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Nachricht vom 14.01.2015    

KG Herdorf verleiht 28. Bockorden

In die illustre Runde der Bockordensträger der Karnevalsgesellschaft Herdorf reiht sich nun Hans-Georg Schmidt aus Dermbach ein. Die offizielle Ordensüberreichung wird in der Sitzung am Samstag, 31. Januar erfolgen. Mit dem Bockorden werden Menschen geehrt, die sich in besonderer Weise um Menschen, Vereine und das Gemeinwohl engagieren.

Hans-Georg Schmidt (Mitte) wird bald den Bockorden der KG Herdorf erhalten, mit ihm freuen sich Norbert Weber (links) und Thomas Otterbach. Foto: anna

Herdorf. Nun ist es raus, der diesjährige Bockordensträger der Karnevalsgesellschaft ist Hans-Georg Schmidt aus Dermbach. Seines Zeichens Wehrführer bei der freiwilligen Feuerwehr Dermbach, zweiter Geschäftsführer des Fördervereins der freiwilligen Feuerwehr Dermbach, Gründungsmitglied (2000) und aktiver Mitarbeiter im Heimatverein Dermbach und nicht zuletzt treibender Motor der Karnevalsfreunde Dermbach seit Anbeginn.

Kurzum ein Allrounder wenn es darum geht in seinem Dorf etwas anzupacken und zu bewegen. Hans-Georg Schmidt sei immer hilfsbereit und ansprechbar, wenn es in Dermbach etwas zu erledigen gebe, lobte ihn Bürgermeister Uwe Erner. Der 59-jährige ist bei allem ein bescheidener Mann. Schmidt sei sprachlos gewesen, als er die Botschaft der Karnevalisten bei einem persönlichen Besuch zu Hause erhielt, berichtete Norbert Weber. „Ich habe das erst gar nicht annehmen wollen und vorab einige Zeit überlegt“, gestand Schmidt beim Pressegespräch im Rathaus.
Nun, nachdem er einige Male darüber geschlafen hat, hat sich der angehende Ordensträger aber mit dem Gedanken diese Auszeichnung zu erhalten angefreundet. Schmidt hat aber neben allen schon genannten Hobbys auch noch einige weitere Talente. So erinnerte Erner sich daran, dass der Dermbacher seinerzeit auch ein legendärer Tormann beim VfL Dermbach gewesen ist. Lachend bestätigte dieser, dass er einmal als „bester Tormann der Haubergliga“ bezeichnet worden sei. Auch eine musikalische Ader hat der Mann, die er früher als Lyra-Spieler beim Spielmannszug der DJK Herdorf unter Beweis gestellt hat. Als echter Karnevalist sorgte er zudem seit den 1970er Jahren dafür, dass auch immer wieder Ereignisse aus Dermbach mit Artikeln in den „Narrenspiegel“, die Karnevalszeitung der KG Herdorf, kamen. Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts war Schmidt federführend, wenn es darum ging die Karnevalssitzung in Dermbach auf die Beine zu stellen, wo er seit 1978 auch immer wieder mit seinen Kameraden von der örtlichen Feuerwehr auftritt. Im Jahr 1979 wurde dann im Vorort beschlossen, künftig am Rosenmontagszug in Herdorf mit einem Beitrag teilzunehmen. Im darauffolgenden Jahr bauten die Dermbacher dann ihren ersten Wagen, der unter dem Namen „Batschwagen“ in die närrische Geschichte einging. Die Dermbacher hatten sich des Themas „Straßenbau in Dermbach“ angenommen. Die Witterungsverhältnisse sorgten damals dafür, dass der Belag des Wagens völlig zu Matsch (im Dialekt Batsch) wurde.

Nur vier Jahre später gelang es den Vorstädtern, den begehrten „Edmund-Ermert-Preis“ für den besten Beitrag des Rosenmontagszuges zu bekommen, den sie danach noch achtmal in Folge erhielten. Insgesamt ging der Preis zehnmal an die Karnevalsfreunde Dermbach. Schmidt sprach diesbezüglich ein großes Lob und einen großen Dank an die Familie Buchen aus, die all die Jahre über einen Platz in ihrer Scheune zur Verfügung stellten, damit die Karnevalsfreunde dort ihre Wagenaufbauten fertigen können. Wieviel Enthusiasmus dazugehört, unter den gegebenen Bedingungen mit primitivsten Mitteln immer wieder tolle Wagenaufbauten zu basteln, kann man erst dann ermessen, wenn man weiß, dass der Unterstand der Dermbacher ein offener ist, geschützt zwar vor Regen aber keineswegs vor der Kälte.
Persönlich hat Hans-Georg Schmidt den Karneval des Jahres 2000 als den schönsten für sich in Erinnerung. Damals gab es in Dermbach ein Dreigestirn und Schmidt trat, seinem Sternzeichen entsprechend, als Jungfrau in Aktion.

Wenn Schmidt dann im Rahmen der ersten KG-Sitzung am Samstag, den 31. Januar den Bockorden erhält, ist dies der 28. seiner Art, den die KG vergibt. Dieser Orden ist die höchste Auszeichnung der Karnevalsgesellschaft und wurde erstmals 1965 an den damaligen Zahnarzt Dr. Albert Lück vergeben.
Mit dem Orden sollen Menschen geehrt werden, die sich in besonderer Weise um die Menschen, die Vereine und den Karneval in Herdorf verdient gemacht haben. Anfangs vergab die KG den Bockorden jährlich, danach wurde der Intervall auf alle drei Jahre verlängert, mittlerweile wird der Orden alle fünf Jahre vergeben.

In 2010 erhielt ihn Norbert Buschmann, der damalige und langjährige Vorsitzende der DJK Herdorf. Er wird anlässlich der erneuten Verleihung auch die Laudatio auf den 28. Bockordensträger halten. Der Bockorden wird immer an Personen vergeben, die nicht der KG Herdorf angehören, mit einer Ausnahme, Edmund Ermert erhielt den Orden als einziges KG Mitglied.
Ansonsten gibt es durchaus bekannte und angesehene Persönlichkeiten, die mit dem Bockorden ausgezeichnet wurden. Darunter 1967 Dr. Walter Schmitt (Regierungspräsident), 1970 Dr. Peter Altmeier (Ministerpräsident), 1977 Peter Hussing (Boxeuropameister), 1987 Dr. Bernhard Vogel (Ministerpräsident), 1980 Hans Reinhard (Bürgermeister in Siegen), 1994 Hans Otto Otten (Bürgermeister von Herdorf) und 2007 Hans-Arthur Bauckhage (ehem. Minister). Aber auch einer Reihe von engagierten Herdorfer Bürgerinnen und Bürger wurde das Privileg des Bockordens zu teil. (anna)


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