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Nachricht vom 02.07.2015    

Neuer Bezirksbeamter Klaus Rainer Bläcker in Herdorf

Der bisherige Bezirksbeamte Polizeihauptkommissar Wilfried Schneider (61) wurde nach 42 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, seine Nachfolge im Bezirksdienst Herdorf übernimmt Polizeioberkommissar Klaus Rainer Bläcker (57). Verabschiedung und Vorstellung fanden im Rathaus Herdorf statt.

Polizeihauptkommissar Wilfried Schneider i.R. (vorne links) daneben sein Nachfolger Polizeioberkommissar Klaus Rainer Bläcker. Im Hintergrund von links: VG Bürgermeister Wolfgang Schneider, Polizeioberrat Christof Weitershagen und Stadtbürgermeister Uwe Erner. Foto: anna

Herdorf. Stadtbürgermeister Uwe Erner zeigte sich erfreut, dass seitens der Polizeiinspektion Betzdorf die Entscheidung getroffen worden ist, auch künftig im Bezirksdienst Herdorf einen Beamten vor Ort zu haben.

Erner berichtete, dass er alle Bezirksbeamten Herdorfs, seit Einführung dieses Berufsbildes, gekannt habe und erinnerte nochmals an Edmund Mertens und Holger Dapprich. Die auch als „Kontaktbeamte“ bezeichneten Polizeikräften hätten eine wichtige Aufgabe. Durch den Kontakt zu den Menschen vor Ort knüpften sie Netzwerke. Die Schnittstelle in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung wäre das Ordnungsamt und diese Zusammenarbeit habe auch immer gut funktioniert.

Wilfried Schneider habe als Sassenrother zudem über die notwendigen Ortskenntnisse verfügt, was gerade in Herdorf, direkt an der Grenze zu NRW von Vorteil gewesen sei. Es gebe schließlich „Grenzverkehre“ die sowohl im Guten wie auch im Negativen in beide Richtungen verliefen. Erner bezeichnete Schneider als den „richtigen Mann an der richtigen Stelle“ und bedankte sich bei diesem für die geleistete Arbeit. Dessen Nachfolger Klaus Rainer Bläcker hieß er herzlich willkommen in Herdorf und wünschte diesem eine gute und erfolgreiche Zeit.

VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider sprach Christof Weitershagen, dem Leiter der Polizeiinspektion Betzdorf sein Kompliment aus, dafür dass er eine so schnelle Lösung für diese Personalfrage gefunden hatte. Er wünschte Schneider alles Gute für den Ruhestand und dessen Nachfolger viel Freude bei der Arbeit.

Polizeioberrat Weitershagen hatte zuvor kurz die beiden Beamten und deren Vita vorgestellt. Schneider, Jahrgang 1953 hatte nach seiner Schulzeit erst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker absolviert, bevor er 1973 den Dienst bei der Polizei antrat. Nach seiner Ausbildung zum Polizeibeamten arbeitete er im Wechselschichtdienst bei der PI Betzdorf, der er insgesamt 39 Jahre angehörte. Seit 1998 war er Sachbearbeiter für die Jugendkriminalität und begann 2005 den Bezirksdienst in Herdorf.

Sein jetziger Nachfolger Bläcker, Jahrgang 1957 startete seine berufliche Karriere bei der Polizei 1974 in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 1981 wechselte er zur Landespolizei Rheinland-Pfalz und arbeitete bei der damals noch als Schutzpolizeiinspektion Wissen bezeichneten Dienststelle. Von dort wechselte Bläcker 1993 zur PI nach Betzdorf und übernahm 2005 die Aufgabe des Sachbearbeiters für Jugendkriminalität. Seit dem 1. Juli 2015 ist er nun im Bezirksdienst Herdorf tätig.

Die vorwiegenden Aufgaben der Bezirksbeamten sind Ermittlungsarbeit meist in den Bereichen Körperverletzung oder Ladendiebstahl. Im Bereich der PI Betzdorf sind insgesamt acht Bezirksbeamte tätig, deren Einsatzbereiche sich hauptsächlich auf die jeweilige kommunale Gemeinde beschränkt, womit man bei der PI Betzdorf die besten Erfahrungen gemacht hat.

Schneider fasste seine Zeit in Herdorf in wenigen Worten zusammen. Hier seien die Menschen „pro Polizei“ eingestellt, es gebe keine Distanz und viele kämen manchmal auch einfach nur zum Reden, ohne das daraus gleich eine Anzeige erfolge. Gefragt nach einer besonderen Geschichte aus seiner 10 Jahre währenden Zeit als Bezirksbeamter fiel ihm gleich folgende ein: Eine Ordensschwester hatte vor einigen Jahren im Bereich vor dem Rathaus 5.000 Euro verloren. Diese waren dann von einem ausländischen Mitbürger gefunden und bei Schneider abgegeben worden. Der Polizeihauptkommissar im Ruhestand berichtete zum Schluss noch von seiner schon gemachten Erfahrung, dass er nun seit er zu Hause sei wirklich kaum noch Zeit habe. Es stimme also, wenn immer vom vielbeschäftigten Rentner die Rede sei. (anna)


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