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Nachricht vom 06.10.2008    

Julchen ist immer noch im Einsatz

Jede Menge motorisierte Schätzchen gab es am Wochenende in Flammersfeld zu bewundern. Die antiken Fahrzeugen reizen nach wie vor. Die 30. ADAC Raiffeisen Veteranenfahrt fand bei schönster Herbstsonne statt.

Flammersfeld. 172 Teilnehmer zählte der MSC Altenkirchen bei seiner 30. ADAC Raiffeisen Veteranenfahrt in Flammersfeld am Wochenende. Rund um das Flammersfelder Bürgerhaus gruppierten sich die Fahrzeuge der zurückliegenden 90 Jahre. Für die Zweiräder war ein eigener Bereich abgegrenzt. Wie die Personenwagen, waren sie ständig von Fans und Oldtimerfreunden umlagert.

Als ältestes Fahrzeug war ein Citroen B 2 Torpedo aus dem Jahre 1921 dabei. Gefahren wurde er von Joseph Kerkhoffs aus den Niederlanden. Die niederländische Gruppe, seit über 20 Jahren mit dabei, war auch in diesem Jahr wieder mit ihren Oldsmobilen angetreten und warteten mit elf Fahrzeugen auf. Die ältesten Fahrzeuge aus der heimischen Region brachten einmal mehr Georg und ralf Durkowitzer aus Michelbach, mit einem Peugeot 190 S und Peugeot 201 D mit. Viele Teilnehmer waren bereits am Freitag eingetroffen und beteiligten sich bei herrlichem Spätsommerwetter an einer Zielfahrt nach Hamm/Sieg.

Am Samstag hatte sich der Ortskern rund um das Bürgerhaus mit Autos und Motorrädern gefüllt und viele Gäste fanden sich ein um den Start der Veteranenfahrt mitzuerleben. In gewohnter Weise moderierte an den drei Sammelpunkten, dem Flammersfelder Bürgerhaus, dem Schlossplatz Altenkirchen und in der Mittelstraße in Puderbach Friedhelm Adorf die Vorstellung der Teilnehmer. Er ließ es sich auch nicht nehmen, die Tour anzuführen und auf den Plätzen den Einen oder Anderen zu seinem Mobil zu befragen.

Die Strecke führte durch Flammersfeld am Rathaus vorbei in Richtung Ahlbach, Kescheid in Richtung Asbach. Von Dort führte die Fahrt über Maulsbach, Mehren, Rettersen, Weyerbusch, Wölmersen, Heupelzen, Eichelhardt und Mammelzen nach Altenkirchen. Nach der Mittagspause zog die Kolonne weiter, immer wieder am Straßenrand von den Anwohnern der Ortschaften bestaunt, über Michelbach, Mudenbach, Freirachdorf und Wienau und Raubach nach Puderbach. Der Restteil der Strecke führte dann über Seifen und Döttesfeld wieder zum Startort Flammersfeld. Die Teilnehmer hatten aber nicht nur ihre Fahrzeuge sicher über die strecke ins Ziel zu bringen, sondern mussten auch noch, sofern sie am Wettbewerb teilnehmen wollten, einen Fragenkatalog ausfüllen. An den Stopps wurden Sonderaufgaben gestellt. Weiterhin wollte man wissen ab welchem Jahr Raiffeisen die Straße von Flammersfeld in Richtung Asbach bauen lies.




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Gestartet waren die 172 Teilnehmer in acht Klassen. Die erste Klasse beinhaltete Fahrzeuge bis zum Baujahr 1939. Die zweite Klasse bis 1965, die dritte bis 1975. Die Gruppe vier waren Motorräder bis 1930, die fünfte bis 1950 und umfasste nur zwei Fahrzeuge. Eine DKW KS 200 und eine BMW R 75. Die Gruppe sechs sah Fahrzeuge bis 1959 und die siebte Gruppe Motorräder bis 1975. Zur Gruppe acht gehörten die Lastkraftwagen. Attraktion war hier die Drehleiter von Herbert Schmid aus Obererbach mit seinem Rechtslenker, eine Berna DL 30. Das älteste, noch im Dienst stehende Feuerwehrfahrzeug lenkte Sven Sauer aus Altenkirchen, einen TLF Klöckner Humbold Deutz TL, Baujahr 1960. Das Julchen so wird sie liebevoll im Löschzug Altenkirchen genannt, steht seither im Dienst in Altenkirchen und rollt auch heute noch mit zu den Einsätzen. Den ältesten LKW brachte Sandro Marrazza aus Flammersfeld mit seinem Simca 8 Betonmischer auf die Strecke. (wwa)
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Fans antiker Wagen kamen am Wochenende nicht am Westerwald vorbei!
Fotos: Wachow


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