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Nachricht vom 22.02.2015    

Die Bildung von morgen heute gestalten

Zum Zukunftsdialog über die „Bildung von morgen“ hatte MdL Thorsten Wehner in die Berufsbildende Schule Wissen eingeladen. Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann stellte die Schwerpunkte der Landesregierung vor. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte bessere Rahmenbedingungen für Lehrkräfte.

Diskutierten über Lösungsansätze für die Bildungspolitik von morgen (von links):
GEW-Vorsitzender Klaus-Peter Hammer, BBS-Schulleiter Reinhold Krämer, MdL Thorsten Wehner und Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann. Foto: pr

Wissen/Kreis Altenkirchen. Zum Zukunftsdialog unter dem Titel „Heute die Bildung von morgen gestalten“ hatte der Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner die Akteure aus dem Bildungsbereich und alle am Thema Interessierte in die Berufsbildende Schule Wissen eingeladen.

Als Gastredner und Diskussionspartner konnte der SPD-Politiker Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann und den Landesvorsitzenden der Bildungsgewerkschaft GEW, Klaus-Peter Hammer, begrüßen. Wehners Dank galt auch Schulleiter Reinhold Krämer, der für die Veranstaltung die Räumlichkeiten an der BBS zur Verfügung gestellt hatte.

Mit den Zukunftswerkstätten möchte die SPD-Landtagsfraktion gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungsansätze für die kommenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen entwickeln. „Wie kann Bildung unabhängig von der sozialen Herkunft oder finanziellen Leistungsfähigkeit allen Kindern zugänglich gemacht werden? Wie kann die öffentliche Hand den Ansprüchen an eine gute Qualität des schulischen und vorschulischen Angebotes gerecht werden? Und welche Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nötig?“ Das waren einige der Fragestellungen, mit denen sich die Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigten.

Zuvor hatte Beckmann die Schwerpunkte der Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz skizziert. Gute Bildung sei die zentrale soziale Frage heute und in der Zukunft, erklärte der Bildungsstaatsekretär. Er zeigte sich überzeugt, dass die SPD das Thema in den zurückliegenden Jahren im Land nach vorne gebracht habe. Über 5,2 Milliarden Euro und damit rund 35 Prozent des gesamten Landeshaushaltes stünden für den Bildungsbereich zur Verfügung. Das rheinland-pfälzische Schulsystem zeichne sich gerade im Bundesvergleich durch eine relativ hohe Durchlässigkeit und Aufstiegsorientierung aus. Auch der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg sei in Rheinland-Pfalz weniger stark ausgeprägt. Beckmann verwies darüber hinaus auf die Ergebnisse der verschiedenen Schulleistungsuntersuchungen (z.B. PISA-Studie), bei denen rheinland-pfälzische Schülerinnen und Schüler im Vergleich mit anderen Bundesländern fast durchweg überdurchschnittlich gut abschnitten. Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule, Ausbau der Ganztagsschulen und kleinere Klassenmesszahlen seien einige der Errungenschaften rheinland-pfälzischer Bildungspolitik. Bei allen Erfolgen gebe es auch einige „Baustellen“ und große Herausforderungen, wie beispielsweise beim Thema Inklusion oder der Erhöhung der Unterrichtsversorgung von derzeit 98,4 Prozent.




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Klaus-Peter Hammer von der GEW griff diese Punkte auf und verlangte vom Land weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Lehrkräfte. Er forderte die finanzielle Gleichbehandlung der Lehrerinnen und Lehrer gegenüber den Tarifbeschäftigten. Außerdem brach er eine Lanze für ein möglichst langes gemeinsames Lernen. Der Inklusionsgedanke gehe in die richtige Richtung, meinte Hammer. Jedoch müssten die Lehrkräfte darauf gut vorbereitet und auch entsprechend begleitet werden.

Thorsten Wehner bedankte sich am Ende bei allen Teilnehmern für die engagierte Diskussion in den einzelnen Arbeitsgruppen und die vielen positiven Impulse. Die eingebrachten Ideen und Vorschläge würden jetzt dokumentiert und gemeinsam mit Experten auf Zukunftskongressen ausgewertet. Mitte des Jahres sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Umsetzbare Lösungen will die SPD in ihrer parlamentarischen Arbeit aufgreifen.


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