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Nachricht vom 23.07.2015    

Westerwaldschule nahm Abschied vom Schulleiter

Mit einer Feierstunde wurde der langjährige Leiter der Westerwaldschule Gebhardshain Klaus Willwacher verabschiedet. Die Verdienste und besonderen Eigenschaften Willwachers würdigten die Festredner und es ging kabarettistisch zu, als der frühere Vorgesetzte Walter Ecker eine Abschiedsrede hielt. Nachfolger wird Ralph Meutsch, Leiter der Realschule plus Herdorf.

Regierungsschuldirektor Thomas Hirsch überreichte die Urkunde der Kultusministerin an Klaus Willwacher. Fotos: anna

Gebhardshain. Mit dem Ende dieses Schuljahres endet auch die berufliche Laufbahn des langjährigen Schulleiters Klaus Willwacher an der Westerwaldschule Gebhardshain. Ende des Monats tritt er seinen wohlverdienten Ruhestand an und wurde zwei Tage vor Ferienbeginn vom Kollegium und zahlreichen Weggefährten offiziell verabschiedet.

Ein humorvoller Rückblick per Videofilm sorgte für allgemeine Erheiterung bei den Gästen der Feierstunde. Einen Rückblick auf die Vita des Schulleiters gab der leitende Regierungsschuldirektor für Realschulen der ADD Koblenz, Thomas Hirsch. Darin stellte er fest, dass Willwacher schon während des Studiums Sport an dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf, der Realschule Neunkirchen und der Aufbaurealschule Siegen unterrichtet habe. Damals in den 1970er Jahren herrschte Lehrermangel und Willwacher konnte sich so sein Studium finanzieren.

Nach dem Ablegen beider Staatsexamen wurde Willwacher dann am 1. März 1979 an der Hauptschule Daaden angestellt. Zwei Jahre später erhielt er den Status des Beamten auf Lebenszeit. In einer Beurteilung aus dem Jahr 1989 hieß es: „Er ist in seiner Arbeit äußerst gewissenhaft und setzt sich intensiv mit den gestellten Aufgaben auseinander. Im Umgang mit Kollegen vertritt Willwacher offen seine Meinung und zeigt sich kooperativ. Er scheut sich auch nicht, heikle Themen anzusprechen und kontrovers zu diskutieren“.

Im Jahre 1997 erhielt der Pädagoge den Auftrag zur Wahrnehmung der Aufgabe des zweiten Konrektors an der Regionalen Schule Daaden und wurde im Folgejahr zum Realschullehrer ernannt. Nur ein Jahr darauf übernahm Willwacher die Leitung der Schule kommissarisch. Am 18. Mai 2000 erfolgte die Ernennung zum Rektor der Regionalen Schule Gebhardshain. Im darauffolgenden Jahr feierte Willwacher sein 25jähriges Dienstjubiläum. Die Ernennung zum Rektor einer Realschule plus erhielt er am 1. August 2009. Hirsch lobte den hervorragenden Ruf der Westerwaldschule Gebhardshain, sie habe eine hervorragend aufgestellt Berufsorientierung, eine lange Liste an Partnerbetrieben und das Kümmern um jeden Schüler sei vorbildlich. Auch die materielle Ausstattung der Schule bezeichnete Hirsch als hervorragend und einen Verdienst der guten Kontakte des Schulleiters zum Schulträger, der Verbandsgemeinde. Hirsch dankte Willwacher für dessen Arbeit und Engagement um die Schule, zugleich zeigte er sich erfreut, dass es gelungen sei einen sehr guten Nachfolger zu finden.

Der bisherige Schulleiter der Realschule plus Herdorf, Ralph Meutsch wird künftig die Geschicke der Westerwaldschule Gebhardshain leiten. Zugleich bleibt er der auslaufenden Schule in Herdorf erhalten und wird dort künftig einen Tag in der Woche die Leitung der Schule fortführen.

Bürgermeister Konrad Schwan richtete ein persönliches Wort des Dankes an den scheidenden Schulleiter. Dieser sei nie übermäßig fordernd gewesen und habe es doch geschafft die Schule zeitgemäß gut ausgestattet zu bekommen und für einen guten Zulauf an Schülern auch von außerhalb zu sorgen. Willwacher habe die Schule in Ordnung gehalten, es seien keine ernsthaften Beschwerden eingegangen. Er überlasse seinem Nachfolger ein gut geführtes Haus.

Eine schon kabarettistische Rede bot Walter Ecker, der ehemalige Schulleiter der Hermann-Gmeiner-Schule Daaden und frühere Vorgesetzte von Willwacher. Ecker spannte einen Bogen von der großen Weltpolitik über das „Finanzierungskasino Europa“, die innerdeutsche Politik bis hin zum Abschied von Schulleiter Klaus Willwacher. Die Zuhörer im Mehrzweckraum amüsierten sich prima. Bei Willwacher habe die Ganzheit der jungen Menschen im Mittelpunkt seiner Arbeit gestanden und die 16 Jahre seines Wirkens hätten Spuren hinterlassen.

Der angehende Pensionär selbst resümierte: Das Hinsehen sei stets der Motor seines Handelns gewesen. Er habe immer die Einhaltung von Werten und Regeln gefordert. Disziplin, Pünktlichkeit und Höflichkeit seien wichtige Gesellschaftsregeln. Selbst habe er versucht Anstöße für die Schulentwicklung zu geben. Der gute Ruf der Schule sei nicht zuletzt auch das Verdienst eines aufgeschlossenen und hochmotivierten Kollegiums. Anschließend bedankte sich Willwacher bei allen, die ihn auf seinem Weg begleitet hätten, ganz besonders bei seiner Frau Sybille und schloss mit den Worten: „Ich habe fertig“. Umrahmt wurde die Feierstunde von mehreren Musikbeiträgen von Kollegen und dem Lehrerchor. (anna)



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