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Nachricht vom 28.04.2015 - 14:30 Uhr    

Crowdfunding: Die Masse machts

Gemeinsam mehr erreichen: Das ist die Idee des Crowdfundings. Konkret geht es um das Sammeln von Spenden für Projekte und Initiativen. Die Westerwald Bank bietet Vereinen und Institutionen in der Region hierzu ab sofort eine Plattform - und steigt selbst als Spender ein.

Informierten über die Crowdfunding-Plattform für Vereine: (von links) Dr. Ralf Kölbach, Vorstand der Westerwald Bank, Giesenhausens Ortsbürgermeister Michael Meier, Julia Groß, Leiterin Multikanalmanagement der Westerwald Bank und Marketingleiterin Thorsten Holzapfel. (Foto: Westerwald Bank)

Hachenburg. Crowdfunding, das gilt landläufig bisher als adäquates Instrument für Start-ups, Jung- und Kleinunternehmen oder Freiberufler aus der Kreativwirtschaft, um - in der Regel online - Geld für Investitionen oder bestimmte Projekte einzusammeln. Die Crowd als Masse oder Schwarm trägt mit vielen Kleinstbeträgen zum Gelingen bei. Die Idee: Viele schaffen mehr. Die Westerwald Bank, als Genossenschaftsbank in der Nachfolge Friedrich Wilhelm Raiffeisen („Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“) und Herman Schulze-Delitzsch dem Crowdfunding-Gedanken ohnehin verbunden, hat nun eine Online-Plattform (westerwaldbank.viele-schaffen-mehr.de/) geschaffen, die dazu dienen soll, Ideen, Initiativen, Projekte von Vereinen und Verbänden oder Institutionen in die Tat umzusetzen. „Wir wollen Projekte und Förderer in der Region zusammen bringen. Der eine Verein muss möglicherweise das Vereinsheim erweitern, ein Kindergarten braucht dringend neue Spielgeräte, ein Musikverein Lerninstrumente für den Nachwuchs. Die Unterstützung kommt Projekten in unmittelbarer Nachbarschaft zugute. Die Plattform ist eine Ergänzung der bisherigen Möglichkeiten staatlicher und privater Förderung“, erläuterte Bankvorstand Dr. Ralf Kölbach im Rahmen eines Informationsabends in der Westerwald Bank in Hachenburg. Mit der neuen Crowdfunding-Plattform der Bank sollen diese Ideen die Chance auf Umsetzung bekommen.

Projektideen müssen beworben werden
Zunächst stellt man dazu die Idee oder ein Projekt auf der Plattform vor - in Wort, Bild und Video. Wichtig: Die erforderliche Summe zur Umsetzung muss auch aufgeführt werden. „Von nun an geht das Projekt in eine zweiwöchige Startphase auf dem Viele-schaffen-mehr-Portal. Das Ziel dabei ist es, möglichst viele Fans zu gewinnen, um die nächste Stufe zu erreichen. Dazu sollte man Freunde, Bekannte, Kollegen ansprechen und Werbung für die Idee in den eigenen Netzwerken machen“, so Julia Groß, Leiterin Multikanalmanagement der Westerwald Bank.

Erst dann wird es richtig spannend: Finden sich nämlich genügend Fans, geht das Projekt in die dreimonatige Finanzierungsphase. Das heißt, jetzt können Unterstützer die Höhe ihres finanziellen Engagements festlegen - online, aber über ein papiergebundes Formblatt auch offline. Auch dann gelte es, die Werbetrommel zu rühren, denn am Ende der Finanzierungsphase entscheidet sich, ob das Projekt durch das Erreichen der Zielsumme umgesetzt werden kann. Denn nur wenn das Projektziel erreicht wird, kommt es auch zur Auszahlung der zugesagten Beträge der Unterstützer, die in der Regel - je nach Höhe der Unterstützung - ein Dankeschön bzw. eine Spendenquittung erhalten. Derzeit läuft beispielsweise die Finanzierungsphase für die Spielplatz-Neugestaltung an der Grillhütte in Giesenhausen, die Ortsbürgermeister Michael Meier vorstellte.

Westerwald Bank stellt 10.000 Euro bereit
Die Westerwald Bank setzt bei diesem Projekt bewusst auf das Engagement der Akteure in der Region. Schließlich, so Marketingleiter Thorsten Holzapfel, erzielten Projekte mit breiter Unterstützung in Vereinen und in der Bevölkerung in der Regel höhere Identifikation. „Beim Crowdfunding geht es um mehr als die klassische Transaktion von Geld gegen Leistung oder Produkt. Der Geldgeber ist auch emotional beteiligt. Und der Projektinitiator bekommt von der Crowd nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch einen Vertrauensvorschuss und den Rückhalt durch eine Gruppe von Unterstützern.“ Die Westerwald Bank selbst hat für die Startphase der Crowdfunding-Aktion zunächst einen Spendentopf von 10.000 Euro ausgelobt, aus dem sie die vorgestellten Projekte unterstützt. „Für jeden zahlenden Unterstützer, der mindestens 5 Euro spendet, spendet die Bank ebenfalls 5 Euro“, so Holzapfel.

Teilnehmen können gemeinnützig anerkannte Vereine und Institutionen, die ihr Konto bei der Westerwald Bank führen. Die Projekte können aus den unterschiedlichsten Bereichen stammen und sozial-karitativen Charakter haben, kulturell ausgerichtet sein oder aus den Bereichen Sport, Bildung, Gesundheit, Erziehung, Brauchtumspflege, Umwelt oder Ökologie stammen.

Alles Wissenswerte gibt es online unter: www.westerwaldbank.viele-schaffen-mehr.de



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