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Nachricht vom 11.10.2008    

Kinder sind geprüfte Apfelmoster

Wie wird Apfelsaft hergestellt? Die Kinder aus der Tagesstätte Kunterbunt hatten aus Flammersfeld Gelegenheit, dies hautnah zu erleben. Nun sind sie geprüfte Apfelmoster.

Reiferscheid. Am frühen Vormittag besuchten die Jungen und Mädchen der Kindergartengruppe Bärenhöhle der Kindertagesstätte Kunterbunt in Flammersfeld das Anwesen der Familie Pohl in Reiferscheid. Grund des Besuches war die Einladung durch Sabine und Jürgen Pohl, deren Tochter Leona in dieser Kindergartengruppe ist, zum Apfelmosten. Es regnete wie aus Eimern, als die Kinder mit ihren Erzieherinnen Engolda Bohlscheid und Rita Otten sich im Hof an der Scheune versammelten. Jürgen Pohl schnappte sich eine mittellange Aluleiter und gemeinsam zogen sie auf die Streuobstwiese, wo die Apfelbäume stehen. Er setzte an zwei Ästen, an denen die Äpfel wie reife Trauben hingen, an und schüttelte so die Früchte vom Baum. Die Kinder stürzten sich auf die Früchte am Boden und sammelten sie in zwei große Kisten ein.

Auf dem Hof stand bereits ein Wasserkübel für die Äpfel bereit. Darin wurden sie gründlich gesäubert und in Kisten verfrachtet. Jetzt durften die Kinder die Äpfel schön einzeln in einen Obsthäcksler werfen und zuschauen, wie unten die zerkleinerten Äpfel herauskamen. Diese brachten sie eimerweise in die Presse, wo die Apfelstücke mit Hilfe eines Traktorantriebes zusammengepresst wurden und durch die Spalten der Presse der Saft über eine Rinne in einen Behälter lief. Zum Sudabsetzen wurde der Saft in einem weiteren Behälter gesammelt. Das dauert natürlich ein Weilchen, und um diese Zeit zu überbrücken, wurden die Kinder zum zweiten Frühstück in den Partyraum eingeladen. Bei frischen Brötchen mit Wurst, Käse und auch Apfelgelee, sowie warmen Kakao, Milch und Apfelsaft wurde schnell vergessen, dass es draußen immer noch regnete.



Schließlich ging es wieder zurück in die Scheune und der nun abgesetzte, klare Saft wurde in den Obstkocher gefüllt. Der nächste Schritt hätte einige Zeit gedauert und so erhielten die Kinder bereits zuvor abgefüllte, kleine Apfelsaftflaschen. Als Überraschung gab es noch eine Urkunde für die jungen Gäste, die bescheinigt, dass sie nun geprüfte Apfelmoster sind. Unterschrieben ist das Zertifikat von „Dr. Dr. Apfelsaft“ und „Prof. Dr. Streuobstwiese“. Die Kinder hatten der Familie Pohl als Dankeschön ein Blumengeschenk mitgebracht. (wwa)
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Foto: Mit der Presse wurde der Saft aus den Fruchtstücken gepresst.
Fotos: Wachow


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