Werbung

Nachricht vom 25.07.2015    

Dorfchronik in Mehren mit Festakt vorgestellt

Zur Feierstunde anlässlich der Vorstellung der neuen Dorfchronik waren zahlreiche Gratulanten nach Mehren gekommen. Drei Jahre lang hatte ein Chronik-Ausschuss keine Mühen gescheut, um die Geschichte des Dorfes wieder lebendig werden zu lassen. Musikalisch untermalt wurde der Festakt vom Frauen- und Projektchor sowie der Flötengruppe Mehren.

Sie erhielten die ersten Exemplare der Chronik von Bürgermeister Thomas Schnabel:
Armin Schnabel (links) und Reinhard Kramer (rechts)

Mehren. "Wir feiern ein Fest der Freude", schallte es zu Beginn des Festaktes durch Mehren. Der Frauen- und Projektchor Mehren unter der Leitung von Irina Hermann sowie mit Begleitung von Robert Haas am Akkordeon machte den musikalischen Auftakt zu einer Feierstunde, bei der die neue Chronik des Fachwerkdorfes eine zentrale Rolle spielte.

Ortsbürgermeister Thomas Schnabel begrüßte die zahlreichen Gäste im Festzelt: "Kann es einen besseren Ort geben, als hier unter dem ehrwürdigen Klang der Glocken die Feierstunde zu beginnen?" Sein Dank galt neben dem Chronik-Team vor allem den Unterstützern und Sponsoren, die maßgeblich zur Erstellung der Chronik beigetragen hatten.

Einen stimmungsvollen Tanz boten die Kinder der Kita Burgwiese. Als Knechte und Mägde verkleidet und unter den Blicken stolzer Eltern begeisterten die Mädchen und Jungen die Gäste im Festzelt, die nicht mit Applaus für den gelungenen Auftritt sparten.

Anschließend folgte der Höhepunkt des Abends, die Vorstellung der neuen Chronik, präsentiert von Armin Schnabel und Reinhard Kramer. Armin Schnabel berichtete von seinen Gedanken, als er sich vor drei Jahren gemeldet hatte, um bei der Erstellung der neuen Chronik zu helfen: "Das kann ja nicht alzu viel Aufwand sein, wir überarbeiten einfach die letzte Chronik und fügen die letzten 35 Jahre noch hinzu." Dass er sich hier getäuscht hatte, musste er, ebenso wie Reinhard Kramer schnell feststellen. Nach der Bildung des Chronik-Ausschusses stellte sich rasch heraus, mit wie viel Arbeit mit der Erstellung verbunden war. Es folgten stundenlange Besuche in Archiven, unter anderem im Landeshauptarchiv in Koblenz. Weiterhin viele Stunden am Computer und etliche Sitzungen im Feuerwehrhaus. Heraus gekommen ist eine Chronik, in der es um Herrschaft, Verwaltung, Kirch- und Schulgeschichte, aber auch um viele kleine Artikel zu Personen oder Anlässen geht, geschmückt mit 609 Abbildungen auf über 500 Seiten aus der älteren, aber auch aus der neueren Zeit des Fachwerkdorfes Mehren. "Es lohnt sich wirklich, darin zu stöbern und zu schmökern", schloss Armin Schnabel. Der Dank der beiden Chronisten galt vor allem den Ehefrauen, die in den letzten Monaten und Jahren die Arbeit der Männer unterstützt hatten. "Es ist ein Glücksfall für den Ort, dass wir zwei solche Chronisten gefunden haben", befand auch Bürgermeister Thomas Schnabel. Die letzte Aufarbeitung der Geschichte Mehrens war 1979 von Erwin Katzwinkel verfasst worden.

Die Flötengruppe Mehren unter der Leitung von Ute Klevesahl unterhielt die Gäste musikalisch mit Bass-, Tenor- und Altflöten, bevor einige Ehrengäste die Gelegenheit zum Grußwort ergriffen.

