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Nachricht vom 21.10.2015    

Jahresabschlussübung der Feuerwehr Harbach

Am Samstag, 17. Oktober fand die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Harbach statt. Objekt der Übung war ein Wohnhaus im Ortsteil Hinhausen. Ein anspruchsvolles Szenario erwartete die Einsatzkräfte, mit dabei auch das DRK Niederfischbach. Es gab viel Lob für die Wehrleute und im Anschluss einige Beförderungen.

Mit schwerem hydraulischen Gerät wird die Person aus dem Fahrzeug gerettet. Fotos: Feuerwehr

Harbach. Als Lage hatte der Gruppenführer Konrad Jung folgendes ausgearbeitet: bei Reparatur- und Schweißarbeiten kommt es durch Funkenflug zu einem Brand im Heizungskeller des Gebäudes. Die zwei sich im Keller befindenden Heizungsmonteure können aufgrund der starken Rauchentwicklung das Gebäude nicht mehr verlassen und verlieren nach kurzer Zeit auch das Bewusstsein. Drei weitere Personen im Haus werden ebenfalls durch den Rauch überrascht, zwei schaffen es noch auf den Balkon, die dritte verliert die Orientierung im Treppenhaus.

Ein PKW-Fahrer wird auf den Brand aufmerksam. Dieses Szenario lenkt ihn aber so sehr ab, dass er mit seinem Fahrzeug von der Straße abkommt und in das Buswartehäuschen vor dem Haus fährt. Er ist in seinem Auto eingeklemmt. Die Nachbarn verständigen die Feuerwehr und befürchten aufgrund der Wetterlage, dass auch ihr Haus in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Alarmiert wird zum Einen die Feuerwehr Harbach mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank, zum anderen kommen aufgrund der Lage das Löschgruppenfahrzeug und der Vorausrüstwagen der Feuerwehr Niederfischbach zum Einsatz. Zum Personentransport stehen zudem die Mannschaftstransportfahrzeuge der Feuerwehren Friesenhagen und Niederfischbach zur Verfügung. Als Besonderheit besetzte die Mannschaft der Feuerwehr Harbach das Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Niederfischbach mit ihren Leuten. Einige Kameraden des Löschzuges Niederfischbach unterstützten die Übung zudem.

Zur Patientenversorgung und zum Schutz der Kameraden werden zudem der Rettungswagen, der Krankentransportwagen und das Mannschaftstransportfahrzeug des DRK-Ortsverband Niederfischbach alarmiert.

Vor Ort bildete der Einsatzleiter Thorsten Schneider vier Einsatzabschnitte: Im ersten Abschnitt kümmerte man sich um die Menschenrettung im Wohnhaus und die Brandbekämpfung.
Die vermissten Personen im Heizungskeller werden unter Atemschutz von einem Trupp gerettet und an das DRK übergeben. Anschließend geht der Trupp im Innenangriff gegen die Flammen vor. Ein Außenangriff wird parallel dazu über das Tragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Harbach durchgeführt.

Im zweiten Abschnitt wird die im Treppenhaus vermisste Person über einen Leiterhebel über den Balkon gerettet werden, da eine Rettung über das mittlerweile in Brand geratene Treppenhaus nicht mehr möglich ist. Die anderen beiden Hausbewohner, welche sich auf den Balkon retten konnten, werden mit Steckleitern gerettet. Zudem wird eine Riegelstellung zum Nachbargebäude aufgebaut, welche verhindern soll, dass sich der Brand ausbereitet.

Der dritte Einsatzabschnitt beschäftigt sich mit der Rettung der im PKW verunfallten Person. Hier gehen Kameraden des Löschzuges Niederfischbach mit schwerem hydraulischen Gerät vor, um die eingeklemmte Person befreien zu können.

Der vierte Einsatzabschnitt beschäftigt sich mit der medizinischen Erstversorgung aller Verletzten und wird vom DRK Niederfischbach übernommen.

Nach der Übung waren sich bei der Manöverkritik alle einig, dass es sich um eine gelungene und vor allem sehr gut ausgearbeitete Übung handelte. Der erste Beigeordnete Rolf Dornhoff, der Ortsbürgermeister Andreas Buttgereit und Wehrleiter Christian Baldus waren voll des Lobes über den Verlauf der Übung und baten die Feuerwehrleute, weiterhin so aktiv und motiviert im Dienste des Nächsten zu arbeiten.

Am Abend gab es in feierlicher Runde im Rahmen des Kameradschaftsabends dann für geleistete Ausbildungen auch noch Beförderungen. Wehrleiter Christian Baldus und Wehrführer Rudolf Jung beförderten folgende Kameraden: Moritz Jung, Fabian Jung, Niklas Langenbach und Philipp Jung werden aufgrund der bestandenen Grundausbildung zum Feuerwehrmann befördert, Marcel Alzer aufgrund der bestandenen Truppführer-Ausbildung zum Hauptfeuerwehrmann und Tobias Hof aufgrund seiner Tätigkeit als Atemschutzgerätewart zum Löschmeister.



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