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Nachricht vom 13.09.2015    

Lob und Ehrungen bei der Feuerwehrjahresinspektion

Zahlreiche Ehrungen, neue Fahrzeuge, sowie großes Lob für die Leistungen der freiwilligen Feuerwehr gab es bei der diesjährigen Feuerwehrjahresinspektion in Hirz-Maulsbach. Heijo Höfer und Volker Hain zeichneten verdiente Mitglieder aus. In drei Einsatzszenarien wurde die Schlagkraft der Mannschaft demonstriert.

Zahlreiche Feuerwehrmänner und -frauen wurden befördert, verpflichtet oder für ihre Verdienste geehrt.
Fotos: Linda Weitz

Hirz-Maulsbach. Zur diesjährigen Feuerwehrjahresinspektion füllte sich das Gebiet rund um das Schützenhaus rasch. Zahlreiche Einsatzfahrzeuge säumten das Gelände, auf dem nacheinander drei Übungs-Einheiten durchgeführt wurden.

Der erste Teil wurde von den Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Altenkirchen bestritten. Die Einheiten aus Altenkirchen, Berod und Mehren arbeiteten Hand in Hand zusammen und zeigten einen Löschangriff. Sogar die gezielten Kommandos beherrschten die Jüngsten bereits perfekt und überzeugten die Anwesenden, dass man sich in der Verbandsgemeinde um den Feuerwehrnachwuchs wahrlich keine Sorgen zu machen braucht.

Im zweiten Teil der Übung wurde eine technische Hilfeleistung an einem Fahrzeug gezeigt. Hierzu verdeutlichte der Löschzug Weyerbusch, mit welchen hydraulischen Geräten ein eingeklemmter Fahrer in seinem Fahrzeug möglichst schonend befreit werden kann. Nachdem alle Scheiben des PKW zuvor sorgfältig abgeklebt worden waren, wurden diese entsprechend eingeschlagen, bevor anschließend die unterschiedlichsten Werkzeuge vorgeführt wurden. Mittels Rettungsspreizer, Rettungsschere und Rettungszylinder konnte eindrucksvoll demonstriert werden, wie innerhalb kürzester Zeit der Raum um den Fahrzeugführer entsprechend vergrößert und für die schonende Rettung vorbereitet werden konnte.

Im dritten und letzten Teil wurde der Austritt von unbekannten, flüssigen Gefahrstoffen aus einem Tank simuliert. Der Löschzug Neitersen sowie die Gefahrstoffgruppe der Verbandsgemeinde Altenkirchen zeigten anhand der GAMS-Regel, wie in solchen Fällen verfahren wird. Das G steht in diesem Fall für "Gefahr erkennen", das A für "Absperren", das M für "Menschenrettung durchführen" sowie das S für "Spezialkräfte alarmieren". Im Verlauf dieser vier Abschnitte wurde deutlich, über welche Spezialausrüstung die Feuerwehren verfügen. Nicht nur die Tätigkeiten am Tank sondern auch die anschließende Dekontamination der beteiligten Personen zeigte, dass die Wehren auch für derartige Einsätze bestens vorbereitet sind. Bei allen Übungen nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit, den Zuschauern über eine entsprechende Moderation die einzelnen Schritte und Abläufe näher zu bringen.

Anschließend erfolgte die feierliche Übergabe der drei neuen Einsatzfahrzeuge. Ein Mehrzweckfahrzeug (MZF3) mit Ladehilfe wurde an den Löschzug Altenkirchen übergeben. Die rund 135.000 Euro teure Anschaffung wurde mit 36.000 Euro des Landes bezuschusst. 4.000 Euro betrug der Zuschuss des Fördervereins des Löschzuges Altenkirchen, rund 95.000 Euro der Eigenanteil der Verbandsgemeinde Altenkirchen. Ausgerüstet mit einem Lichtmast (dank des Förderverein-Zuschusses), einem Allradfahrgestell sowie weiteren technischen Details kann dieses Fahrzeug künftig gleich zwei Fahrzeuge einsparen (SW1000 und MTF-L).

