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Nachricht vom 14.12.2008    

Rote Karte für "Komasaufen"

Wie kann man Jugendliche in der bevorstehenden Karnevalszeit vom "Komasaufen" abhalten. Darüber wollen am Freitag, 18. Dezember, die die Karnevalsvereine aus den Kresien Neuwied und Altenkirchen auf Initiative des Bezirksvorsitzenden der RKK, Erwin Rüddel (Windhagen), konferieren.

Karnevalsvereine: Keine Alkohol an Jugendliche!

Region. Jetzt kommt sie bald wieder, die auch in unserer Region so beliebte Karnevalszeit. Feiern und lustig sein ist schön, das soll auch künftig so bleiben. Was aber in den letzten Jahren immer mehr zunimmt, insbesondere bei jungen und ganz jungen Menschen, ist das exzessive Trinken, auch Komasaufen genannt.
Auf Initiative des Bezirksvorsitzenden der Rheinischen Karnevals Kooperation e.V. (RKK), Erwin Rüddel (Windhagen), treffen sich am Freitag, 18. Dezember, um 18 Uhr, die Karnevalsvereine aus den Kreisen Neuwied und Altenkirchen in Neustadt/Wied-Fernthal im "Dreischläger Hof", um sich über die Aktion der Neuwieder Jugendämter zum Alkoholmissbrauch von Jugendlichen zu informieren. Die Jugendämter und der Caritas-Verband haben gemeinsam eine Initiative ins Leben gerufen, die besonders über den Verzicht auf Alkoholabgabe an Jugendliche informiert. Dieser Aktion wollen sich auch die Karnevalsvereine anschließen. Laut Rüddel sind die Karnevalsvereine auf dieses Thema bereits sehr sensibilisiert und arbeiten sehr eng mit den Jugend- und Ordnungsämtern zusammen. "Die Karnevalsvereine handeln sehr verantwortungsbewusst, aber die Aufklärung zum Alkoholmissbrauch gerade von Jugendlichen muss ständig aktuell gehalten werden", pflichtet ihm RKK-Präsident Peter Müller (Altenkirchen) bei.
Offizielle Zahlen belegen, dass jährlich rund 20.000 junge Leute mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kommen. "Problematisch ist nicht der verantwortungsvolle Konsum alkoholhaltiger Getränke, wie ihn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung pflegt, sondern der Alkoholmissbrauch einer kleinen Gruppe, vor allem von Jugendlichen", so Rüddel, "es wird bei manchen Jugendlichen einfach bis zur Bewusstlosigkeit gesoffen." Und es gehe sogar um noch mehr, nämlich um die im angetrunkenen und betrunkenen Zustand der jungen Leute dann auffallend zunehmende Gewaltbereitschaft. Drei von zehn aufgeklärten Gewalttaten werden heute unter stärkerem Alkoholeinfluss begangen.
Im Einklang mit den Karnevalsvereinen und weiteren Festveranstaltern appelliert Rüddel an Erwachsene, den Jugendlichen auch durch Erziehung eine Orientierung zu geben. Und auf noch etwas macht Rüddel, der auch Landtagsabgeordneter ist, aufmerksam. "Wir haben gute Jugendschutzgesetze." Die müssten strikter eingehalten werden. Sie besagen, dass Alkoholabgabe an Jugendliche unter 16 Jahren nicht nur in Kneipen und bei öffentlichen Veranstaltungen untersagt ist, sondern auch in Supermärkten und an Tankstellen. Ebenso sei die Abgabe "harter Getränke" an Jugendliche unter 18 Jahren verboten.


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