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Nachricht vom 25.09.2008    

Interesse am Verband scheint gering

Auf der Chorleitertagung des Kreis-Chor-Verbandes monierte dessen Kreismusikleiter Karl-Willi Harnischmacher das geringe Interesse der Chorleiter an der Arbeit des Verbandes. Insbesondere die Weiterbildungsveranstaltungen könnten intensiver genutzt werden.

Neitersen. Der Gesellschaftsraum der Neiterser Wiedhalle war Forum für die Chorleitertagung des Kreis-Chorverbandes (CV) Altenkirchen. Unter den Anwesenden begrüßte Kreismusikleiter Karl-Willi Harnischmacher den Präsidenten des CV und Vizepräsidenten des Landesmusikrates RLP, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Karl Wolff, so wie den Kreisvorsitzenden Norbert Eisel, den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Klaus Schmidt, Kreisschatzmeister Hans Bernhardt, Kreis-Frauenreferentin Maria Czichy, Vertreterin der Chorjugend und Leiterin der Chor-AG Hamm Christine Wendel sowie Pressereferent Wolfgang Wachow.

Ferner begrüßte er die Mitglieder des Musikbeirates Christa Gürke und Susanne Steinhauer, die für die Chor-AG Hamm derzeit kommissarisch mitwirken, Hans-Josef Lindner aus der Chor-AG Flammersfeld, Paul Hüsch aus der Chor-AG Betzdorf, Gerd Pfeiffer für die Chor-AG Daaden-Gebhardshain, Ralf Schmidt für die Chor-AG Herdorf, Franziskus Reifenrath für die Chor-AG Wissen. Harnischmacher beklagte, dass das Interesse der Chorleiter an der Arbeit des gesamten Chorverbandes recht dürftig und gering. Wenig Beteiligung an Informations- oder Weiterbildungsveranstaltung, kein Interesse an der Arbeit und Funktion des Kreis-Chorverbandes. Dabei werde immer wieder vergessen, dass alle Chorleiterinnen und Chorleiter von den Chören im Chorverband leben, zum Teil als Nebenbeschäftigung, zum Teil aber auch als Vollzeitbeschäftigung. Das gerate leider völlig aus dem Blickwinkel der Kolleginnen und Kollegen und werde offensichtlich völlig vergessen. Alle Beteiligten, Chöre, Vorstände und Chorleiter könnten von einem gemeinsamen Handeln nur profitieren. Weiterhin sei es für Harnischmacher nicht verständlich, dass von 71 angeschriebenen Chorleitern sich nur knapp 30 meldeten. Als eine Alterssicherung für Chorleiter sehe er die Weiterbildung. Für ihn stehe fest, dass die schlechtesten Chöre zuerst gehen und nur die besten Chorleiter werden am Ende noch Chöre führen und leiten können.

Chorleiter Paul Hüsch wurde nach seiner gelungenen Aufführung der „Erschaffung der Welt“ die silberne Ehrennadel mit Urkunde des Deutschen Chor-Verbandes für seine 25-jährige Chorleitertätigkeit überreicht. Chorleiter Matthias Merzhäuser erhielt die gleiche Auszeichnung in einem Benefiz-Konzert im Leonard-Gläser-Saal der Siegerlandhalle in Siegen durch den damaligen Präsidenten des CV NRW, Hermann Otto. Ferner erhielt Ralf Schmidt innerhalb eines Konzertes seiner Chöre in Haiger-Allendorf die Auszeichnung und Ehrung zu seiner ebenfalls 25-jährigen Chorleiterarbeit. Für den zurückgetretenen Chorleiter Sven Hellinghausen fand sich auf der Chorleitertagung niemand, der sich im Musikbeirat und damit im Kreis-Chorverband, oder vielleicht sogar in der Position des stellvertretenden Kreischorleiters durch Mitarbeit für alle Kolleginnen und Kollegen, sowie für die Chöre und Vereine beteiligen wollte. Harnischmacher teilte mit wie er sich die wichtigsten Aufgaben im Musikbeirat zukünftig vorstelle. Gedanken um die Zukunft der meist überalterten Vereine, Überlegungen und Vorschläge über Änderung der Literatur, Dreistimmiges Singen, sind neue Chöre der Weißheit letzter Schluss? Singen ist gesund, das wissen alle, aber wie können wir es besser vermitteln? Seniorenchöre?



Abschließend zu seiner Begrüßung stellte er den Referenten, Chorleiter und Musikverleger Peter Tonger aus Köln vor. Tonger setzte die Anwesenden nach Stimmen chorisch um und ließ den Kreischorleiter ein Stück einstudieren. Anschließen nahm er selber den Stab in die Hand und ließ nach seinen Vorstellungen die Chorleiter Singen. Im weiteren Verlauf der Tagung ging Harnischmacher auf die erfolgreich durchgeführten Seminare ein. Dazu gehörten Notenkunde-Seminare für Sängerinnen und Sänger. Für die Durchführung des Seminars für die Vize-Chorleiterausbildung werden Mathias Merzhäuser und Michael Ullrich sorgen. Im weiteren Verlauf gab es eine Fülle von Informationen über Seminare und Konzerte auf allen Ebenen. Den Abschluss der Tagung hielt Bernd Hubert ein Referat zum Umgang mit dem Finanzamt.
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Foto: Referent Peter Tonger aus Köln referierte über die „Art“ der musikalischen Umsetzung.
Fotos: Wachow


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