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Nachricht vom 23.07.2015    

Kuriere testen ein Leicht-Kraftfahrzeug

Seit Januar 2013 dürfen in Deutschland Jugendliche ab 16 Jahren, die im Besitz des Führerscheins Klasse AM sind, ein sogenanntes Leicht-Kraftfahrzeug fahren. Die Kuriere haben ein solches Fahrzeug einmal getestet.

Bereits ab 16 Jahren darf das Fahrzeug gefahren werden. Fotos: Wolfgang Tischler

Bad Marienberg. Besonders im ländlichen Westerwald, in dem Jugendliche nicht so einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausbildungsplatz, zum Sport oder zu anderen Freizeitaktivitäten gelangen können, waren sie bis zum 18. Geburtstag meist auf den elterlichen Taxidienst angewiesen. Doch nun gestaltet sich der Weg in die weiterführenden Schulen, zum Ausbildungsplatz und zu den Freizeitaktivitäten einfacher.

Seit der Neuregelung der Fahrerlaubnisklassen Anfang 2013 dürfen Jugendliche ab 16 Jahren ein sogenanntes Leicht-Kraftfahrzeug (LKfz) fahren, wenn sie einen Führerschein der Klasse AM, einen Traktor- oder Zweiradführerschein besitzen.

Viele Eltern sehen das LKfz als sehr gute Alternative zum Roller oder Moped an. Es ist zum einen sicherer und zum anderen sind die Jugendlichen nicht der Witterung ausgesetzt. Gerade im Winter wird es auf den Zweirädern schnell sehr kalt. Durch den großen Kofferraum können die Jugendlichen größere Gepäckstücke bequem mitnehmen. War zum Beispiel für die Mädchen es ein Problem mit dem Roller den Sattel für das Pferd und weitere Ausrüstung zum Stall zu transportieren, kommt das Zubehör jetzt einfach in den Kofferraum. Bei unserem Test konnten wir uns von der sehr komfortablen Größe des Kofferraumes überzeugen.

Die Leicht-Kraftfahrzeuge sind im Unterhalt sehr kostengünstig. Für sie fallen keine Kfz-Steuer an. Es gibt keine Haupt- und Abgasuntersuchung und keine hohe Versicherungszahlung. Sie gibt es ab 69 Euro im Jahr. Die Dieselmotoren sind sehr sparsam und umweltfreundlich. Die Fahrzeuge sind deshalb von den Umweltzonen befreit. Die Höchstgeschwindigkeit des kleinen Zweisitzers beträgt 45 Stundenkilometer. Das Testfahrzeug war mit einer Automatik ausgestattet und ließ sich problemlos fahren. Im Stadtverkehr ist die Geschwindigkeit ausreichend, sodass man gut im Verkehrsstrom mitschwimmen kann. Auch wenn das Fahrzeug mit zwei Personen besetzt ist, ist die Beschleunigung ausreichend.



Auf den Land- und Bundesstraßen wird der kleine Flitzer naturgemäß ständig überholt. Er ist allein durch seine Erscheinung sicherer, als ein Zweirad und deutlich komfortabler. Auf Wunsch gibt es das Fahrzeug auch mit Airbag. Dem Fahrzeug können durchaus auch längere Strecken zurückgelegt werden. Auf den kleinen Westerwaldstraßen ist der Zeitunterschied zu einem normalen PKW nicht so riesig. In der Grundausstattung ist ein Radio mit CD- und MP3-Player für die Unterhaltung unterwegs enthalten.

Auch als Firmenfahrzeug kommen die kleinen LKfz in Frage. Im Nahverkehr sind sie bestens für Service- und Lieferfahrten einsetzbar. Für Azubis mit nicht ganz gewöhnlichen Arbeitszeiten, wie zum Beispiel im Bäckerhandwerk oder im Hotel- und Gaststättengewerbe, bringt das Fahrzeug die Unabhängigkeit vom Nahverkehr und dem Taxidienst der Eltern. Unternehmen haben das LKfz auch schon als Dienstwagen für den besten Azubi eingesetzt, der das Auto dann auch privat nutzen durfte. Ein Ansporn, der seinesgleichen sucht.

Jugendliche, die das Fahrzeug gefahren haben, brauchen dann für den normalen Führerschein viel weniger Fahrstunden. Dies schlägt sich deutlich im Geldbeutel nieder. Weitere Informationen gibt es beim Autohaus Reiner Hermann, Vor der Heeg 2-4 in Bad Marienberg. Telefon: 02661/6025, Mail: info@ah-hermann.de. (woti)


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