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Nachricht vom 10.05.2015    

Vesakh-Fest im Kloster Hassel

Das traditionelle Vesakh-Fest wurde im buddhistischen Kloster Hassel mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Zahlreiche Gäste fanden den Weg ins Kloster der Dhamma-Stiftung und informierten sich.

Zum Vesakh-Fest im Kloster Hassel sprach Bürgermeister Heijo Höfer (Mitte) ein Grußwort. Foto: pr

Pracht-Hassel. Im Kloster Hassel fand zum Vollmond im Mai das traditionelle Vesakh-Fest statt, bei dem im Buddhismus weltweit an die Geburt, den Durchbruch zu klarer Erkenntnis und den Tod von Siddhattha Gotama, dem letzten Buddha, erinnert wird. Zu diesen Anlass war ein "Tag der offenen Tür" für alle Besucher und Interessierte organisiert worden.

In persönlich gesprochenen Grußworten hob zunächst Heijo Höfer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde und Kreisstadt Altenkirchen, die Offenheit und Bereitschaft des Klosters, mit anderen in Kontakt zu treten, hervor.

Pfarrer Prof. Dr. Klaus Otte, Synodalbeauftragter der evangelischen Kirche, sah in der Veranstaltung ein lebendiges Beispiel für den Dialog der Religionen und plädierte in einem vertiefenden und poetischen Beitrag für die Überwindung von Abschottung in den Religionstraditionen.

Bernd Niederhausen, Ortsbürgermeister von Hamm (Sieg), zum 5. Mal beim Vesakh-Fest dabei, wies darauf hin, dass dieser Tag in Würdigung des buddhistischen Beitrags zur Weltkultur 1999 von der UN-Generalversammlung als internationaler Feiertag anerkannt wurde. Er selbst könne vom Geist dieses Tages stets etwas in den Alltag mitnehmen.

Eckhard Voigt, Bürgermeister von Birkenbeul und Weißenbrüchen, wo sich der Verwaltungssitz der Dhamma-Stiftung befindet, wies auf die langjährige, gute und ruhige Zusammenarbeit hin.

Paul Stefes, Bürgermeister von Helmeroth, berichtete von eigenen beeindruckenden Erfahrungen bei Gesprächen im Kloster und der Atmosphäre dort. Auch übermittelte er Grüße vom Tibet-Gesprächskreis.

Auf die Begrüßung der Gäste – die meisten waren zum Kloster gewandert - durch die leitende Nonne Ew. Dhammā Mahātherī folgte in der Moderation durch Dr. Martin Hoffmann die Übermittlung von Grüßen und guten Wünschen von Landrat Michael Lieber und den Mitgliedern des Kuratoriums der Dhamma-Stiftung.

In ihrem Vortrag, um den sie gebeten worden war erläuterte Ew. Dhammā Mahātherī den Weg des Buddha und die Grundzüge seiner Lehre. Seinen mittleren Weg fand er auf der Suche nach Frieden und innerer Freiheit nach vielfältigen Erfahrungen mit den Freuden des Lebens, mit meditativer Vertiefung und mit Askese. Die Extreme der Wege verwerfend hat der von ihm beschriebene Pfad als Grundlage Tugend und Ethik, geistige Schulung mit der Achtsamkeitsentwicklung sowie eine friedvolle, hasslose, entsagende Gesinnung und mündet in die rechte Erkenntnis der Lebensprozesse.




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Nach dem stärkenden und wohlschmeckenden Mittagsimbiss, bereitet unter der Regie von Thomas Heck, gab Daniel Simon eine Einführung in die Gehmeditation. Anschließend stellten Mitglieder des Förderkreises Kloster Hassel das Zusammenwirken von Orden und Laien im Kloster dar. Kloster als Ort der geistigen Übung und Begegnung trägt in sichtbarer Form die ein Leben stützenden Bedingtheiten. Durch die vier Tore für Bedarfsgüter – Nahrung, Kleidung, Wohnstatt, Medizin – bringen Laien (nicht Ordinierte) ihre Form der Förderung ein. Der Orden wiederum schenkt erfahrbaren Zugang zu geistigem Wissen, Orientierung, Rat, Gespräch und geistigen Beistand, die Erhaltung des klösterlichen Rahmens, Übungstage, Seminare und Vorträge. Gemeinsam schaffen Orden und Laien im Kreis des Annehmens und Förderns das, was ein Kloster ausmacht.

Die Gäste hatten vielfältige Möglichkeiten, sich über klösterliches Leben zu informieren. Ein Schwerpunkt ihrer Fragen die konkrete Antworten fanden, betraf die Umsetzung des theravada-buddhistischen Ordenslebens in westlicher Kultur wie im Kloster Hassel praktiziert, frei von asiatisch-kulturellen Prägungen.

Den Ausklang und Abschluss des Tages bildeten drei buddhistische Märchen, vorgetragen von Julia Francke, begleitet von Thomas Heck auf dem Didgeridoo, einem Holzblasinstrument der Ureinwohner Australiens. Die Märchen hatten in ihrer Metaphorik die Wandlungen des Lebens auch über den Tod hinaus zum Inhalt.


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