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Nachricht vom 27.04.2015    

Musikverein Scheuerfeld brilliert mit Jubiläumskonzert

Der Musikverein Scheuerfeld 1890 feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass lud der Verein zu einem Jubiläumskonzert in die Stadthalle in Betzdorf Fans, Freunde und Gönner ein. Die Besucher erwartete ein Konzert von hohem musikalischem Niveau unter der Leitung des Dirigenten Daniel Ridder. Für die Mitwirkenden gab es stehenden Applaus für ein grandioses Konzert.

Dirigent Daniel Ridder und die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Scheuerfeld präsentierten ein grandioses Jubiläumskonzert in der Stadthalle Betzdorf. Fotos: Manfred Hundhausen

Betzdorf/Scheuerfeld. Ein großartiger Dirigent mit einem großartigen Orchester ergibt zwangsläufig ein großartiges Konzert. Wie gut diese Symbiose funktionierte, konnten die Besucher in der vollbesetzten Stadthalle in Betzdorf am Samstagabend, den 25. April erleben.

Die 64 Musiker des „Großen Orchesters“ wussten ebenso zu überzeugen, wie das fast 40-köpfige Jugend-Orchester des Vereins (wobei einige Jugendliche in beiden Orchestern spielen)und begeisterten mit ihrem breitgefächerten Repertoire die Zuhörer. Mit der Fanfare anlässlich der Eröffnung der olympischen Spiele 1984 in Los Angeles von John Williams begrüßte der Musikverein seine Gäste musikalisch in der der Stadthalle Betzdorf.

Die obligatorische Begrüßung der Gäste übernahm der 1. Vorsitzende des Vereins, Michael Henseler. Ein herzliches Willkommen galt dem Ortsbürgermeiser von Scheuerfeld, Harald Dohm mit Gattin Salome Becker-Dohm, dem Ortsbürgermeister der Nachbargemeinde Wallmenroth und Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach mit Gattin Helena, sowie dem in dreifacher Funktion, nämlich als Ortsvorsteher von (Brooch) Bruche, Stadt- und VG-Bürgermeister Bernd Brato mit Gattin Susanne. Ihm dankte Henseler, das sich der Jubilar in so einer schönen Stadthalle präsentieren durfte. Henseler freute sich besonders die Ehrenmitglieder Karl-Heinz Becker, der gleichzeitig auch Schirmherr des Jubiläums ist, Willi Grothe, Stefan Groos und Klaus Hemmersbach und erstmalig als Ehrenmitglieder die noch vier aktiven Musiker Norbert Hasberg, Heinz Müller, Walter Röhrig und Josef Mailinger begrüßen zu können. Stellvertretend für die befreundeten und benachbarten Vereine begrüßte Henseler als Freunde Abordnungen des Schützenvereins und des Musikvereins aus Saßmicke im Sauerland.

Das Konzert war nicht nur einfach eine Bemühung, den mit vielen Klischees behafteten, Begriff der Blasmusik zu "entstauben", sondern eine in allen Belangen gelungene Vorstellung. Besonders bei einem Stück wie „Suite of Celtic Folk Songs“ wurde dem Zuhörer vermittelt wie auch ein deutsches Blasmusikorchester alt-irische-Weisen musikalisch zelebrieren kann. Mit Waldhörnern als Dudelsackimitate und dem Solo einer Piccoloflöte erforderte das dreisätzige Stück höchste technische Virtuosität des gesamten Orchesters. Die Ovationen des Publikums waren dem Orchester anschließend gewiss. Viel Vergnügen bereitete den Zuhörern die „Zampa-Ouvertüre“ von Ferdinand Herold sowie „Jupiter Hymn“ von Gustav Holst und der nur so vor Lebensfreude strotzende Konzertmarsch „Vivat Athesis“ von Hans Finatzer. Mit dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ endete der 1. Teil des Konzertes.

Das Jugendorchester zeigte nach der Pause mit „Choral and Rock“ von Ted Huggens, „Wonderful Invention“ von Dizzy Stratford und dem schon legendären Song von Deep Purple „Smoke on the water“, dass sich der Musikverein Scheuerfeld momentan keine Nachwuchssorgen zu machen braucht. Themen des weiteren Konzertes waren die Filmmusik von „Jurassic Park“ von John Williams und die fetzigen Klänge des Musicals „Elisabeth“, einer Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und dem Tod, von Michael Kunze und Silvester Levey.
Der Abend endete mit „The Best of Earth, Wind & Fire“ arrangiert von Peter Kleine Schaars mit den vier Tophits der amerikanischen Band.

Durch das Programm führte gekonnt und charmant die Saxophonistin und Dirigentin des Vororchesters Ann-Kathrin Hemmersbach. Für die Moderation des Jugendorchesters waren Selina Becher und Swantje Steup verantwortlich. Stellvertretend für die vielen Musiker, die immer wieder gerne zum MVS zurückkommen, dankte Henseler Nina Dilhewer auf der Oboe und Alexander Birkholz am Schlagzeug die beide inzwischen Berufsmusiker bei der Bundeswehr sind. Nina beim Heeresmusikkorps in Koblenz und Alexander beim Marinemusikkorps in Kiel. Danke schön sagte Michael Henseler auch den zwei engagierten und qualifizierten Dirigenten des Jugendorchesters Tanja Röhrig und Andre Becker.

Eine überraschende Ehrung gab es noch für Daniel Ridder für 10 Jahre Dirigenten-Tätigkeit. Er erhielt die Bronzene Dirigentennadel des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz überreicht durch den Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Frank Weyer.

Ridder war von 2005 bis 2007 Dirigent des Musikvereins Albaum (Kirchhundem) und anschließend bis 2012 Dirigent des befreundeten Musikvereins Saßmicke im Sauerland, wo man sich kennengelernt hatte. Da der Musikverein Scheuerfeld 2012 einen neuen Dirigenten suchte und Ridder zu diesem Zeitpunkt frei war, kam es schnell zu einer Einigung. Der Vorsitzende lobte ihn als Profi im wahrsten Sinne des Wortes mit professioneller Einstellung, Souveränität und Literaturkenntnis.

An das Publikum appellierte er um Unterstützung des Vereins und dessen Arbeit. „Werden Sie Mitglied bei uns, schicken sie ihre Kinder zu uns in die musikalische Ausbildung und kommen Sie zu unseren Veranstaltungen“, bat er. Am dritten Juli Wochenende, vom 17. bis 19. Juli wird bei einem Jubiläums Open-Air-Konzert, am Dorfbrunnen in Scheuerfeld gemeinsam mit den Bürgern und Gästen aus nah und fern, drei Tage lang gefeiert. (phw)



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