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Nachricht vom 26.06.2015    

Zukunftswerkstatt Altenkirchen startet

Am Samstag, 27. Juni, 9 Uhr startet die Zukunftswerkstatt Altenkirchen als siebtes Modellprojekt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler traf Bürgermeister Heijö Höfer und Projektleiterin Beate Drum um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Auch hier sind viele Ärzte über 60 Jahre alt und die Nachfolge nicht gesichert.

Zum Start der Zukunftswerkstatt kam Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Mitte) nach Altenkirchen und traf Bürgermeister Heijo Höfer und Projektleiterin Beate Drum. Foto: Wolfgang Hörter

Altenkirchen. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler besuchte die Verbandsgemeinde Altenkirchen vor Beginn der Zukunftswerkstatt, um gemeinsam mit dem Bürgermeister Heijo Höfer und seiner Mitarbeiterin Beate Drumm (Projektleiterin der Zukunftswerkstatt in der VG Altenkirchen), auf das Modellprojekt aufmerksam zu machen.

Damit startet Altenkirchen als siebte Region das Projekt zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. „Ich freue mich über das Engagement der Verbandsgemeinde Altenkirchen, die sich für die Sicherstellung der Versorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger einsetzt. Ich erhoffe mir von dem Austausch nachhaltige Ergebnisse, um die ärztliche Versorgung in der Region für die nächsten Jahre verbessern zu können“, so die Ministerin.

Die Aufgabe der Zukunftswerkstätten ist, gemeinsam mit den lokalen Akteuren des Gesundheitswesens und unter Mitwirkung der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz geeignete Ideen, Maßnahmen und konkrete Umsetzungsschritte zur Sicherung der ärztlichen Grundversorgung zu entwickeln.

„Noch sind wir in Rheinland-Pfalz gut versorgt, doch gerade in den ländlichen Regionen wird es immer schwieriger Ärztinnen und Ärzte zu finden, die freiwerdende Arztsitze – und besonders Hausarztsitze – wieder besetzen“, erklärte die Ministerin.



Allerdings seien 30 Prozent der niedergelassenen Ärzte über 60 Jahre. In der VG Altenkirchen sind aktuell von 14,5 Ärzten, fünf älter als 60 Jahre, das heißt wenn nicht jetzt die Weichen gestellt werden, dann drohe in der Verbandsgemeinde in den nächsten Jahren eine Unterversorgung. Deshalb werden vom Land Fördergelder (bis zu 15.000 Euro) gewährt, bei Niederlassung eines neuen Arztes. Es gelte sich zu konzentrieren auf die Strukturen von heute mit den jetzigen Schwerpunkten in der Verbandsgemeinde Altenkirchen und Weyerbusch und diese zu erweitern und fördern.

Die erste Runde der lokalen Workshops hat Ende Mai begonnen. Auf einer zentralen Informationsveranstaltung haben die Regionen die Möglichkeiten sich untereinander auszutauschen und diese Erkenntnisse in einem zweiten Workshop vor Ort zu diskutieren. Im dritten Quartal 2016 sollen die Ergebnisse vorgestellt werden.


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