Ein Einsatzleitwagen (ELW1) wurde an die Verbandgemeindefeuerwehr Altenkirchen übergeben. Auch hier entfiel ein beachtlicher Teil der Anschaffungskosten auf die Verbandgemeinde Altenkirchen. Weiterhin wurde auch ein Mannschaftstransportwagen (MTW-P) mit Pritsche vom Löschzug Altenkirchen an den Löschzug Mehren übergeben. Bürgermeister Heijo Höfer betonte, dass die Anschaffung von Feuerwehrausrüstung in den Räten keiner Diskussion bedürfte. "Ehrenamt wird gebraucht und hierfür wird im Haushalt gerne Geld bereitgestellt, auch, wenn es um hohe Summen geht", verdeutlichte er. Die Ausrüstung der Ehrenamtlichen habe einen hohen Stellenwert.

Mit einem Zitat von Altbundespräsident Theodor Heuss "Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist das wertvollste Kapital im Haushalt der Menschheit. Und solange es noch Leute gibt, die freiwillig bereit sind, für andere da zu sein, ist es um diese Welt nicht allzu schlimm bestellt" wandte sich Heijo Höfer anschließend im Saal des Schützenhauses an die Mitglieder der Wehren. 158 Einsätze galt es im vergangenen Jahr zu vermelden, in diesem Jahr sind es jedoch schon bereits Mitte September 120 Einsätze. Sowohl den Brand der Biogasanlage als auch mehrere große Wohnhausbrände hob Heijo Höfer hervor und verdeutlichte, dass viele der Einsätze den Rettern wahrlich unter die Haut gegangen seien, da nicht selten die Betroffenen den Wehrleuten persönlich bekannt sind. Als unverzichtbar bezeichnete er die freiwillige Feuerwehr, gerade für den ländlichen Raum. Ein großes Lob des Bürgermeisters galt auch der Jugendfeuerwehr für die mit Bravour durchgeführte Übung: "Das war die beste Werbung, die ihr machen könnt."

Wehrleiter Ralf Schwarzbach verdeutlichte in seiner Ansprache ebenfalls die besondere Situation der letzten Sommermonate. Teilweise waren gar mehrere Einsätze gleichzeitig zu vermelden. Die Ehrenamtlichen hätten an der Grenze ihrer Belastbarkeit agiert, schilderte er. Sein Dank galt allen, die einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit für die Feuerwehr opferten. Er betonte die gute Zusammenarbeit untereinander: "Wir rücken immer dichter zusammen." Auch Rebecca Quast lobte in ihrem Bericht über die Jugendfeuerwehr das gute Zusammenspiel der über 30 aktiven Mitglieder der Jugendfeuerwehren.



Nach zahlreichen Verpflichtungen, Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen erfolgten die Entpflichtung des bisherigen sowie die Ernennung des neuen stellvertretenden Wehrführers des Löschzugs Altenkirchen. Dirk Idelberger hatte aus gesundheitlichen Gründen um seine Entpflichtung gebeten. In 38 Jahren Feuerwehrdienst, davon 8 Jahren als stellvertretender Wehrführer, konnte Dirk Idelberger weit über 300 Einsätze und damit verbunden über 500 Stunden Einsatzzeit für sich verbuchen. "Es tut mir sehr leid", so Heijo Höfer und lobte neben dem für einen Feuerwehrmann vorbildlichen Werdegang auch die menschlichen Qualitäten von Dirk Idelberger. Dennoch stehe die Türe immer offen, man hoffe, auch weiterhin auf den Rat des langjährigen Mitgliedes zählen zu können. Mit stehenden Ovationen und anhaltendem Applaus zollten ihm die Gäste und Feuerwehrkameraden gebührenden Respekt. Anschließend erfolgte die Verpflichtung von Lars Bieler, verbunden mit den besten Wünschen von Heijo Höfer.

