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Nachricht vom 21.10.2008    

Den Alltag aktiv mitgestalten

Freude beim Kinderhaus Pumuckl in Hattert. Die Westerwald Bank spendete der heilpädagogischen Einrichtung 2.000 Euro. Die kommen wie ein warmer Regen, denn unter anderem braucht das Haus einen neuen Lift.

Hattert. Es liegt nahezu idyllisch, das Kinderhaus Pumuckl in Hattert. Kaum Straßenverkehr, rundherum Natur - die ideale Umgebung für Kinder. Das war wohl ein Grund für Gabriele Ernst, als sie vor fast 15 Jahren die gemeinnützige GmbH Kinderhaus Pumuckl gründete. Bis dahin hatte sie das Kinderhaus in Form einer Pflegefamilie geführt, aber als diese Familie immer größer wurde, war dieser Schritt nur konsequent. Im Kinderhaus Pumuckl leben Kinder mit schweren und schwersten körperlichen und geistigen Behinderungen, die kaum eine Chance haben, in einer Pflegefamilie aufgenommen zu werden. Derzeit betreut und fördert das Team um Gabriele Ernst acht Kinder. „Jedes Kind soll sich seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechend entfalten können und dabei ein positives Selbstbild entwickeln können“, sagt die Kinderhaus-Leiterin. Um das zu realisieren, bedarf es einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung, fester Bezugspersonen und der Möglichkeit, die wohnliche Umgebung und den Alltag aktiv mitgestalten zu können.

„Das Kinderhaus ist im Ort verwurzelt, bietet eine gute Alternative zu großen Pflegeeinrichtungen und sichert vor allem, dass die Kinder und Jugendlichen feste Bezugspersonen haben und in einer dauerhaften Gemeinschaft leben “, sagte Paul-Josef Schmitt, Vorstand der Westerwald Bank, bei einem Besuch in Hattert. Er zeigte sich beeindruckt vom heilpädagogischen Ansatz des Hauses, wo die Kinder ganzheitlich gefördert werden. Es steht nicht nur ihr jeweiliges Handicap im Mittelpunkt des Miteinanders. „Wir freuen uns natürlich, wenn wir mit der Unterstützung die Rahmenbedingungen für die Arbeit des Teams verbessern können“, so Schmitt.



Gemeinsam mit Martin Schütz, Kundenberater der Westerwald Bank in Bad Marienberg, überbrachte er eine Spende von 2.000 Euro für das Kinderhaus. Anlässlich der 750-Jahr-Feier von Bad Marienberg hatte die dortige Bankbelegschaft einen Verkaufsstand. Den Erlös hat die Bank aufgestockt und fördert damit die Arbeit des Kinderhauses. „Wir sparen im Moment für einen neuen Lift, da wäre das Geld bestens angelegt“, so die Reaktion von Gabriele Ernst. Auch der Lift hat bald 15 Jahre auf dem Buckel und muss erneuert werden. Da kommt die Spende wie ein warmer Regen, denn auch andere Ausgaben, die die Pflegekassen nicht tragen können, wollen bestritten werden, etwa Freizeiten für die Kinder. Im nächsten Jahr feiert das Kinderhaus seinen 15. Geburtstag. Dann soll es ein kleines Sommerfest geben, bei dem das Haus seine Arbeit einmal mehr vorstellen will. (as)
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Foto: Freude über die Spende der Westerwald Bank bei den Bewohnern des Kinderhauses Pumuckl in Hattert, die Bankvorstand Paul-Josef Schmitt (links) und Kundenberater Martin Schütz (Mitte) an Leiterin Gabriele Ernst (4. von links) übergaben.



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