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Nachricht vom 06.05.2007    

Rainer Blaeser ist gestorben

Ein großer Sohn des Wisserlandes ist von uns gegangen. Rainer Blaeser ist tot. Der 63-jährige weltbekannte Schießsportler starb nach kurzer, schwerer Krankheit.

Wissen. Rainer Blaeser, einer der erfolgreichsten Sportler der Region, ist nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Weltweit vertrat Blaeser den Schießsport in verschiedenen Disziplinen. Als Teammitglied wie als Einzelschütze hat er zahlreiche Erstplatzierungen aufzuweisen für den Deutschen Schützenbund wie für die Vereine der Region. Blaeser wurde in den 70er Jahren mehrfach Europameister mit der Armbrust sowohl im deutschen Nationalkader als auch in den Einzelwettkämpfen.
Rainer Blaeser wuchs in Schönstein auf und lernte als Jugendlicher den Schießsport bei den St.-Sebastianus-Schützen kennen, errang hier auch die ersten Erfolge. 1962 wurde er deutscher Jugendmeister mit dem Luftgewehr und im Kleinkaliber-Schießen. Von da an ging es mit den sportlichen Erfolgen ununterbrochen nach oben. Dies schlug sich schließlich auch beruflich nieder. Blaeser baute unter anderem die Generalvertretung für Winchester in Deutschland auf.
Im Jahre 2001 erhielt Blaeser die höchste sportliche Ehrung, die der Bund der Schützenbruderschaften zu vergeben hat - das Ehrenkreuz des Sports mit Eichenkranz in Gold für 40 Jahre schießsportlicher Höchstleistungen.
Jagd und jagdliches Schießen gehörten zu den großen Leidenschaften Rainer Blaesers. Bereits in den 60er Jahren wurde er Bundesmeister im jagdlichen Schießen, dazu mehrfacher Landesmeister. Noch im vergangenen Jahr holte er die Bronzemedaille für den Landesjagdverband Rheinland-Pfalz.
Die Delegiertentagung des Landesjagdverbandes in Bad Kreuznach hat tief betroffen die Nachricht vom Tode ihres prominenten Mitgliedes aufgenommen. Blaeser war viele Jahre lang auch ehrenamtlich hoch engagiert, so als Vorsitzender der Kreisgruppe Altenkirchen im Landesjagdverband. Auch war er seit 1991 Mitglied im Jägerprüfungsausschuss.
Auch als Jagdführer war Rainer Blaeser weltweit bekannt. Er führte Jagden in vielen Kontinenten und Ländern. Prominente aus Deutschland, aber auch Staatsoberhäupter aus aller Welt gingen mit Rainer Blaeser zur Jagd. Seine hohe Kompetenz war gefragt, als in Namibia die größte Schießsportanlage mit olympischen Ausmaßen auf dem afrikanischen Kontinent 2002 errichtet wurde. Ein Jagdparcours zur Ausbildung und für die Wettbewerbe im jagdlichen Schießen wurde gebaut und trug Blaesers Handschrift ebenso wie der supermoderne Skeet-Parcours. Erst 2005 holte Blaeser mit dem deustchen Team im Wettbewerb mit acht Nationen den Afrika-Cup nach Deutschland.
Rainer Blaesers Herz schlug aber auch vor allem für die Vereine der Region. Die Verbandsgemeinde Wissen ehrte ihren berühmten Sportler mehrfach, die örtlichen Vereine, der Rheinische Schützenbund wie der Deutsche Sschützenbund zeichneten Blaeser mehrfach aus. Für viele junge Nachwuchssportler war er Vorbild. Rainer Blaeser verband Sport, Hobby und Beruf und es blieb Raum für seine Familie und seine mannigfachen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Alle, die Rainer Blaesers Lebensweg gekreuzt haben, werden ihn vermissen. Auch beim Aufbau des AK-Kuriers, dessen Mitgeschäftsführer Rainers Sohn Peter ist, stand er mit Rat und Tat zur Seite. Rainer, wir werden Dich nie vergessen.
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Rainer Blaeser starb nach kurzer, schwerer Krankheit.


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