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Nachricht vom 11.06.2015    

Jobcenter im Kreis sind besondere Dienstleister

Zum Informationsbesuch beim Jobcenter in Betzdorf kamen MdB Erwin Rüddel und der Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach. Den Jobcentern im Kreis Altenkirchen geht die Arbeit nicht aus, denn ein neues Bundesprogramm zur Förderung Langzeitarbeitsloser soll auch hier umgesetzt werden.

Um die aktuelle Situation Langzeitarbeitsloser im Landkreis Altenkirchen ging es bei einem Gespräch in Betzdorf, von rechts: Erwin Rüddel, Michael Wäschenbach, Heiner Kölzer und Manfred Plag. Foto: Reinhard Vanderfuhr

Betzdorf. Wie es um die Situation Arbeitsloser, insbesondere Langzeitarbeitsloser, im Landkreis Altenkirchen bestellt ist und welche Rolle dabei den Jobcentern im Kreis zukommt, wollte der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel wissen. Dazu besuchte er das Jobcenter in Betzdorf. Begleitet wurde Rüddel vom Betzdorfer CDU-Landtagsabgeordneten Michael Wäschenbach.

Jobcenter-Geschäftsführer Heiner Kölzer und dessen Vertreter Manfred Plag veranschaulichten, auch unter Bezug auf konkrete Beispiele, die aktuelle Situation. „Im Jahresdurchschnitt“, sagte Kölzer, „bringt das Jobcenter 1200 arbeitslose Personen wieder in Lohn und Brot.“ Allerdings gebe es auf der anderen Seite auch diejenigen Langzeitarbeitslosen, denen der Bezug von Arbeitslosengeld II „zur Normalität“ geworden sei. „Die aber sind nur mit einem sehr hohen Aufwand vermittelbar“, äußerten die Jobcenter-Chefs.

Positiv zeichnet sich jedoch die generelle Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Altenkirchen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II, besser bekannt als „Hartz-IV“, ab. Beispielgebend wurden für Dezember vergangenen Jahres 6.694 Leistungsbezieher in 3.607 Bedarfsgemeinschaften genannt. Den Höchststand gab es im Mai 2008 mit 9.457 Leistungsbeziehern in 4.868 Bedarfsgemeinschaften. „Die Entwicklung ist positiv und spricht für die geleistete Arbeit im Jobcenter“, meinten unisono die beiden Politiker.

„Erfreulich ist hier, dass das gestiegene Beschäftigungsniveau im Kreis kontinuierlich vom Jobcenter genutzt wird und dass damit einhergehend immer weniger Menschen Hartz-IV beziehen müssen. Dies hat konsequenterweise die Senkung der Arbeitslosenquote zur Folge“, betonte Rüddel.

„Dabei“, so Heiner Kölzer, „ist in den Jobcentern das Arbeitspensum gestiegen. Denn wir kümmern uns immer mehr ganz intensiv um Einzelfälle und dabei versuchen wir für die Betreffenden jeweils individuelle Lösungen zu finden.“ Statt Gruppenmaßnahmen, seien gezielte Einzelschulungen angesagt, um Langzeitarbeitslose auch durch bedarfs- und abschlussorientierte Qualifizierungen wieder fit zu machen für den Arbeitsmarkt.

Das Jobcenter im Kreis wird sich an einem neuen Bundesprogramm speziell für Langzeitarbeitslose beteiligen. Hierbei erhalten Arbeitgeber erhöhte Eingliederungszuschüsse und die eingestellten Personen werden falls erforderlich auch noch in den ersten Wochen nach der Einstellung in Abstimmung mit dem Arbeitgeber weiter begleitet, damit der Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess reibungslos verläuft und Beschäftigungsabbrüche vermieden werden.

Das sei einmal mehr ein primäres Anliegen der Jobcenter. Manfred Plag: „Unsere Kunden sollen wieder im Arbeitsmarkt unterkommen. Und deshalb liegt unser besonderes Augenmerk auf Qualität und Erfolgsorientierung.“ Wie die Abgeordneten weiter erfuhren, stellt die ständige Zunahme von in Deutschland angekommenen ausländischen Flüchtlingen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern vor neue Aufgaben und Herausforderungen.

„Ich bin überzeugt, dass in den Jobcentern im Landkreis Altenkirchen alle Möglichkeiten für Langzeitarbeitslose und Arbeitssuchende zur erfolgreichen Wiedereingliederung ins Arbeitsleben wahrgenommen und ausgeschöpft werden. Das unter Abstimmung und Berücksichtigung jeden einzelnen Falles. Auch um hier stets auf dem Laufenden zu sein, wünsche ich den Kontakt zum Jobcenter weiter fortzusetzen“, sagte Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel unter Zustimmung seines Landtagskollegen Michael Wäschenbach.


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Kommentare zu: Jobcenter im Kreis sind besondere Dienstleister

3 Kommentare
Bei den Langzeitarbeitslosen ab 50 Jahren wird überhaupt nicht versucht die in Arbeit zu bringen. Will sich jemand in der Altersklasse selbstständig machen und fragt nach Förderung heisst es Sie sind zu alt. Desweiteren scheint es so, das im Bereich von Herrn Kölzer keine Kontrollen und Sanktionen stattfinden.
#3 von Thomas , am 15.06.2015 um 07:27 Uhr
Vor 3 Jahren war ich 3 Monate nach 20 Jahren in Lohn und Brot arbeitssuchend. Die heutige Arbeitsstelle habe ich mir selbst gesucht, mit viel Engagement meinerseits. Bei der Arbeitsagentur wurden mir nur Steine in den Weg gelegt. Diese Agentur ist mir zuweit vom Menschen weg. Menschen die in der Zeit Unterstützung brauchen. Menschen die sich sowieso schon zweitrangig fühlen.
#2 von Michael Müller, am 13.06.2015 um 10:38 Uhr
„Im Jahresdurchschnitt...bringt das Jobcenter 1200 arbeitslose Personen wieder in Lohn und Brot.“
Was für eine Art von Arbeitsverhältnissen damit gemeint ist, wird allerdings nicht gesagt. Zeitarbeit, Leiharbeit, MiniJobs - alles prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die oftmals dazu führen, dass die ArbeiterInnen weiterhin Transferleistungen gem. SGB II, sog. Aufstocker, in Anspruch nehmen müssen.
#1 von Manfred Wolter, am 11.06.2015 um 17:53 Uhr

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