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Nachricht vom 09.11.2008    

Aufderheide neue Superintendentin

Die neue Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen heißt Andrea Aufderheide. Die 46-Jährige wurde am Samstag in Daaden auf der Herbstsynode zur Nachfolgerin von Pfarrer Eckard Dierig gewählt. Aufderheide arbeitet an der Berufsbildenden Schule in Wissen.

amtsübergabe

Kreis Altenkirchen/Daaden. Pfarrerin Andrea Aufderheide wird ab Ende Januar neue Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen. Bei der Herbstsynode des Kirchenkreises am Samstag in Daaden wurde die 46-jährige Theologin von der Mehrheit der knapp 70 Synodalen gewählt und wird dann für acht Jahre dem Kirchenkreis mit seinen 16 Kirchengemeinden und rund 43.000 Gemeindemitgliedern vorstehen.
Die "Chance missionarischer Volkskirche" will die künftige Superintendentin, die aus Urbach kommt und an der Berufsbildenden Schule in Wissen arbeitet, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schützen und fördern. "Lebendige Vielfalt ist unser Kerngeschäft, nicht Rückzug aus der Öffentlichkeit und Privatisierung des Glaubens", unterstrich die Theologin.
Im zweiten Wahlgang fiel die Entscheidung zugunsten der Pfarrerin, die seit vier Jahren auch Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EkiR) ist. Hatte Andrea Aufderheide im ersten Wahlgang noch knapp die Mehrheit der Stimmen gegen ihre beiden Mitbewerber, Gemeindepfarrer Hans-Jürgen Volk (Hilgenroth) und Schulpfarrer-Kollegen Hansjörg Weber (Daaden/Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen) verpasst, konnte sie sich im zweiten Wahlgang gegen Pfarrer Weber mit 35 zu 31 Stimmen behaupten.
In einem Gottesdienst am 25. Januar in Altenkirchen wird der Präses der Rheinischen Kirche, Nikolaus Schneider, die Pfarrerin in ihr Superintendenten-Amt einführen. Ebenso die weiteren Mitglieder des Kreissynodalvorstandes (KSV), die ebenfalls bei der Herbstsynode gewählt wurden.
Andrea Aufderheide folgt im Superintendenten-Amt Pfarrer Eckhard Dierig aus Kirchen, der acht Jahre lang den Kirchenkreis geleitet hat. Dierig stellte sich nicht einer Wiederwahl und will sich künftig wieder verstärkt in seiner Gemeinde, aber auch auf Kirchenkreis-Ebene – jenseits des Leitungsamtes - engagieren.
Aus sieben Mitgliedern – drei Theologen und vier so genannte "Synodalälteste", - nicht-theologische Abgesandte aus den Gemeinden des Kirchenkreises - besteht der Kreissynodalvorstand, der zwischen den Synoden die Entscheidungen für den Kirchenkreis trifft. Sechs der sieben Mitglieder standen bei der Synode in Daaden zur Wahl. Turnusgemäß wären es eigentlich nur vier gewesen. Da sich allerdings Assessor Hansjörg Weber (1. Stellvertreter des Superintendenten) ebenfalls als Superintendent bewarb, wird er zum Ende der Legislaturperiode im Januar von diesem Amt zurücktreten. Er begründete dies damit, dass zwei Schulpfarrer bei drei Theologen in der Leitungsposition nicht die "Verhältnisse des Kirchenkreises" widerspiegeln. Die Mehrheit der Theologen in der Kreissynode sind nämlich Gemeindepfarrer.
Die Synode wählte dann auch "entsprechend der Verhältnisse" zwei Gemeindepfarrer in die beiden Stellvertreter-Positionen der Superintendentin. Pfarrer Marcus Tesch (Wissen) wurde als neuer Assessor gewählt, Pfarrer Hans-Jörg Ott (Birnbach) fast einstimmig in seinem Amt als Skriba bestätigt.
Ebenfalls in ihren Ämtern mit großer Mehrheit bestätigt wurden die beiden Synodalältesten Christa Hillmer und Ulrike Thiel-Schmidt (beide Altenkirchen). Neu als Synodalältester wurde für den vorzeitig in den Ruhestand gehenden Gerhard Hoffmann (Altenkirchen) der Hilgenrother Kirchmeister Erwin Kölbach gewählt. Die Position Gerlinde Eschemanns (Kirchengemeinde Birnbach) als Synodalälteste stand somit als einzige diesmal nicht zur Wahl. Ihre achtjährige Amtszeit endet erst in vier Jahren.
Bei den Nicht-Theologen im KSV wurden zudem Stellvertreter-Positionen durch Wahl in der Synode neu besetzt. Diese haben künftig – neben den bereits amtierenden Hildegard Stein (Daaden) und Volker Hergenhan (Friedewald) - Diana Strunk (Friedewald) und Brigitte Busch (Herdorf) inne.
Viele Gäste verfolgten im Daadener Gemeindehaus die Wahlen, darunter auch Landrat Michael Lieber. Gäste der zweitägigen Kreissynode des Kirchenkreises waren zudem Bürgermeister Wolfgang Schneider, Kirchenrätin Katja Weller aus Düsseldorf und Kirchenleitungs-Mitglied Marion Unger von der Nahe. (pes)
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Pfarrerin Andrea Aufderheide wurde in Daaden zur neuen Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen gewählt. Glückwünsche für die Theologin, die in Wissen an der Berufsbildenden Schule arbeitet und nebenamtlich der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland angehört, kamen auch von Superintendent Eckhard Dierig, den sie Ende Januar ablöst und der sich nach achtjährige Amtszeit nicht mehr zur Wahl stellte. Fotos: Petra Stroh


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