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Nachricht vom 04.07.2015 - 09:01 Uhr    

Verkehrsprobleme in Bruche diskutiert

Die CDU hatte in Betzdorf zum Bürgerdialog nach Bruche eingeladen. Der Stadtratsfraktion wollte wissen, wo die Bürgerinnen und Bürger der Schuh drückt und wo sie unzufreiden sind. In Bruche standen die Verkehrsprobleme im Mittelpunkt.

Betzdorf. Die CDU Betzdorf hatte unter der Überschrift „Ihre Meinung ist uns wichtig“ in das Gasthaus Bayer nach Bruche eingeladen. Gekommen waren Bürger aus dem Ortsteil und der gesamten Stadt Betzdorf. „Wir haben nicht erwartet, dass der Saal aus allen Nähten platzt, aber wir sind mit der Beteiligung zufrieden“, fasste CDU-Fraktionssprecher im Stadtrat, Werner Hollmann zusammen. Zufrieden waren er und seine Mitstreiter der CDU vor allem mit den zahlreich vorgebrachten Punkten, die die Menschen bewegen.

Das Thema Mobilität wurde aktiv bearbeitet. Zunächst ging es dabei um die sanierungsbedürftige Fußgängerbrücke zwischen Bruche und Wallmenroth. Alle Anwesenden forderten, die geschlossene Brücke nach der Sanierung schnell wieder zu öffnen. Zum Hintergrund: Ein Gutachten bescheinigt der baulichen Substanz der Brücke erhebliche Mängel, was zur Schließung durch die Stadt führte. Bei der Stadt liegt die Verkehrssicherungspflicht für die Brücke. Wenn jemandem etwas passieren oder die Brücke zusammenbrechen würde, wäre die Stadt in Regress zu nehmen.

„Die Verwaltung musste handeln, da gab es keinen anderen Weg“, so die CDU, auch wenn am Gutachten immer wieder Zweifel geäußert würden. Schlussendlich bleibt als Ausweg nur der Neubau. Dieser ist für Betzdorf und Wallmenroth aber nur mit Hilfe von Zuschüssen von Seiten des Bundes zu finanzieren. Aus diesem Grund bemüht sich die Politik um einen Radweg von der Ladestraße aus, der an der Moschee vorbei, über die Bahnbrache und die Industriestraße führt. „Es wäre ein attraktiver Weg an der Sieg entlang, der vom Bund mit 70 Prozent bezuschusst würde – und zwar auch die Brücke“, weiß CDU-Vorsitzender Simon Bäumer zu berichten. Die CDU will sich für das Radwegeprojekt stark machen und erneut Kontakt mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel (CDU) aufnehmen.

Sodann war die Verkehrssituation um die Brucher Grundschule und dem Kindergarten Thema auf der Versammlung. Die Situationsbeschreibung einiger Bürger lässt sich kurz zusammenfassen: Zwischen dem Schulbusverkehr und dem elterlichen Bring- und Abholverkehr kommt es immer zu Problemen. Erschwert werden diese durch die mit Blumenkübeln verengte Fahrbahn. „Andere Städte haben einen Elternparkplatz oder eine Elternparkzone eingeführt, wo die Kinder sicher ein- und aussteigen können“, blickte Werner Hollmann in die Nachbarschaft. Ob so etwas baulich und verkehrstechnisch in Bruche umsetzbar ist, müsste mit der Verwaltung geprüft werden. In jedem Fall gefährde das morgendliche und mittägliche Verkehrschaos die Sicherheit der Kinder und auch anderer Verkehrsteilnehmer.

Weitere Themen waren schnelles Internet, eine städtische App, ein Verkehrsspiegel und eine Abbiegespur auf der Wilhelmstraße. „Die Menschen sollten uns ihre Meinung sagen, dass haben sie gemacht“, freute sich Simon Bäumer. Der junge CDU-Vorsitzende kündigte deshalb an, in loser Folge die Veranstaltungsreihe „Ihre Meinung ist uns wichtig“ fortzusetzen.



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