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Nachricht vom 17.11.2008    

"Musik für die Lebenden"

"Ein Deutsches Requiem" von Johnnnes Brams steht am Ewigkeitssonntag in der Altenkirchener Christuskirche auf dem Programm. Auch Schuberts "Symphonier h-moll" wird aufgeführt.

tanya aselmeier

Altnmkirchen. "Ein Deutsches Requiem" von Johannes Brahms steht bei einem ganz außergewöhnlichen Konzert am „Ewigkeitssonntag“, Sonntag, 23. November, 17 Uhr, in der evangelischen Altenkirchener Christuskirche, auf dem Programm. Auch Franz Schuberts "Symphonie h-moll" wird aufgeführt. Das Deutsche Requiem ist eine sinfonische Musik, in der der Chor wie ein Teil des Orchesters wirkt. Deshalb haben sich für die Aufführung des Werkes in Altenkirchen neben der Kantorei der Christuskirche auch der Chor des Bodelschwingh-Gymnasiums Herchen zusammengefunden, die gemeinsam das Neue Rheinische Kammerorchester Köln „ergänzen“. In dem Orchester spielen 19 Bläser (Holz und Blech), 20 Streicher sowie Pauken und Harfe. Die heimischen Sänger proben bereits intensiv seit vielen Monaten an dem Werk, das in Teilen auch in Gottesdiensten in Kirchen und Herchen aufgeführt wurde. Geleitet wird das Altenkirchener Konzert, zu dem als Solistin die Sopranistin Tanya Aspelmeier verpflichtet wurde, von Holger Knöbel und Kreiskantorin Elisabeth Schubert.
Aspelmeier studierte Gesang an der Musikhochschule Hamburg ,wo sie ihr Konzertexamen und Operndiplom mit Auszeichnung ablegte. Die Sängerin absolvierte zahlreiche Gastengagements an verschiedenen Theatern und Musikhäusern im In- und Ausland und hat sich nicht nur als Interpretin einen internationalen Namen gemacht. Neben dem Lehrauftrag an der Musikhochschule Bremen gibt sie auch regelmäßig Gesangsmeisterkurse im „Centre de la Voix“ in Royaumont (Frankreich) und ist Mitglied des Barockensembles "La Chapelle Rhénane".
Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms geht zurück auf das Requiem, die katholische Totenmesse, die für einen Verstorbenen gefeiert wird und deren lateinischer Text vielfach vertont worden ist (unter anderem von Mozart und Verdi).
Der festgelegte Text der lateinischen Totenmesse ist ein Bittgebet, das den Verstorbenen begleitet, ihm gilt und ihm helfen soll, zur Erlösung zu gelangen. Ganz anders geht Johannes Brahms mit der Idee seines Requiems um. Nicht die Verstorbenen brauchen Hilfe und Trost, sondern die Hinterbliebenen. Seine Textauswahl ist eine Zusammenstellung aus Schriftstellen des Alten und Neuen Testamentes sowie der Apokryphen, deren Aussagen von der Linderung des Leids der Trauernden bis zur Mahnung reichen, die Tatsache des Todes als Konsequenz in unser Leben einzulassen. Die Auswahl der Texte zeugt von einer enormen Bibelkenntnis Brahms’ und von seiner persönlichen religiösen Überzeugung, die Zuordnung zeigt zugleich seine geistige Freiheit, mit dem Gefundenen umzugehen und es in neuen Beziehungen erscheinen zu lassen. Das Deutsche Requiem ist keine Trauermusik. Der zentrale Gedanke des Werks ist nicht die ewige Ruhe der Toten, sondern vor allem der Trost derer,„die da Leid tragen“; eine Musik also vor allem für die Lebenden. (pes).
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Foto: Die Sopranistin Tanya Aspelmeier ist bei der Altenkirchener Aufführung des "Brahms Requiem" als Solistin dabei.


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