Werbung

Nachricht vom 12.01.2015    

Hangrutsch Linz gestoppt – Haus Nummer 15 wieder bewohnbar

Die Sicherungsmaßnahmen am abrutschenden Hang am Kaiserberg in Linz führten am Sonntag, den 11. Januar zum Erfolg. Das Abrutschen ist gestoppt worden. Baufirma und Rettungskräfte arbeiteten rund um die Uhr.

Das Haus Nummer 15 ist derzeit wieder sicher. Fotos: Wolfgang Tischler

Linz. Nachdem das Haus Nummer 13 abgerissen war, nahm die Geschwindigkeit des Hangrutsches wieder zu. Seit Freitag, 9. Januar war schweres Gerät im Einsatz, um den Hangrutsch zu stoppen. Es wurden große Mengen Beton in einen gezogenen Graben eingebracht und rund 5.000 Tonnen grober Schotter herangefahren. Der liegt jetzt dort, wo einst das Haus Nummer 13 stand. Das komplette Grundstück ist mit Schotter abgedeckt. Schotter liegt auch weiter oberhalb und auf dem darunterliegenden Parkplatz.

Seit Sonntagnachmittag konnte die Rutschbewegung gestoppt werden. Oben am Berg ist ein breiter, rund vier Meter tiefer Riss entstanden. Er ist mit Planen abgedeckt, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Die vier restlichen Häuser „Am Gericht“ sind derzeit nur zu Fuß erreichbar. Es muss eine neue provisorische Zufahrt gebaut werden.

„Tag und Nacht haben alle Beteiligten und die bauausführende Firma vor Ort gearbeitet, um einen Stillstand der Rutschbewegung zu erreichen. Am Sonntagmittag konnte nach 48 Stunden intensiver Bautätigkeit die Sicherung erfolgreich abgeschlossen werden. Das Wohnhaus mit der Hausnummer 15 ist nicht mehr gefährdet und die Familie darf wieder einziehen“, gab SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann bekannt, der sich gemeinsam mit Uwe Hüser, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, am Montag, den 12. Januar, ein Bild von den weitgehend abgeschlossenen Sicherungsmaßnahmen vor Ort machte.

„Alle Verantwortlichen haben hervorragende Arbeit geleistet. Dafür gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesamtes für Geologie und Bergbau (LGB), der Stadt Linz, der Verbandsgemeinde Linz, dem Forstamt, dem Technischen Hilfswerk (THW), der Feuerwehr, der Polizei, der bauausführenden Firma und ganz besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SGD Nord, die hier die Verantwortung vor Ort hatten, ein besonderer Dank. Alle Kräfte haben Hand in Hand erfolgreich zusammengearbeitet. Nachdem die akute Gefahr beseitigt wurde, muss nun geprüft werden, wie der Stadt und den betroffenen Anwohnern bei der Schadensbewältigung geholfen werden kann.“, erklärte Staatssekretär Uwe Hüser vor Ort.

Trotz der Freude über die erfolgreiche Hangsicherung bleibt die messtechnische Überwachung aktiv und die Alarmierungskette läuft vorerst unverändert weiter. In den nächsten Tagen werden in Abstimmung mit dem LGB die Sanierungsarbeiten konzipiert und danach in Angriff genommen. Es wird ein Gutachten hierüber erstellt werden. Wie der Hang dauerhaft gesichert werden soll, ist zur Stunde noch nicht klar. Ferner müssen die Schäden an den bergseitig gelegenen Grundstücken behoben werden. Hier gibt es größere und kleinere Risse im Erdreich.

Die bisherigen Kosten der Maßnahme werden derzeit auf etwa 140.000 Euro geschätzt. Wer was zu tragen hat, muss noch geklärt werden. Das Land hat Hilfen in Aussicht gestellt. Wolfgang Tischler



Chronologie des Hangrutsches.
Hangrutsch in Linz - Bewohner evakuiert
Hang in Linz rutscht weiter – Haus in akuter Einsturzgefahr
Haus in Linz wird derzeit abgerissen
Haus in Linz ist weg – Familie hat alles verloren.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       
 



Aktuelle Artikel aus Region


Gartenmarkt Neuwied – das Frühlings-Highlight

Ab Start um 10 Uhr am Samstag, 11. April herrschte Gedränge auf den Parkplätzen und auf dem Marktgelände ...

Zunehmende UV-Strahlung: Frühzeitiger Schutz wird für die Gesundheit wichtiger

Die Intensität der ultravioletten Strahlung in Mitteleuropa nimmt seit Jahren messbar zu und erhöht damit ...

"Mundstuhl" bot Nonstop-Nonsens in Ransbach-Baumbach

Das Comedy-Duo "Mundstuhl" begeisterte das Publikum in der Stadthalle Ransbach-Baumbach mit seinem aktuellen ...

Natur erleben im Westerwald: Zwei Führungen am 25. April 2026

Im Westerwald stehen am Samstag, 25. April 2026, zwei Naturangebote im Mittelpunkt. Eine Waldführung ...

Handwerkskammer Koblenz: Webseminar klärt über neue Rentnerregelungen ab 2026 auf

Seit Januar 2026 gelten neue Regeln für die Beschäftigung von Rentnern. Diese Neuerungen könnten eine ...

Kinoabend der Landfrauen: Zeitreisekomödie in der Wied-Scala

Die Landfrauen des Bezirks Altenkirchen organisieren ein besonderes kulturelles Ereignis in einem traditionsreichen ...

Weitere Artikel


Betzdorf sagt Nein zu Intoleranz - Friedensgebet in Wissen

Am Montag 12. Januar, 20 Uhr, sind mehr als 400 Menschen in Betzdorf vor dem Rathaus versammelt und zeigen ...

Betzdorf setzte ein klares Zeichen für Toleranz

Über 400 Menschen unterschiedlicher Generationen und Religionen setzten vor dem Betzdorfer Rathaus ein ...

Brücke über Erzengelbach erneuert

Ortsbürgermeister Udo Seidler freut sich, nach vielen Jahren der Reparaturen gibt es jetzt eine neue ...

Gürtelprüfungen erfolgreich

Neue Gürtelfarben bei Budo-Sport Herdorf und Budo-Club Betzdorf. Die beiden Vereine ließen gemeinsam ...

Felix Oliver Schepp kommt mit "ZeitLoope"

Felix Oliver Schepp kommt mit dem neuen Programm "Zeitloope" ins Haus Hellertal nach Alsorf. Der Kleinkunstverein ...

Stadt Herdorf ehrte erfolgreiche Sportler

Im Rahmen einer Feierstunde wurden Sportlerinnen und Sportler aus fünf Vereinen in Herdorf geehrt. Die ...

Werbung