Eine besondere Ehrung an diesem Tag wurde Detlef Noll zuteil. Kreisjugendwart Volker Hain blickte auf den Werdegang des 49jährigen zurück. Nach dem Eintritt in die Feuerwehr 1993 erfolgten sukzessive Beförderungen, zuletzt 2012 zum Hauptlöschmeister. Neben zahlreichen Lehrgängen (Truppführer, Fahrsicherheitstraining, Atemschutzgeräteträger etc.) erfolgten auch Ausbildungen an der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Koblenz, so beispielsweise zum Schulklassenbetreuer. Nach der Gründung der Jugendfeuerwehr in Mehren im Jahr 2000 übernahm Detlef Noll zunächst die Position des stellvertretenden Jugendwartes. 2006 erfolgte dann die Bestellung zum Jugendfeuerwehrwart für die Jugendfeuerwehr Mehren. Nach fast 15jähriger Tätigkeit hatte Detlef Noll sein Amt an Florian Klein übergeben. In Anerkennung seines besonderen Engagements erhielt Detlef Noll die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Rheinland-Pfalz. (daz)

Die Beförderungen/Verpflichtungen:
Neitersen - Nils Weidner - Feuerwehrmann-Anwärter
Neitersen - Sebastian Oettgen - Feuerwehrmann-Anwärter
Mehren - Jannik Schwarzbach - Feuerwehrmann-Anwärter
Mehren - Jonas Noll - Feuerwehrmann-Anwärter
Altenkirchen - Jona Schürdt - Feuerwehrmann-Anwärter
Berod - Thilo Kirchhof -Feuerwehrmann-Anwärter
Berod - Kan Gerharz - Feuerwehrmann-Anwärter
Berod - Phuong Kieu - Feuerwehrmann-Anwärter
Altenkirchen - Daniel Rockel - Feuerwehrmann
Weyerbusch - Rene Schulz - Feuerwehrmann
Berod - Jonas Petry - Feuerwehrmann
Weyerbusch - Brian Lindlein - Feuerwehrmann
Weyerbusch - Florian Schneider - Feuerwehrmann
Berod - Christian Jungbluth - Feuerwehrmann
Berod - Silas Gries - Feuerwehrmann
Berod - Thorge Kirchhof - Feuerwehrmann
Mehren - Justin Kelly - Feuerwehrmann
Berod - Martina Terwedow-Krone - Oberfeuerwehrfrau
Altenkirchen - Dustin Enders - Oberfeuerwehrmann
Neitersen - Daniel Tissen - Oberfeuerwehrmann
Neitersen - Daniel David - Oberfeuerwehrmann
Altenkirchen - Martin Baldus - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Niclas Brato - Hauptfeuerwehrmann
Mehren - Tobias Baumann - Hauptfeuerwehrmann
Mehren - Philipp Hergesell - Hauptfeuerwehrmann
Mehren - Manfred Siegburg - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Tobias Beer - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Gero Heinemann - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Kevin Hirschfeld - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Daniel Zwipp - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Marvin Zimmermann - Hauptfeuerwehrmann
Altenkirchen - Stephan Ernst - Löschmeister
Weyerbusch - Frank Majert - Löschmeister
Berod - Marius Conrad - Löschmeister
Altenkirchen - Tanja Enders - Hauptlöschmeisterin
Weyerbusch - Mark Daniel Eibach - Brandmeister
Altenkirchen - Björn Stürz - Brandmeister
Altenkirchen - Matthias Müller - Brandmeister
Altenkirchen - Patrick Müller - Brandmeister
Berod - Florian Bierbrauer - Brandmeister
Neitersen - Tim Janotta - Brandmeister
Neitersen - Carlo Enßle - Brandmeister
Weyerbusch - Pierre Hüsch - Brandmeister
Mehren Guido - Wienberg - Oberbrandmeister
Altenkirchen - Lars Bieler - Oberbrandmeister


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