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Nachricht vom 31.03.2015    

Frühlingserwachen auf dem Arbeitsmarkt der Region

Die Signale der Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt zeigt sich in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied. In beiden Landkreisen sind 9686 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 5,9 Prozent. Es wurden der Agentur in den letzten vier Wochen 576 neue offenen Stellen gemeldet, auch ein Zeichen für die Frühjahrsbelebung.

Neuwied. Wie bereits im vergangenen Monat prognostiziert, ging im März die Zahl der Arbeitslosen weiter zurück. Der positive Trend der vergangenen Wochen konzentriert sich insbesondere auf die Männer. Bei ihnen ist ein Rückgang von 194 Personen zu verbuchen, während die Zahl der arbeitslosen Frauen sich um 37 reduzierte.

Im Kreis Neuwied sind 5895 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht der Quote von 6,2 Prozent. Im Kreis Altenkirchen sind 3791 Menschen ohne Job, hier liegt die Quote bie 5,5 Prozent.

„Das sind typische Signale einer ersten Frühjahrsbelebung“, erklärt der Neuwieder Agenturleiter Karl-Ernst Starfeld. “In den Außenberufen, in denen vorwiegend Männer tätig sind, nehmen die Aufträge zu und die Arbeitgeber stellen die Mitarbeiter, die während der Wintermonate arbeitslos gemeldet waren, wieder ein“, erklärt Starfeld. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl sei zudem in beiden Landkreisen Neuwied und Altenkirchen nur im Bereich der Arbeitslosenversicherung und nicht im steuerfinanzierten Jobcenterbereich zu verzeichnen, was ebenfalls auf saisonale Effekte hindeute.

Auf Frühlingskurs war im März auch der Stellenmarkt in der Region. In den letzten vier Wochen wurden dem Arbeitgeberservice 576 Stellen aus den beiden Landkreisen gemeldet. Damit registrierte die Arbeitsagentur zum Monatsende 1.623 offene Stellen. Das sind 67 mehr als im Februar und 260 mehr als im Vorjahresmonat. Die Stellenmeldungen kommen insbesondere aus den Branchen des verarbeitenden Gewerbes und des Baugewerbes, was ebenfalls für eine wetterbedingte Belebung spricht. Die Arbeitslosenquote im Gesamtbezirk sinkt im März um 0,1 auf 5,9 Prozent.

Erstmals seit dessen Start im Oktober 2014 werfen die Statistiker einen Blick auf das laufende Ausbildungsjahr. Bislang haben sich 1.816 junge Menschen bei der Arbeitsagentur gemeldet, um Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu finden. 1.174 von ihnen sind nach wie vor auf der Suche nach einer Lehrstelle. Dem gegenüber stehen 1.495 Ausbildungsstellen-Angebote, die der Arbeitsagentur seit Oktober gemeldet wurden. Übrig geblieben sind davon 946 Stellen. Sorgen, dass am Ende viele Jugendliche ohne Ausbildungsperspektive da stehen könnten, wie dies im letzten Jahrzehnt häufig der Fall gewesen ist, macht Karl-Ernst Starfeld sich allerdings nicht. Zum einen seien die Ausbildungsmarktdaten zu diesem frühen Zeitpunkt keine allzu verlässliche Quelle für die Gesamtbewertung eines Ausbildungsjahres, erklärt der Experte.

„Anders als auf dem Arbeitsmarkt, der von einem ständigen Kommen und Gehen geprägt ist, wird hier nur einmal im Jahr eingestellt. Es ist deshalb durchaus möglich, dass Bewerber, aber auch Betriebe, die sich später erst melden, das Zahlenwerk noch einmal völlig verändern.“ In den letzten Jahren sei es regelmäßig so gewesen, dass es zu Beginn mehr Bewerber als Stellenangebote gegeben habe, am Ende aber immer deutlich mehr Ausbildungsplätze übrig blieben als unversorgte Jugendliche.

Der Agenturleiter rät den jugendlichen Bewerbern, möglichst früh in den Wettbewerb um die besten Stellen einzusteigen. „Auch bei günstiger Ausgangslage kann jede Stelle nur einmal vergeben werden. Wer auf seinen Traumjob hofft, sollte deshalb früh auf den Beinen sein. Denn wer zu spät kommt, muss mit dem zufrieden sein, was übrig bleibt.“


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