Klaus Schneider richtete die besten Grüße von Landrat Michael Lieber aus und sicherte zu, dass dieser den Besuch im Ort nachholen werde. Als Geschenk soll dann ein Baum mitgebracht und gepflanzt werden. Verbandsgemeindebürgermeister Heijo Höfer gratulierte ebenfalls zum überragenden Ergebnis ehrenamtlicher Arbeit. "Das Mehrbachtal ist schon etwas Besonderes", schloss er seine Ansprache unter dem Applaus der Gäste. "Schöne Heimat Mehrbachtal" – dies fand auch der Frauenchor Mehren, der eigens zu diesem Fest einen Projektchor gegründet hatte.

Pfarrer Bernd Melchert lobte das Fachwerkdorf: "Mehren ist mehr als eine alte Basilika auf einem Hügel. Es ist gut zu wissen, dass es hier Menschen gibt, die ansprechbar sind." Als Geschenk übergab er ebenfalls einen Baum, symbolisch für die Beständigkeit, fest verwurzelt mit der Heimat zu sein, aber auch nach Höherem zu streben. Wolfgang Schmidt, Bürgermeister von Rettersen, sprach als Vertreter der Ortsgemeinden zu den Gästen, ebenso wie Prof. Dr. theol. Klaus Otte, ehemaliger Pfarrer von Mehren. Auch er griff das Thema des Baumes auf: "Ein Baum bietet auch Zugvögeln Rast. Nach dem Krieg haben viele bei uns Erholung und Ruhe gefunden – ich wünsche mir auch weiterhin den Mut zur Offenheit." Dirk Lichtenthäler richtete die Grußworte des Schützenvereins Maulsbach aus, ebenso wie Hannelore Marenbach die Grüße der Landfrauen. Auch sie überbrachte einen Gutschein für einen Baum.

Die "Hymne an die Zukunft" von Udo Jürgens, dargeboten vom Frauen- und Projektchor Mehren unter der Leitung von Ehrendirigent Gerd Schnabel, schloss den offiziellen Teil des Festaktes, bevor gemeinsam eine echte Spezialität verzehrt wurde: Westerwälder Heubraten (im Heu gegart).

Die Autoren der Chronik sind: Armin Schnabel, Reinhard Kramer, Dieter Sommerfeld, Gianna Kath, Liane Schumacher , Klaus Otte, Ute Klevesahl, Brigitte Kohl, Friedhelm Kohl, Sabine Heidelbach, Heinz Becker, Rainer Stadler, Dirk Lichtenthäler. (daz)


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Altenkirchen-Flammersfeld auf Facebook werden!

Festakt 750 Jahre Mehren (13 Fotos)


Kommentare zu: Dorfchronik in Mehren mit Festakt vorgestellt

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Polizei in Bruchertseifen: Behörden räumen ehemaliges Hotel

Zahlreiche Polizeiautos an der viel befahrenden Bundesstraße 256 in Bruchertseifen haben am Mittwochmorgen, 25. November, für Aufsehen gesorgt: Die Beamten haben nach Auskunft der Polizeiinspektion Altenkirchen Amtshilfe geleistet. Das ehemalige Hotel „Kroppacher Schweiz“ wurde unter anderem aus Gründen des Brandschutzes geräumt.


Statt Weihnachtsmarkt lockt die Glühweinwanderung nach Köln

Keine Frage, jetzt in der Corona-Pandemie sollten persönliche Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Außer Frage steht dabei aber auch, dass dies vielen Menschen besonders in der Adventszeit schwer fallen dürfte. Sinnvoll ist es also, die sozialen Unternehmungen so risikoarm wie möglich zu gestalten. Draußen an der frischen Luft geht dann auch mal das ein oder andere Glas Glühwein.


7-Tage-Inzidenz im Kreis sinkt wieder unter 100

Vor dem Wochenende verzeichnet der Landkreis Altenkirchen für die Corona-Statistik erneut ein Plus von 22 Positiv-Fällen. Mit Stand von Freitagnachmittag, 27. November, liegt die Gesamtzahl der im Kreis seit Pandemie-Ausbruch Infizierten bei 1109. Aktuell sind 140 Menschen positiv getestet, 954 geheilt.


