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Nachricht vom 31.07.2015    

„Anschluss Zukunft“ appelliert an SPD-Fraktionschef Schweitzer

Die Initiative „Anschluss Zukunft“ setzt sich für eine bessere Verkehrsanbindung der Region ein. Vertreter der Gruppe nutzten nun einen Firmenbesuch zusammen mit einer SPD-Delegation beim Elkenrother Metallbauer AMS, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Der SPD-Fraktionssprecher im Landtag, Alexander Schweitzer, zeigte Verständnis und stellte seinerseits Forderungen an den Bund.

Befassten sich im Rahmen einer Firmenbesichtigung mit der Verkehrssituation im AK-Kreis: (v.l.) Alexander Schweitzer (Chef SPD-Landtagsfraktion), Landtagsabgeordneter Thorsten Wehner, Christoph Bäumer von "Anschluss Zukunft" und der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen. Ein Foto mit allen Teilnehmer findet sich in der Galerie. Fotos: pr

Elkenroth/ Kreisgebiet. „Für die Region steht schlicht die Zukunftsfähigkeit auf dem Spiel. Wenn unsere Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben sollen, muss die Politik dafür sorgen, dass die Verkehrsinfrastruktur deutlich besser wird." Deutlicher kann man Politikern wohl kaum Handlungsbedarf begreifbar machen, wie es der IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach nun bei einem Besuch des Metallbauers AMS gegenüber SPD-Vertretern tat.

Ihre Forderungen machte „Anschluss Zukunft“ gegenüber den verschiedenen anwesenden SPD-Vertretern deutlich, und zwar gegenüber dem Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner, Kreisvorsitzenden Andreas Hundhausen sowie Verbandsgemeindebürgermeister Heijo Höfer und nicht zuletzt Alexander Schweitzer, dem Vorsitzendem der SPD-Landtagsfraktion. Da

Konkret ging es Rohrbach in seinem Appell an die Sozialdemokarten vor allem um den dreispurigen Ausbau der Bundesstraßen B8-B414 und B62 (Lückenschluss / Autobahnanbindung) sowie verschiedene Ortsumgehungen. Seit vielen Jahren sei hier kein Vorankommen feststellbar. „Wir erwarten eine deutlichere Unterstützung der Landespolitik in Berlin“, wird Rohrbach in einer Pressemitteilung der Kampagne zitiert. Weiter heißt es darin:

Erst kürzlich hätte Bundesverkehrsminister Dobrindt ein fast 300 Millionen schweres Investitionspaket für verschiedene Verkehrsprojekte nach Rheinland-Pfalz geschickt - der Kreis Altenkirchen sei dabei aber wieder einmal leer ausgegangen. 2014 seien zudem nur rund 1,7 Prozent der Mittel aus dem Verkehrshaushalt des Landes in den Landkreis geflossen. „Das bedauern wir sehr", so Thomas Bellersheim, Unternehmer in Neitersen und IHK-Vizepräsident. Viele fürchteten, dass der Kreis Altenkirchen abgehängt werde, eben den Anschluss verliere Die Unternehmen bräuchten eine leistungsfähige Infrastruktur - sie sei einer der wichtigsten Standortfaktoren.

Rohrbach betonte: „Von der Wirtschaftskraft hängt auch entscheidend ab, wie die Region sich insgesamt entwickeln wird, als Lebens- und Arbeitsort." Altenkirchen sei derzeit noch der drittstärkste Industriekreis in Rheinland-Pfalz. „Wir laufen Gefahr, die Power zu verlieren, wenn nicht zügig etwas passiert", sagt Christoph Böhmer, Sprecher der Kampagne „Anschluss Zukunft". Dazu fordern die Altenkirchener Akteure auch, dass der Landesbetrieb Mobilität (LBM) perspektivisch Vorratsplanungen schafft und Baureife für die Ost-West-Anbindung zu den Autobahnen (A3, A45, A565) herstellt: „Nur, wenn wir fertige Pläne in der Schublade haben, können kurzfristig frei werdende Mittel für den Lückenschluss genutzt werden", appellierte Böhmer an die Landespolitik. „Wir erwarten, dass endlich alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die Planungen durchzuführen!"

SPD-Fraktionschef Schweitzer zeigte Verständnis und bekräftigte, dass der mehrspurige Ausbau der Verkehrsachsen B8-B414 und B 62 verfolgt werden sollte: „Ein Ausbau ist für die Region und die Wirtschaft nötig. Ein erster wichtiger Schritt dahingehend ist, dass Innen- und Verkehrsminister Roger Lewentz mehrere Ortsumgehungen der Strecke für den neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat. Nun ist zu hoffen, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sie mit der entsprechenden Priorität aufnehmen lässt. Das Land setzt sich jedenfalls dafür ein.“

Der nächster Termin im Rahmen der Kampagne, die von über 80 regionalen Unternehmen getragen wird, steht bereits fest: Im September kommen Staatssekretär Günther Kern (SPD), der ehemalige Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hendrik Hering und Vertreter des LBM zum Austausch in die Region.


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Kommentare zu: „Anschluss Zukunft“ appelliert an SPD-Fraktionschef Schweitzer

1 Kommentar
Es ist zu begrüßen, dass die Initiative „Anschluss Zukunft“ sich immer wieder für eine bessere Verkehrsanbindung der Region einsetzt. Vom SPD-Fraktionssprecher im Landtag, Alexander Schweitzer, kommen nur leere Worte, indem er seinerseits Forderungen an den Bund stellt. Nur wenn das Land fertige Pläne für Projekte in der Region in der Schublade hat, sind Forderungen an den Bund berechtigt. Er weiß, dass dies in anderen Teilen des Landes seit Jahren der Fall ist. Sein Wahlkreis gehört z.B. zu den Gewinnerregionen bei dem zusätzlichen Programm des Bundes mit 80 Millionen €.
MdL Thorsten Wehner meldet seit 2008, alle zwei Jahre, dass im Doppelhaushalt das Land Rheinland-Pfalz z. B. für die die Landesstraße L278 (Wissen – Morsbach) Mittel bereitstellt sind. Für 2014/15 stehen wieder für die „L 278 Ausbau von Wissen bis zur Landesgrenze 351.000 Euro im Plan.
Im Jahre 2010 wurde von den auszubauenden 1,6 km, nach Protesten und Montagsdemos 0,6 km ausgebaut. Der jetzige SPD Fraktionssprecher Alexander Schweitzer schrieb 2010 als Staatsekretär im Verkehrsministerium, dem Abgeordneten Wehner: „Um jedoch eine baldige Verbesserung der L 278 im angesprochenen Bereich zu erreichen hat der LBM Diez vorgeschlagen, den anstehenden Bauabschnitt nochmals zu unterteilen um zu mindestens einen rd. 0,6 km langen Teilabschnitt der Strecke noch 2010 zu bauen; Der Weiterbau sollte dann 2011 eingeplant werden.“ Was ist bis heute geschehen für die wichtige Anbindung an die A4?
#1 von Horst Rolland, Wissen, am 02.08.2015 um 10:04 Uhr

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