsprache wie geil, supergeil, affengeil oder hammergeil suchte man vergebens in ihren Beiträgen. Sie beherrschen die deutsche Sprache.
Die beiden Kabarettisten ließen bei ihrem etwas anderen Jahresrückblick verständlicherweise kein gutes Haar an Polit- und anderer Prominenz. Die rund 250 Gäste in Wissen die der Einladung gefolgt waren, waren restlos begeistert und spendeten den verdienten Beifall.

Speziell die Politiker Volker Kauder, als Hegel des 20. Jahrhunderts betitelt und bekannterweise als Gegner der Frauenquote identifiziert, die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Chefin der „Bundeswehr-Leyen-Truppe“, mittlerweile auch als „Hindukuschi“ bekannt und auch Frank Walter Steinmeier als „Neurosen-Kavalier“ in der Ukraine-Krise, sowie die Parteien FDP und AfD bekamen von den zwei Herren aus dem "Ländle" ihr Fett weg.
Sogar Marcel Reich-Ranicki, dargestellt von Schröder, wurde aus dem Jenseits zitiert um in seiner unnachahmlichen Art und Aussprache seinen Unmut über die Einmischung der Regierung in die Sterbehilfe zu äußern.

Überzeugende Soli von Staub als Winfried Kretschmann, oder Schröder in seinen vielseitigen Rollen als Angela Merkel, Gerhard Schröder, Bernd Lucke oder als Nuschelkönig Ronald Pofalla waren absolute Höhepunkte des unterhaltsamen Abends.

Nach der Pause machte dann erst mal Volkmar Staub als Apachen-Indianer und Berater der SPD sich so seine Gedanken und Vorschläge über die möglichen SPD-Probleme bei den Wahlergebnissen. Aber mehr als ein „HOW“ nach einigen schweigsamen Minuten fiel ihm dazu auch nicht ein. Das der ehemalige Entwicklungsminister Dirk Niebel jetzt für die Rüstungsindustrie tätig ist, wurde als konsequente Fortführung der Entwicklungshilfe gewertet.



Valerie Putin, der einzige Demokrat Europas, war natürlich auch ein begehrtes Objekt der beiden. So offerierten sie dem Publikum, das Putin, als man ihm die Vertreterin der EU für Sicherheit- und Außenpolitik Catherine Ashton als „Gesicht Europas“ vorgestellt hatte, sich die Frage nicht verkneifen konnte: „Wie wird dann wohl der Arsch Europas aussehen?“

Eine besondere Vorstellung gab Florian Schröder in einem Zwiegespräch als Michel Friedmann und Bernd Lucke, beide von ihm dargestellt. Einen Antiwahlsong zu Ungunsten der AfD, der von Dumpfbacken und Dünnbrettbohrern handelte, präsentierte Volkmar Staub mit seiner Gitarre und lud das Publikum zum Mitsingen des Refrains ein.

Der begnadete Parodist Schröder und Kabarettist Staub erläuterten sarkastisch und teils bitterböse in ihrem "Nachtgespräch", in dem Staub perfekt den Talkmaster und Schroeder im scheinbar heimeligen Sächsisch den überzeugten „montäglichen Pegida-Wanderer“ abgab, ohne Skrupel und teils grenzwertig die Gründe der kürzlich entstandenen Pegida-Bewegung.

Mit ihren Soli waren Staub und Schroeder schon verdammt gut, aber auch gemeinsam in ihren Zwiegesprächen wussten sie das Publikum zu überzeugen. Atemberaubend die zum Teil in wahnsinniger Geschwindigkeit von Florian Schröder komplizierten, vorgetragenen Texte.
Einfach spitze!
Das fand auch das Publikum und ohne Zugabe wurde diese "Zugabe" nicht beendet! Am 27. Dezember 2015 steht der nächste Termin mit den beiden Vollblut-Kabarettisten im Kulturwerk an, dann bekommen sie sicher eine Inventar-Nummer eingebrannt. (phw)


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