7-Tage-Inzidenz steigt deutlich – Schulen erneut betroffen

AKTUALISIERT | Die Zahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Kreis Altenkirchen liegt am Donnerstagnachmittag, 26. November, bei 1087, das sind 17 mehr als am Mittwoch. 153 Personen im Kreis sind aktuell positiv getestet, 919 geheilt (statt der ursprünglich genannten 934), in stationärer Behandlung sind nun neun Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 124,5.


Unter Drogen der Polizei Vorfahrt genommen und Unfall riskiert

Ausgerechnet ein Polizeiwagen kam ihm in die Quere, als ein Autofahrer am Donnerstag, 26. November, einem anderen Auto auf der Bundesstraße 256 die Vorfahrt nahm und beinahe einen Unfall verursachte. Bei der anschließenden Verkehrskontrolle konnten die Beamten dann auch noch feststellen, dass der Fahrer unter Drogen stand.




Aktuelle Artikel aus Region


Alle Herdorfer Fraktionen: Gegen den Kreis – für Bergbaumuseum

Herdorf. Mit großem Unverständnis verfolgen die Herdorfer Stadtratsfraktionen die anhaltenden Bestrebungen des Kreises, die ...

Der Winter steht bevor - Zum ersten Advent kommt die Kälte

Region. Für den Westerwald gibt der Wetterdienst die nachstehende Vorhersage für das erste Adventswochenende heraus:
Samstag
Am ...

Marktschwärmerei: Erster Verkauf in Marienthal ein voller Erfolg

Seelbach/Marienthal. Das Klosterdorf Marienthal ist um eine weitere Attraktion reicher. Am Donnerstag, 26. November, fand ...

7-Tage-Inzidenz im Kreis sinkt wieder unter 100

Altenkirchen/Kreisgebiet. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist gefallen und liegt im Kreis jetzt bei 83,9. Landesweit liegt die Inzidenz ...

Kita-Neubau in Niederschelderhütte: Baggerarbeiten gestartet

Mudersbach-Niederschelderhütte. Noch verrichtet der Bagger der Firma Gebrüder Schmidt beständig seine Arbeit. Rund 5.000 ...

Bauarbeiten in der Wissener Rathausstraße voll im Zeitplan

Wissen. Bevor die Baufirmen in die Weihnachtsferien gehen, werden die Gehwege auf diesem Streckenabschnitt noch ausgekoffert ...

Weitere Artikel


Finissage zur Ausstellung Pionierinnen im Pfarramt

Kreis Altenkirchen. Bis Frauen als Gemeindepfarrerinnen in der evangelischen Kirche die gleichen Rechte hatten wie ihre männlichen ...

Erst Simulatorfliegen, dann in die Luft gehen

Betzdorf. 14 interessierte Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin gingen dabei mit dem SFC bei dem Projekt sprichwörtlich ...

Schüler aus England zu Gast in Hamm

Hamm. 41 Schüler/innen und fünf Lehrkräfte der Ulverston Victoria High School in Ulverston, Cumbria (England), besuchten ...

Erlebnisreiche Exkursion des Waldbauvereins

Kreis Altenkirchen. Der Waldbauverein Altenkirchen führte eine Lehrfahrt mit Erlebnischarakter in die Sächsische Schweiz, ...

Präventionskampagne am FvS-Gymnasium

Betzdorf. Sie hat sich mittlerweile am Freiherr-vom-Stein Gymnasium Betzdorf etabliert, die Suchtprävention der Polizeiinspektion ...

Neue Eltern-Kind-Kurse in Wissen

Wissen. Einmal pro Woche treffen sich Mütter, Großmütter, Väter oder Großväter mit ihren Kindern oder Enkeln für 1,5 Stunden ...

Werbung