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Nachricht vom 04.01.2015    

Sanierungsbedürftige Rieger-Orgel braucht "Paten"

Die Rieger-Orgel der evangelischen Kirche in Herdorf, eingebaut im Jahr 1956, pfeift im wahrsten Sinne des Wortes aus dem letzten Loch und muss dringend repariert und saniert werden. Das kostet viel Geld und eine Spendenbox wurde bereits aufgestellt. Es gibt auch die Möglichkeit "Orgelpate" für eine der maroden Pfeifen zu werden. Eine solche Patenschaft kann zwischen 200 und 15 Euro kosten, das kann sich jeder Pate aussuchen.

Organist Marcel Schwarz hofft, dass die Orgel so schnell wie möglich renoviert wird und wirbt für eine "Orgel-Patenschaft". Fotos: anna

Herdorf. Die Orgel der evangelischen Pfarrkirche ist in die Jahre gekommen, die Windzufuhr ist undicht, Manuale und Pedale abgenutzt und auch die Mechanik gibt immer wieder unpassende Geräusche von sich. Eingebaut in das Gotteshaus wurde das Instrument im Jahre 1956, stammt von der Firma Rieger in Österreich, ist eine Schleifladenorgel und zählt etwas mehr als 1000 Pfeifen.

Hin und wieder wurde im Verlauf der Zeit eine kleine Reparatur notwendig und auch gestimmt worden ist die Orgel mehrfach. Doch nun treten mehr und mehr Verschleißerscheinungen hervor, die das Spielen auf dem Instrument „spannend machen“, wie Organist Marcel Schwarz humorvoll berichtete.
Heulende Töne und klappernde Geräusche sind mit steigender Tendenz während des Spielens zu vernehmen. Wer die Orgel mit ihren Pfeifen aus Holz, Kupfer und Zinn-Blei betrachtet, der wird sich fragen, wo denn all die ganzen Pfeifen sind. Schwarz verriet, dass ein Teil der Klangkörper unter der Sitzbank und sogar in der Zwischendecke zur Sakristei untergebracht sind. Durch diese Platzierung auf engstem Raum kommt eine freie Tonentfaltung nicht zustande. Auch Reparaturen waren dadurch teils sehr aufwändig.

Daher wird noch überlegt, ob die Anordnung der Pfeifen im Rahmen der Renovierungsmaßnahme verändert werden sollte. Der Organist kann sich durchaus vorstellen, dass ein Teil der Klangkörper im Rückraum der Orgelempore aufgebaut werden könnte. Saniert werden muss alles zwischen Tasten und Ventil, also praktisch der gesamte Spieltisch. Auch eine gründliche Reinigung des Instrumentes ist unumgänglich, die Pfeifen selbst sind aber größtenteils noch in Ordnung. Die Maßnahme der Sanierung erfordert natürlich einen komplett Abbau, was sowohl sehr zeit- als auch kostenaufwändig ist.

Im September wurde daher schon der Beginn der Spendensammlung für die Orgel eingeläutet. Im Foyer der Kirche steht eine Orgelpfeife auf dem Kopf, als Sammelbehälter, mit dem Hinweis „Eine Spende für die Orgel“. Zudem können die Gläubigen eine Patenschaft für Orgelpfeifen übernehmen. Dafür wurde eigens ein Flyer gedruckt. Darin ist der Weg zur Patenschaft genau beschrieben. Die Paten können sich Orgelpfeifen aus sechs verschiedenen Kategorien aussuchen. Die preisgünstigsten und von der Anzahl her häufigsten sind die ab 15 Euro, Orgelpatenschaften für 200 Euro sind ebenso möglich, dafür stehen 18 Pfeifen zur Auswahl.

Wie teuer die Renovierung der Orgel letztlich werden wird, steht noch nicht fest. Erst einmal wurde ein Antrag zum Landeskirchenamt nach Düsseldorf gesendet, ein Sachverständiger von dort wird sich die Orgel in Herdorf dann erst einmal anschauen. Die evangelische Kirchengemeinde Herdorf-Struthütten hofft natürlich auch auf eine Förderung durch das Landeskirchenamt, aber auch diesbezüglich ist das Urteil des Sachverständigen noch abzuwarten.

Sicher sind sich bisher alle nur darüber, dass die Renovierung eine teure Angelegenheit für die Pfarrgemeinde wird und daher steht auch noch kein Termin fest, wann die Renovierung beginnen kann.

Die Rieger Schleifladenorgel ist schon die dritte Orgel in der Kirche. Beim Bau der katholischen Kirche 1885 wurde die damalige Orgel aus dem bis dato als Simultankirche genutzten Gotteshaus in die katholische Kirche verbracht. Daraufhin ließ die evangelische Kirchengemeinde 1902 eine Orgel von der Firma Walker aus Ludwigshafen bauen, welche dann von der Rieger-Orgel 1956 ersetzt wurde. Beim Einbau der dritten Orgel legten die damals Verantwortlichen großen Wert auf Platzersparnis, denn die Walcker-Orgel hatte zuvor fast die gesamte Empore über der Sakristei ausgefüllt.
Organist Schwarz berichtete, dass die alte Walcker-Orgel auch heute noch gespielt wird, er habe sie zufällig in der katholischen Kirche in Netphen wiederentdeckt, wo ein großer Teil des Instrumentes aufgebaut sei. (anna)


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