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Nachricht vom 26.04.2015 - 08:58 Uhr    

Betreuungsverein der Diakonie besuchte Seniorenzentrum

Der Betreuungsverein im Diakonischen Werk Altenkirchen e.V. besuchte kürzlich im Rahmen seines Halbjahresprogrammes mit Mitgliedern diesmal das Azurit Seniorenzentrum in Birken-Honigsessen. Die Einrichtung bietet Menschen mit Suchterkrankungen einen Wohnbereich und hat keine Altersbegrenzung.

Der Diakonie-Betreuungsverein besuchte mit Ehrenamtlichen das Azurit Seniorenzentrum, von links: Reinhild Roßbach, Larisa Viklenko und Tochter Alexandra, Wolfram Westphal, Elisabeth Heier, Ernst-Burkhard Müller und die Heimleiterin Christine Weishaupt. Foto: pr

Birken-Honigsessen. Heimleiterin Christine Weishaupt stellte den Besuchern die Einrichtung vor. Schwerpunkt des Austausches war der Wohnbereich für Bewohner mit Abhängigkeitserkrankungen, wobei Alkohol im Vordergrund steht, aber auch Spielsucht. Er besteht erst seit 2013. Derzeit leben dort siebzehn Personen mit Abhängigkeitserkrankungen mit der Erlaubnis zum Konsumieren; insgesamt wohnen derzeit 55 Menschen im Heim.

Eine Altersgrenze gibt es nicht wie bei den Seniorenheimbewohnern, wo die Grenze 60 Jahre gilt. 36 Jahre alt ist somit der jüngste Bewohner. Auf Nachfrage von Vereins-Geschäftsführer Wolfram Westphal berichtete die Leiterin, dass es keine Suchtmittelbegrenzung gebe, die Bewohner aber unter sozialer Kontrolle stünden und lernten, Verantwortung für die anderen Senioren zu übernehmen. Diese profitierten von deren Hilfsangeboten, wie Rollstuhlschieben, Begleitungen und mehr. Weishaupt zeigte sich zufrieden mit dem Zusammenleben. Die Einrichtung habe Erfolg, wenn die zugezogenen Menschen stabil würden und sich wohlfühlten. Grenzsetzung sei wichtig, freies Handeln innerhalb gesetzter Grenzen gewollt.

Im Laufe des Nachmittags wurde bei einem schmackhaften Kaffeeangebot ein angeregtes Gespräch aller Beteiligten geführt, zumal die Besucher größtenteils selber ehrenamtlich rechtliche Betreuungen führen. Es zeigte sich, dass dieses Wohnmodell gerade für Menschen, die nicht mehr von legalen Suchtmitteln loskommen können oder wollen, eine oftmals letzte Möglichkeit darstellt, ihr Leben zu ordnen oder zumindest in Würde zu gestalten. Es steht konzeptionell ganz im Gegensatz zu den soziotherapeutischen Einrichtungen, wo kein Alkoholkonsum geduldet wird.

Mit einem herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht und die freundliche Bewirtung verabschiedete sich die Besuchergruppe des Diakonie- Betreuungsvereins und wünschte Weishaupt sowie ihrem Team eine weiterhin erfolgreiche Arbeit.

Der Diakonie-Betreuungsverein ist bei Fragen und für Beratungen zu rechtlichen Betreuungen sowie Vorsorgevollmachten erreichbar im Haus der Evangelischen Kirche, Stadthallenweg 16, 57610 Altenkirchen, sowie unter Telefon: 02681/8008-20.



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