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Nachricht vom 26.10.2015 - 17:55 Uhr    

Erlebnisnachmittag für Flüchtlinge bei der Feuerwehr Kirchen

Lachen und Spaß haben, dafür braucht es keine Sprache. Die Flüchtlingskinder und die Kinder der Feuerwehrangehörigen machten es vor. Beim Erlebnisnachmittag der Freiwilligen Feuerwehr in Kirchen gab es wichtiges zu lernen für Eltern und Kinder sowie einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr. Gastlichkeit und Gespräche mit Dolmetschern gehörten dazu.

Für Flüchtlingskinder und Eltern gab es einen fröhlichen Nachmittag bei der Feuerwehr. Fotos: PuMa VG Feuerwehr Kirchen

Kirchen. Am vergangenen Samstag, 24. Oktober veranstaltete die Feuerwehr Kirchen einen Erlebnisnachmittag für Flüchtlinge am und im Feuerwehrhaus. Insgesamt zwölf Kinder und neun Erwachsene konnte Wehrführer Philipp Link begrüßen. Er und sein Team, bestehend aus einigen aktiven Feuerwehrleuten und deren Ehefrauen, hatten sich mächtig ins Zeug gelegt.

Ein interessantes Programm wurde den Familien die allesamt im Kirchener Stadtgebiet untergebracht sind geboten. Nach einer kurzen Vorstellung der Einrichtung „Feuerwehr“ und wichtigen Infos wie Notrufnummer, Verhalten im Brandfall und Absetzen eines Notrufs präsentierten die Wehrleute den Gästen einen komplett ausgerüsteten Feuerwehrmann mit Schutzkleidung und Atemschutzgerät und erläuterten dabei, dass diese doch etwas merkwürdig aussehenden Gestalten im Ernstfall Hilfe bringen und man sich vor ihnen nicht verstecken darf.

Anschließend wurden die Räumlichkeiten der Feuerwehr besichtigt. Im Umkleideraum testeten die Kids die Schutzkleidung dann natürlich direkt selbst einmal aus. Draußen hatten die Kameraden unterdessen das Tanklöschfahrzeug mit einem großen Wasserwerfer in Stellung gebracht. Auch hier durften die Gäste selbst ran: Nach einer kurzen Erklärung durch Philipp Link hieß es „Wasser Marsch!“. Neben der Brandbekämpfung wurde auch die
technische Hilfeleistung gezeigt: Rettungsschere und Spreizer durften genauso ausprobiert werden wie die Lufthebekissen, mit denen die Interessierten einen Unimog anheben konnten. Das sorgte nicht nur bei den Kindern für große Augen.

Zum Schluss des Programms hatten die Wehrleute noch einen Schaumteppich vor der Fahrzeughalle ausgebracht, den die Kids spontan für eine Schaumparty nutzten. Nach Ende der Vorführungen saßen alle noch einige Zeit bei Kaffee und Kuchen zusammen. Hier
entwickelten sich interessante Gespräche zwischen den Einheimischen und den Flüchtlingen, die in den vergangenen Wochen und Monaten allesamt wirklich bewegende Dinge erlebt haben. Umso schöner war es zu sehen, dass vor allem bei einer Altersgruppe überhaupt keine Berührungsängste bestehen: zwischen den Kindern der Feuerwehrleute und den Flüchtlingskindern. Trotz Sprachbarrieren wurde ausgelassen gemeinsam gespielt, Vorbehalte gab es keine.

„Ein rundum gelungener Nachmittag“, bilanzierte Wehrführer Philipp Link am Ende der Veranstaltung und diese Einschätzung kann man nur teilen. Kinder und Eltern waren gleichermaßen begeistert. Zum einen natürlich von der Feuerwehr(technik), zum anderen aber auch von der tollen Gastfreundschaft der Kirchener Feuerwehr. Unterstützt wurde diese Aktion vom Förderverein der Feuerwehr sowie von Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen. Der hatte den Kontakt zu den Gästen hergestellt.

Ein herzlicher Dank ging an die Dolmetscher: Zeinab El-Hassan, Mitglied des Migrationsbeirates Betzdorf, übersetzte ins Arabische. Für die albanische Übersetzung war René Weckerlein, Vater eines Kirchener Feuerwehrmitgliedes, zuständig.



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